zur Navigation springen

Husumer Nachrichten

08. Dezember 2016 | 09:00 Uhr

Krankenhaus Tönning : Tönning pocht auf Notfallversorgung

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Der Hauptausschuss der Stadt hat eine Resolution zum Thema verabschiedet. Der Landrat verspricht, sich für die Notfallversorgung einzusetzen.

„Das medizinische Versorgungszentrum in Tönning soll bleiben. Das ist die Zusage des Kreises. Dafür setze ich mich persönlich mit Leidenschaft ein“, erklärte Landrat Dieter Harrsen in der jüngsten Sitzung des Hauptausschusses von Tönning. Das Gremium empfahl den Stadtvertretern einstimmig, eine Resolution für die 24-Stunden-Notfallversorgung an 365 Tagen für Eiderstedt zu erlassen. Standort soll das Krankenhaus sein. Damit wolle die Stadt, so erläuterte Büroleiter Matthias Hasse, das neue Ziel des Fördervereins Tönninger Krankenhaus unterstützen (wir berichteten). Der Kampf vieler Ehrenamtler, Kommunalpolitiker und der Stadt gegen die Schließung des Krankenhauses zum 30. Juni 2017 sei ja verloren gegangen. Die Banner, die die Notfallversorgung anmahnen, hingen bereits auf der gesamten Halbinsel und auch Flyer seien im Umlauf.

Die Resolutionsentwurf lautet: „Der Kreis wird aufgefordert, im Interesse der Eiderstedter Bevölkerung, der Urlauber und Tagesgäste dafür zu sorgen, dass eine dauerhafte 24-Stunden-Notfallversorgung an 365 Tagen auf Eiderstedt sichergestellt ist. Das kann nur unter Beibehaltung der vorhandenen und zu erhaltenen Krankenhaus-Struktur in Tönning mit der bisherigen Institutsambulanz weiterhin sichergestellt werden. Nur dadurch können die für eine Rundum-Notfallversorgung erforderlichen Bereitschaftskapazitäten abgedeckt werden.“ Bürgermeisterin Dorothe Klömmer kritisierte noch einmal gegenüber dem Landrat die mangelnde Transparenz und schlechte Informationspolitik des Kreises im Hinblick auf das Thema medizinisches Versorgungszentrum. Noch einmal betonte Harrsen, dass der Kreis die Verantwortung für den Erhalt der Notfallversorgung übernommen habe und zu gemeinsamen Lösungen mit allen Beteiligten kommen will. Die nächsten Gespräche seien ja in den Herbstferien geplant. Auch den Hinweis von Ausschuss-Mitglied Joachim Teegen (CDU), das bisher im Krankenhausgebäude beheimatete Therapiezentrum dort zu belassen, notierte sich der Chef der Kreisverwaltung. „Das wird noch einmal kalkuliert“, so Harrsen. „Ich hoffe auf einen künftig offenen Dialog, Herr Landrat“, so die Bürgermeisterin.

Zur künftigen Breitbandversorgung informierte sie, dass am 5. September alle vorläufigen Ergebnisse der laufenden Bestandsaufnahmen vorliegen sollen. Derzeit werden die technischen Zuschnitte inklusive Ausbaumaßnahmen beraten und Markterhebungen gemacht, um den Förderantrag mit konkreten Zahlen stellen zu können.

Ein klares Nein gab es aus der Runde gegen die Empfehlung, Anteile von der Schleswig-Holstein-Netz AG zu erwerben. Jan Diekmann (SPD) sprach offensichtlich allen aus der Seele mit dem Hinweis: „Aufgrund der finanziellen Lage der Stadt ist das nicht drin.“ Joachim Teegen (CDU) ergänzte: „Meine Fraktion stimmt dagegen, weil eine Kreditaufnahme erforderlich ist und damit steigen die Schulden.“ Grundsätzlich, so erläuterte die Stadt-Chefin, würde die Finanzierung durch die Kommunalaufsicht befürwortet, allerdings müsste ein nötiger Nachtragshaushalt extra genehmigt werden und ob der durchginge, sei nicht unbedingt sicher.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Themen zu diesem Artikel:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen