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Husumer Nachrichten

11. Dezember 2016 | 01:29 Uhr

Entscheidung im Bauausschuss : Tönnings Gewerbegebiet wächst

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Das Traditionsunternehmen Adolf Nissen Elektrobau expandiert in der Eiderstadt.

Gut Ding will bekanntlich Weile haben. Umso mehr gilt das im Baurecht, denn gerade hier sind eine Vielzahl gesetzlicher Vorschriften zu beachten. Erneut befassten sich die Mitglieder des Bauausschusses der Stadt Tönning mit der dritten Änderung des Bebauungsplanes Nr. 9 für die Weiterentwicklung des Gewerbegebietes am Kreuz an der Friedrichstädter Chaussee. Das Tönninger Traditionsunternehmen Adolf Nissen Elektrobau will dort auf zwei Gewerbegrundstücken expandieren (wir berichteten). Es soll eine Lagerhalle sowie ein Produktionstrakt mit Nebengebäuden errichtet werden. Vor zwei Monaten hatten die Gremiumsmitglieder dazu bereits einstimmige Empfehlungsbeschlüsse abgesegnet. „Wir müssen noch einmal eine weitere Runde drehen. Die Schleswig-Holstein Netz AG hat eine weitere Stellungnahme abgegeben“, erläuterte der Planer, Diplom-Ingenieur Reimer Ivers. Es seien zwar keine Einwendungen gemacht worden, doch man sei auf der sicheren Seite, wenn das redaktionell in einem neu geänderten Beschluss aufgenommen wird. Danach müsse noch einmal – allerdings in verkürzter Form – die Öffentlichkeit neu beteiligt werden. Die Netzbetreiberin habe darauf hingewiesen, dass für die über die Fläche verlaufende 110 kV-Freileitung ein Korridor von 50 Meter statt 32 Meter von zweigeschossigen Bauten freizuhalten ist. Diese Aussage habe, so Ivers, im Widerspruch zum vorherigen Beschluss-Entwurf gestanden, so dass sie aufgenommen werden musste, allerdings nur zur Kenntnisnahme. In dem entsprechenden Teil des Grundstücks (im nördlichen Bereich) werden nämlich nur eingeschossige Container platziert. Eine Aufstockung nach oben ist auch künftig nicht beabsichtigt. Auch das sei in der Ergänzung aufgenommen worden. Die Anlage des benachbarten Betonwerkes genieße Bestandsschutz. Die Schleswig-Holstein Netz AG habe bereits telefonisch signalisiert, dass ihr die Stellungnahme reiche. Einstimmig votierte das Gremium für diese Änderung.

Ebenfalls pro forma verabschiedete der Ausschuss eine weitere Änderung der kürzlich beschlossenen Empfehlung über die zweite Änderung des B-Plans Nr. 19 für das Gebiet zwischen Ziegelhof, B 202, Bahnstrecke, Baugebiet an der Otto-Wiesner-Straße, Norderbootfahrt und Gardinger Chaussee. Hier ging es ebenfalls um eine weitere Feinabstimmung. Nach erneuter Prüfung durch die Experten beim Landesbetrieb für Straßenbau und Verkehr kann auf eine Linksabbiegespur-Spur zur Erschließung von der Landesstraße 241 in das künftige Baugebiet verzichtet werden. Das entspricht, so Bürgermeisterin Dorothe Klömmer, dem Wunsch aller beteiligten Akteure.

Die Bürgermeisterin berichtete weiter, das in Kürze eine Ladestation für Elektroautos auf dem Marktplatz installiert wird. Standort wird vor dem Gebäude der AOK neben dem Rathaus werden. Vom System her können Fahrzeuge aller Fabrikate geladen werden. Der Bau der Badetreppe an der Eider wird wohl erst im kommenden Frühjahr in Angriff genommen werden können, da der angekündigte Förderbescheid noch fehlt.

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