zur Navigation springen

Husumer Nachrichten

09. Dezember 2016 | 08:53 Uhr

Bürgermeisterin wirbt im Hauptausschuss : Tönning wirbt um Unterschriften

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Für die Tönninger Kampagne „Rettet die 24-Stunden-Notfallversorgung“ haben bislang nur knapp 1300 Bürger unterzeichnet. Die Bürgermeisterin richtete im Hauptausschuss einen Appell an alle Eiderstedter, zu unterzeichnen.

„Die Tendenz ist steigend. Ende 2015 hatten wir 4895 Einwohner, ein Jahr zuvor 43 weniger“, verkündete Tönnings Bürgermeisterin Dorothe Klömmer in der jüngsten Sitzung des Hauptausschusses der Stadt. Angesichts dessen stimme die Relation zu den bisher im Rahmen der Kampagne „Rettet die 24-Stunden-Notfallversorgung“ zusammengekommenen Unterschriften nicht. Bisher hätten sich insgesamt nur knapp 1300 Menschen dafür ausgesprochen. 2000 Unterschriften werden für eine Petition benötigt. „Wir brauchen mehr. Der Druck muss erhöht werden“, so die Stadt-Chefin. Jeder Bundesbürger dürfe sich beteiligen. Klömmer wies noch einmal darauf hin, dass die Aktion nichts mit der ersten, nämlich „Rettet das Tönninger Krankenhaus“ zu tun habe. Das „Aus“ sei im Kreistag beschlossen worden (wir berichteten). Nun gelte es mit Nachdruck, zumindest besagte Notfallversorgung rund um die Uhr an allen Tagen durchzusetzen. Daran müssten alle Eiderstedter und Urlauber Interesse haben.

Plakate und Banner sind überall in der Stadt und im Amtsbereich aufgehängt. Die Initiative geht vom Förderverein Tönninger Krankenhaus aus. Angeschlossen hätten sich neben der Stadt, das Amt Eiderstedt, der HGV Tönning, die Wirtschaftsförderungsgesellschaft St. Peter-Ording, der Gewerbeverein Garding & Mittleres Eiderstedt, die WGO Oldenswort, Kirchengemeinde Tönning Kating Kotzenbüll, die St. Christian Diakonie Eiderstedt und weitere. Die Unterschriftenlisten liegen im Rathaus, beim Amt Eiderstedt, in vielen öffentlichen Gebäuden und Geschäften aus. Auch per Internet könne man aktiv werden. Die Beteiligung vieler an der Aktion sei umso wichtiger, als dass sich bisher nichts Neues dazu ergeben habe. Das Gespräch mit dem Landrat und weiteren wichtigen Akteuren im Juli habe nichts gebracht. Neue Gespräche werden am 6. Oktober stattfinden. In der nächsten Hauptausschuss-Sitzung am 10. Oktober will, so Klömmer, Landrat Dieter Harrsen öffentlich Stellung beziehen. „Ich kann nur für die Unterschrift werben. Die Aktion läuft nur bis zum 18. Oktober“, riet die Bürgermeisterin.

Gremiumsmitglied Hauke Schmidt (AWT) meldete sich zu Wort. Er sei durch Krankheit „krankenhauserfahren“ geworden. Es sei aber mehr als bedenklich, wenn Patienten aus dem Krankenhaus Husum mangels Betten nach Hause geschickt werden, obwohl in Tönning Betten frei gewesen wären. So sei es ihm beispielsweise in einer Notfallsituation am Wochenende ergangen. Alle Bürger müssten sich wehren und noch intensiver für die 24-Stunden-Notfallversorgung kämpfen. Er werde den Landrat auch noch einmal persönlich an den von der Landesregierung ausgerufenen „Impuls 2030“ erinnern. Die ländliche Struktur, so das Ziel, sollte nicht abgebaut, sondern aufgebaut und verbessert werden. „Ich bin bei Dir. Wir müssen mehr Unterschriften haben und die Menschen ansprechen“, erwiderte Hans-Joachim Teegen (CDU). Sein Fraktionskollege Lars Clausen schlug vor, mit einem Info-Stand auf den Wochenmärkten in Tönning, Garding und St. Peter-Ording für die Sache zu werben. „Wir sollten letzte Reserven rausholen und uns fraktionsübergreifend engagieren“, erklärte er weiter. Er würde gern schon am Montag auf dem Markt Flagge zeigen. Auch Teegen sagte zu. Heiner Hahn, Vorsitzender des Seniorenbeirates, erklärte dessen Unterstützung. Die Stadt-Chefin signalisierte, die Bauhofmitarbeiter zu bitten, einen Stand zu bauen. Man solle aber zunächst in Tönning beginnen. Sie nehme auch noch einmal Kontakt zum Amtsdirektor und zu ihren Amtskollegen auf, um eine breitere Streuung wegen der Unterschriften hinzubekommen. „Ich finde den Ansatz gut“, so Klömmer.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Themen zu diesem Artikel:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen