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Husumer Nachrichten

09. Dezember 2016 | 06:52 Uhr

St. Peter-Ording : Tourismus-Zentrale benötigt keine Kredite

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

In St. Peter-Ording wird auch in diesem Jahr viel in die touristische Infrastruktur investiert. Millionenprojekte sind allerdings nicht vorgesehen, daher auch keine Kredite.

Erfreulich für die Tourismus-Zentrale St. Peter-Ording (TZ) und damit auch für die Kommune: Der gemeindeeigene Betrieb wird 2015 voraussichtlich ein Plus von 585.000 Euro schreiben. Das sei zwar auf die Auflösung der Umsatzsteuer-Rückstellung zurückzuführen, so der Chef des Hauses, Rainer Balsmeier, in der Sitzung des Tourismus-Ausschusses. Aber abgesehen davon, stehe am Ende immer noch eine schwarze Null. „Und das ist sehr erfreulich für die Tourismus-Zentrale.“ Für 2016 rechnet die Verwaltung mit einem Minus von knapp 634.000 Euro. Da die Einnahmeseite wieder konservativ geplant wurde, könnte es sich, wie in den vergangenen Jahren, am Ende in ein positives Ergebnis wandeln. Seit 2010 hat die TZ keinen Verlust mehr gemacht. Die Summe der Gewinnvorträge aus dieser Zeit beläuft sich auf 2,23 Millionen Euro. In der Sitzung ging es dann ausführlich um den Wirtschaftsplan 2016. Er sieht im Erfolgsplan Erträge von rund 13,12 Millionen Euro und Aufwendungen von 13,74 Millionen Euro vor. Der Vermögensplan ist ausgeglichen und beläuft sich in Ein- und Auszahlungen auf rund 4,4 Millionen Euro. Es werden keine Kredite für Investitionen aufgenommen.

Auf der Ausgabenseite im Erfolgsplan schlagen die Personalkosten inklusive Altersvorsorge mit rund sechs Millionen Euro zu Buche. Das sind gut 550.000 Euro mehr als 2015. Neben der tariflichen Lohnsteigerung führte Balsmeier auch den Mehrbedarf an Arbeitskräften an. „Vor zehn Jahren hatten wir 210.000 Gäste und 2,1 Millionen Übernachtungen, heute sind es 330.000 Gäste und 2,2 Millionen Übernachtungen. Mehr Gäste machen mehr Umsatz und auch mehr Arbeit.“ Er zitierte Gemeindevertreter Uwe Kirchner (CDU), dass die TZ sich mit ihrer Personalausstattung an der unteren Grenze bewege. Im vergangenen Jahr waren 116,31 Stellen eingeplant, von denen tatsächlich 113,31 besetzt waren. Für 2016 beläuft sich der Ansatz auf 120,63 Stellen. Jan Duggen (CDU) fand die Erhöhung bedenklich. Daraufhin erklärte Uwe Kirchner: „Es werden sogar noch erheblich mehr Personalkosten sein. Wir müssen zusätzliche Stellen für die neue Anforderungen schaffen.“

Überwiegend orientieren sich die Ausgaben am Vorjahr. Mehr Geld soll fließen für Agenturen, speziell für den Onlineauftritt, Anzeigenwerbung, die Internetpräsentation, in Unterhaltungsabende und Feste, Kinderveranstaltungen, in die Müll- und Abfallbeseitigung und in Gutachten. Doch gibt es auch einige Posten, für die weniger Geld veranschlagt wird. Der Kitesurf-Worldcup fällt weg, so wurden für Großveranstaltungen 150.000 Euro weniger veranschlagt. Die gleiche Summe fällt auch bei der Gebäudereinigung fort. Eine europaweite Ausschreibung machte es möglich. Die Firmen kommen aus Deutschland. Erheblich gespart wird außerdem bei den Fremdleistungen allgemein, beim Gastgeberverzeichnis, bei Messen und Ausstellungen, bei Konzerten, bei Reisekosten und bei Zinsen, unter anderem für die Dünen-Therme. Wie gesagt, bei den Einnahmen plant die TZ so konservativ wie in den Vorjahren, „um nachher keine Überraschungen zu erleben“, wie Balsmeier erklärte.

Zum Vermögensplan sagte er, dass erst 2017 und 2018 wieder eine Kreditaufnahme nötig werde. Dann soll es an die Realisierung des Mehrzweckgebäudes am Ordinger Strand und des zweiten Abschnitts der Erlebnispromenade gehen. Für 2016 sind dennoch viele Maßnahmen und Investitionen geplant, darunter als größte die neue Versorgungsleitung zum FKK-Strand für 200.000 Euro, neue Strandkörbe für 100.000 Euro, ein Holzfahrradsteg in Böhl (95.000 Euro) sowie in Köhlbrand (34.000 Euro), ein großes Strandkorbpodest in Ording (36.000 Euro) und ein neues Kassenhaus am Südstrand (32.000 Euro). Bei den 150.000 Euro für zwei Treppen und die Erhöhung des Stegs zur Strandbar in Ording hakte Hans Halket Kraus nach – angesichts von Pachteinnahmen für die drei Pfahlbauten der Gemeinde von 300.000 Euro. Nils Koch, technischer Leiter der TZ, sagte, dass in die Summe Gelder fließen, die in den vergangenen zwei Jahren nicht abgerufen worden seien. Der Strandabschnitt sei sehr stark von Erosion betroffen, deswegen müsse der Steg erhöht werden.

In seinem Bericht kündigte Balsmeier zwei Ortstermine mit der Nationalparkverwaltung im Februar an: Zum einen geht es um die Hundeauslaufflächen und zum anderen um den Kitebereich am Südstrand. Abschließend sprach Wolfgang Voutta (CDU), der die Sitzung stellvertretend leitete, ein großes Lob an die Mitarbeiter, Ehrenamtler, Sponsoren und an die Gastronomie aus für die Gestaltung der Silvesterfeier auf der Buhne aus. Die TZ habe sehr viel Lob von Besuchern für die Veranstaltung erhalten, auch für Feuerwerk und die Wunschzettel-Aktion, so Balsmeier.

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erstellt am 20.Jan.2016 | 10:00 Uhr

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