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Husumer Nachrichten

04. Dezember 2016 | 15:17 Uhr

Öffentliche Informationsveranstaltung : Stadtbus: Die Bürger haben das Wort

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Vorschläge und Wünsche der Husumerinnen und Husumer sollen in das Konzept für die neue Ausschreibung des Öffentlichen Personennahverkehrs einfließen.

Wie fahren in Zukunft die Busse in Husum? Bei dieser wichtigen Frage wollen Verwaltung und Politik die Bürgerinnen und Bürger einbeziehen – und konkret über die Vor- und Nachteile von zwei Konzepten, die Gutachter des Planungsbüros SHP vorstellen, ins Gespräch kommen. Für Dienstag, 26. April, wird deshalb zu einer öffentlichen Informationsveranstaltung in das Nordsee-Congress-Centrum (NCC) eingeladen. Beginn ist um 18 Uhr. Bus-Sonderfahrten vom Stadtzentrum werden eingerichtet.

Der Stadtbusverkehr wird in regelmäßigen Abständen neu ausgeschrieben – das nächste Mal 2018. Dabei soll die Chance genutzt werden, auch Qualitätsverbesserungen für die Fahrgäste zu erzielen. Für die Vorbereitung der anstehenden Neuausschreibung wurden in der Stadtverwaltung mit Unterstützung aus dem Planungsbüro und von einer Arbeitsgruppe mit Vertreterinnen und Vertretern der Stadt Husum, der Umlandgemeinden, der Aufgabenträger des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV), der Industrie- und Handelskammer, der Schulen sowie verschiedener Nutzergruppen des ÖPNV Varianten für ein Busliniennetz ab 2018 entwickelt. Zwei Grundkonzepte für die anstehende Detailplanung sind nun die Favoriten und werden am

26. April präsentiert.

Das erste Konzept („Linienführung im Bestand“) für die Ausschreibung orientiert sich im Wesentlichen an der heutigen Linienstruktur. Diese wird im Detail optimiert und nutzerfreundlicher gestaltet. Alternativ dazu schlagen die Gutachter in einem zweiten Konzept („Wandel-Szenario“) vor, das Liniennetz neu zu ordnen. Dabei werden die Linien möglichst direkt in die Stadt geführt, wo sie sich an einem zentralen Rendez-vous-Halt treffen und so ein zügiges und bequemes Umsteigen ermöglicht wird.

Konzeption und Ausschreibung erfolgen in enger Abstimmung mit dem Kreis Nordfriesland, um möglichst gute Übergänge zwischen dem Stadt-, dem Regional- und dem Schienenverkehr zu gewährleisten. Das fertige Papier, in das die Ergebnisse der Veranstaltung vom 26. April einfließen werden, soll Anfang Oktober der Öffentlichkeit vorgestellt werden.

„Welche Haltestellen müssen ausgebessert werden – und welche sind nicht mehr tragbar?“ Diese und andere Fragen waren im Arbeitskreis auf den Tisch gekommen. Michael Kierek, Stützpunktleiter der Auto-Kraft in Husum, verweist auf Anfrage auf ein allgemeines Problem: „Wenn jemand über die Straße läuft, um eine Haltestelle zu erreichen, besteht immer ein Risiko.“ Es gäbe allerdings einige Plätze, die besonders gefährlich seien, wie beispielsweise die Haltestelle „Am Hafen“, direkt hinter dem Glashaus an der Deichstaße.

Um diesen Busstopp zu erreichen, muss die stark befahrene Straße, die zur Westtangente gehört, überquert werden. Weder ein Zebrastreifen noch eine Ampelanlage sorgen für Sicherheit. Und: Weder ein Unterstand noch eine Bepflasterung kennzeichnen diesen Haltepunkt. Lediglich eine Anzeigetafel mit den An- und Abfahrtszeiten ist vorhanden. Kierek schätzt, dass dort in der Woche zwei bis drei Fahrgäste zusteigen.

Hans Böttcher, Beauftragter der Stadt für Menschen mit Behinderung, betont, dass im Personenbeförderungsgesetz festgelegt sei, dass bis 2022 alle Haltestellen vollständig barrierefrei eingerichtet sein müssten. „In Husum gibt es bisher noch keine einzige vollständig barrierefreie Bushaltestelle.“ Hinzu käme, dass die Infotafeln für Rollstuhlfahrer nicht lesbar seien, da sie zu hoch angebracht wären.

Die Stadt sei am Ball, erklärte Kämmerer Dirk Pohlmann – denn im Finanzausschuss habe die Barrierefreiheit an allen Haltestellen Priorität.

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