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Teepunschabend der Nordfriesen : THW soll noch schlagkräftiger werden

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

100 Millionen Euro stehen im Jahr 2018 für die technische und personelle Modernisierung bereit.

Anlässlich des traditionellen Teepunschabends der nordfriesischen Ortsverbände Husum, Niebüll und Tönning des Technischen Hilfswerks lobte THW-Landesbeauftragter Dierk Hansen das neue Modernisierungsprogramm für die Hilfsorganisation. „Wenn man in die Garagen guckt, dann weckt das gemischte Gefühle. Da gibt es beeindruckende Fahrzeugtechnik, da gibt es aber auch noch bewährte Fahrzeugtechnik“, merkte Hansen trocken ironisch an und fügte geflissentlich hinzu: „Ein Auto, das an die 40 Jahre hält, das liebt man dann irgendwann auch – das ist ja wie in einer Ehe, da hängen Generationen dran.“

100 Millionen Euro stehen im nächsten Jahr für die Modernisierung zur Verfügung, um die landesweit 668 THW-Ortsverbände entsprechend aufzurüsten, berichtete Hansen. „Das ist schon mal ein guter Schluck aus der Pulle.“ Aber nicht nur der materielle, sondern auch der personelle Teil sei auf einem sehr guten Weg. Und neue Stellen könne das THW gut gebrauchen, um die Ehrenamtlichen noch freier zu halten von administrativen Aufgaben. Mit der wichtigen Aufgabe der Sicherheit und des Gesundheitsschutzes beim THW gehe die Dokumentation einher. „Wenn die Dinge nicht dokumentiert sind, dann haben sie ja quasi nicht stattgefunden – das ändern wir jetzt“, betonte der Landesbeauftragte. „Die regelmäßige Überprüfung der Technik im THW können jetzt hauptamtliche Prüftrupps machen.“

Eine weitere Veränderung bestehe darin, sich insgesamt mehr um den Menschen im THW zu kümmern. So wird es die Aufgabe zusätzlicher Bürosachbearbeiter sein, sich künftig dafür einzusetzen, Helfer zu gewinnen und zu binden. Hansen: „Also dranbleiben und den Menschen auch frühzeitig eine Perspektive in der Organisation geben, so dass wir auch in der Zukunft gut aufgestellt sein wollen.“

Seinen ausdrücklichen Dank und Anerkennung für die Arbeit, die im überwiegenden Teil ehrenamtlich geleistet wird, sprach Bundestagsabgeordneter Ingbert Liebing (CDU) den THW-Ortsverbänden aus. Das Thema Sicherheit habe angesichts von Hochwasserkatastrophen und internationalen Terroranschlägen auch in Deutschland an Bedeutung gewonnen. „Deshalb stellen die Hilfsorganisationen, die für die Sicherheit der Menschen sorgen, auch ein wichtiges Element dar: Zusammenhalt, Stabilität, Orientierung und Sicherheit in der Gesellschaft funktioniert.“ Bund und Land nähmen Geld in die Hand, um auch für das THW im Bereich Sicherheit zu investieren, so Liebing.

Landrat Dieter Harrsen unterstrich die gute Zusammenarbeit des Kreises mit dem THW und wies auf eine weitere Herausforderung hin: So berge der schnelle Austausch in den den sozialen Netzwerken auch das Risiko, dass Vorschläge und Lösungen verbreitet werden, „die nicht in Übereinstimmung mit dem Katastrophenstab stehen“. Auch hier müsse das THW präsent sein und Antworten geben, damit es nicht zu gegenseitigen Blockaden komme, so der Landrat.

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