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Husumer Nachrichten

06. Dezember 2016 | 11:17 Uhr

KItesurf-Masters in St. Peter-Ording : Tanz auf den Wellen

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Beste Bedingungen herrschten bei der Premiere der Kitesurf-Masters in St. Peter Ording. Der Veranstalter spricht von einigen zehntausend Besuchern. Nicht alle trauern dem Worldcup nach.

Gelungene Premiere für die Kitesurf-Masters in St. Peter-Ording: Vor allem die Windbedingungen waren hervorragend für die dritte Station der Deutschen Meisterschaftsserie, die in zwei Wochen auf Norderney zu Ende geht. Ob die Masters den Kitesurf-Worldcup ersetzen können, darüber gehen die Meinungen der Besucher ein wenig auseinander. Die Macher des Worldcups hatten sich nach zehn Jahren in St. Peter-Ording aus wirtschaftlichen und organisatorischen Gründen für Fehmarn entschieden (wir berichteten). So gab es im Nordseebad statt zehn Tage Action und Party am Strand nur drei Tage. 96 Sportler jagten auf dem Wasser nach Punkten in den Disziplinen Racing, Freestyle und Slalom. Laut Veranstalter kamen mehrere zehntausend Besucher an den Ordinger Strand.

„Für die Veranstaltung vergebe ich 100 Punkte. So nah war ich beim Worldcup den Sportlern nie“, sagte Hans-Joachim Meister aus Ratingen bei Düsseldorf, der selbst passionierter Kitesurfer ist. „Jeder Gast kann ganz einfach mit jedem Sportler ins Gespräch kommen. Der Verlust des Worldcups, finde ich, ist kein Drama. Das ist jetzt familiärer.“ Er habe mit Florian Gruber, einer der Tagessieger im Racing, gesprochen. Der sei sehr zufrieden gewesen mit dem Drumherum. „Ich bin sehr froh, dass wir die Kitesurf-Masters hier haben. Kitesurf-Wettbewerbe gehören einfach hierher. St. Peter-Ording wird ein Kitesurf-Domizil bleiben“, so die stellvertretende Tourismus-Direktorin, Constanze Höfinghoff. Viele Menschen seien schon am ersten Tag da gewesen und hätten sich positiv geäußert. Auch die Live-Musik am Abend sei gut angekommen. Punkt 22 Uhr sei Schluss gewesen. Das hätten auch schon einige Einwohner wohlwollend zur Kenntnis genommen. „Auch danach hat es keine Partys am Strand oder andere Vorfälle gegeben.“ Das waren typische Begleiterscheinungen des Worldcups gewesen.

Auch Lutz Kretschmer vom Nationalparkamt in Tönning ist zufrieden. Er war mit einem Stand im kleinen Event-Dorf vertreten. Immerhin fand das Spektakel im Nationalpark statt. „Ich finde, ob Worldcup oder Deutsche Meisterschaften, ist egal. Stress gibt es nur, wenn sich nicht an Regeln gehalten wird. Und das tun immer nur wenige, worunter andere dann leiden müssen.“

Fritz Lüdemann aus Hamburg trauert dem World-Cup nicht nach. Er fotografiere gern Kitesurfer in Aktion, Motive gab es für ihn mehr als genug. „Ich genieße das Feeling hier“, bekannte die 22-jährige Lena Täuber aus Rendsburg. Sie hatte es sich in einem der Strandkörbe auf dem Event-Gelände gemütlich gemacht. „Ich finde das jetzt viel gemütlicher. Der Worldcup war zu groß, und es finden genug Veranstaltungen am Strand statt. Da sollte man sich erholen können.“

Aber es gibt auch andere Stimmen. Hans Stephan aus Elmshorn macht eine Woche Urlaub im Nordseebad. „Ich finde es schade, dass der Worldcup nicht mehr da ist. Mir fehlt das internationale Flair. Partys gehören dazu. Ich habe das immer gern mitgemacht, und es randalieren doch nur einzelne“, so seine Meinung. Bei den Kitesurf-Masters vermisse er die Aktualität. Es fehlte an einer professionellen Moderation über Lautsprecher. Laien wie er könnten die Wettbewerbe kaum verfolgen.

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