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Husumer Nachrichten

10. Dezember 2016 | 21:24 Uhr

Eiderstedt : Stiftung erarbeitet Handlungskonzept

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Das Kuratorium der Stiftung Eiderstedter Natur spricht sich für Entwurf aus – unter anderem geht es um Kriterien für den Erwerb von Grünlandflächen.

Das Kuratorium der Stiftung Eiderstedter Natur ist in Tetenbüll zu seiner dritten Sitzung zusammengekommen und hat über das künftige Handlungskonzept der Stiftung beraten. Dabei wurde der Entwurf eines Eckpunktepapiers intensiv diskutiert und am Ende einstimmig beschlossen.

Die Stiftung Eiderstedter Natur wurde im September 2015 vom Kreis Nordfriesland, dem Deich- und Hauptsielverband Eiderstedt und der Stiftung Naturschutz gemeinsam gegründet. Zweck der Stiftung ist die Erhaltung, die Wiederherstellung und die Vermehrung von artenreichem Dauergrünland auf Eiderstedt. Ziel ist es dabei, die Eiderstedter Weidelandschaft mit ihrer typischen Vogelwelt, insbesondere der Wiesenlimikolen, der Wildgänse und der Trauerseeschwalbe sowie einer reichhaltigen Flora und Fauna großflächig zu sichern. Für die Stiftung wurde als Aufsichtsorgan ein Kuratorium eingerichtet, in dem derzeit 17 Institutionen vertreten sind, die auf Eiderstedt beispielsweise Kommunen und Landkreis, Naturschutz, Landwirtschaft, Wasserwirtschaft und Jägerschaft repräsentieren.

Wichtigster Tagesordnungspunkt der dritten Sitzung war der Entwurf „Eckpunkte für ein künftiges Handlungskonzept der Stiftung Eiderstedter Natur“. Dieses Papier war auf Beschluss des Kuratoriums von einer Kleingruppe erarbeitet und dann beraten worden. Ziel ist es dabei, die in der Satzung naturgemäß allgemein formulierten Zwecke und Ziele in ein konkretes Konzept umzusetzen, damit für alle Beteiligten Klarheit besteht über die Ausgestaltung der gemeinsamen Arbeit.

Zentrale Punkte werden vor allem Kriterien für den Flächenerwerb sein, Leitlinien für das Management von Stiftungsflächen sowie Grundsätze für Verwaltung und Monitoring der Flächen und Regelungen für den Umgang mit Tauschflächen. Die große Zahl an bereits bestehenden Konzepten und Planungen soll ausgewertet werden, damit „das Rad nicht zweimal erfunden“ werden muss. Mit diesen Aufgaben sollen möglichst bald erfahrene Fachleute beauftragt werden.

Die ausnahmslos ehrenamtlich tätigen Kuratoriumsmitglieder erörterten die Vorschläge sorgfältig und stimmten schließlich geschlossen zu. Damit erging der Auftrag an den Vorsitzenden, Bernd Scherer, und an den Geschäftsführer der Stiftung Naturschutz, Walter Hemmerling, sich um eine Finanzierung für das Handlungskonzept und darüber hinaus für die weiteren Aktivitäten der Stiftung zu bemühen.

„Das ist ein starkes Signal der Einigkeit aus Eiderstedt. Mit diesem einstimmigen Beschluss im Rücken haben wir bei den anstehenden Gesprächen mit Landkreis, Landesregierung und anderen eine gute Position“, so der Vorsitzende Scherer.

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erstellt am 14.Okt.2016 | 13:00 Uhr

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