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Husumer Nachrichten

07. Dezember 2016 | 15:36 Uhr

Bredstedt : Tafel benötigt neue Spender

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Nach der Schließung des Discounters Penny in Bredstedt werden auch die Lebensmittel für Bedürftige knapper.

Das Angebot wird dünner. Seitdem die Discounter-Kette Penny Bredstedt verlassen hat, sind auch die Regale der Tafel an der Osterstraße nicht mehr ganz so gut gefüllt wie sonst. „Wir sind sehr dankbar für jede Spende“, sagt Dieter Paulsen, Leiter der Bredstedter Tafel. Neben den umliegenden Supermärkten spenden vor allem auch Bäckereien, Landwirte und vereinzelt Privatpersonen Lebensmittel. Doch der Weggang von Penny mache sich deutlich bemerkbar.

Deswegen hoffen die Ehrenamtler nun verstärkt auch auf Sachspenden aus der Bevölkerung. Wer Obst oder Gemüse aus dem eigenen Anbau übrig hat, kann dieses zu den Öffnungszeiten des Welt-Ladens (donnerstags und freitags von 10 bis 18 Uhr sowie sonnabends von 10 bis 13 Uhr) oder am Tafel-Mittwoch zwischen 8 und 11 Uhr jeweils an der Osterstraße 65 abgeben.

Zwischen 70 und 80 Familien kommen wöchentlich in die Räume der Bredstedter Tafel. 20 Ehrenamtler sorgen dann für den reibungslosen Ablauf: Logistik, Ausgabe von Obst und Gemüse, Brot sowie verpackten Lebensmitteln und an der Kasse: Jeder, der etwas bekommt, gibt auch einen kleinen Betrag. „Das gibt den Dingen eine zusätzliche Wertigkeit“, sagt Ehrenamtlerin Ingelore Petersen, „wir geben die Sachen nicht ganz umsonst raus.“

Dies und weitere finanzielle Spenden sorgen für die Unterhaltung der Einrichtung. Nicht nur die Kleiderkammer im Bürgerhaus wurde auf Initiative der Tafel wieder neu belebt und sorgt seitdem regelmäßig für große Unterstützung. Auch Unternehmen, Privatleute und Vereine spenden. Regelmäßig komme beispielsweise eine Handarbeitsgruppe aus Bordelum mit finanzieller Unterstützung vorbei.

Und auch aktive Hilfsbereitschaft ist da. Inzwischen arbeiten zusätzlich einige Geflüchtete ehrenamtlich mit – dolmetschen oder übersetzen Hinweistafeln und Flyer. Gesucht werden zurzeit Fahrer, die die Lebensmittel von den Spendern an die Süderstraße bringen.

„Es ist eine unglaublich nette Atmosphäre hier“, sagt Paulsen. Aus den wöchentlichen Zusammenkünften sind im Laufe der Zeit neben der Kleiderkammer auch Sprachkurse und Koch-Angebote entstanden. „Wir machen das alle gern. Aber es ist eigentlich ein gesellschaftspolitischer Skandal, dass es die Tafel überhaupt geben muss.“

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erstellt am 30.Sep.2016 | 16:00 Uhr

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