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Husumer Nachrichten

04. Dezember 2016 | 09:15 Uhr

Mehr als eine Million Euro : Stadt muss in Sporthallen investieren

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Husum hat mehr als eine Million Euro für die Sanierung von Duschen und Umkleideräumen in vier Schulen und der TSV-Stätte aufzubringen.

Sport ist ein Lieblingsfach von vielen Kindern und Jugendlichen – das einzige zudem, bei dem sie ins Schwitzen kommen und anschließend in die Duschen strömen. Und diese befinden sich nebst der Umkleideräume „in einigen Bereichen in einem katastrophalen Zustand“, wie schon vor einem Jahr Uwe Ehrich, Vorsitzender des Ausschusses für Schule, Kultur und Sport, bei Rundgängen des Gremiums durch einige Schulen festhielt.

Nun liegt für den Bauausschuss am 8. Juni eine Bewertung aus der Verwaltung zur Sanierung verschiedener Areale vor – konkret für die Theodor-Storm-, die Hermann-Tast- und die Klaus-Groth-Schule sowie die Bürgerschule und die Jahn-Sporthalle. Dafür müssten insgesamt etwa 1,25 Millionen Euro in den Haushalt eingestellt werden. Und da es für Instandhaltungen keine Fördermittel gibt, muss Husum die Finanzierung allein stemmen. Am Mittwoch wird der Fachausschuss nach dem Sachstandsbericht um sein Votum gebeten. Die öffentliche Sitzung beginnt um 17 Uhr im Ratssaal des Rathauses. „Heißt es, ‚So machen wir das‘, dann müssen wir nur noch die Haushaltsberatungen im Dezember abwarten“, erklärt Christine Friedrichsen, Leiterin des städtischen Gebäudemanagements, auf Anfrage. „Um die finanzielle Belastung für die Stadt und die personellen Ressourcen bei der technischen Betreuung erträglich zu gestalten“, schlagen sie und die Fachleute aus dem Bauamt vor, alles über einen Zeitraum von drei Jahren zu verteilen.

Friedrichsen betont, dass die Maßnahmen keine Wünsche der Schulleitungen nach optischen Veränderungen erfüllen, sondern „nur technisch notwendige und gesetzlich geforderte Ansprüche“. Dazu gehören unter anderem neue Umkleidebänke, der Austausch von Sanitärobjekten, barrierefreie WC, neue, getrennte Damen- und Herren-Toiletten (Bürgerschule) sowie der Einbau von Waschbecken in den Duschräumen (Jahn-Sporthalle). Bei den vier Schulen ist es nach einer Novellierung der Trinkwasser-Verordnung von 2011 Pflicht, die Anlagen zur Warmwasserbereitung und damit auch Leitungen auszutauschen. „Wo mehr als 50 Menschen täglich duschen – wie auch in Hotels – wird dies verlangt.“ Es geht darum, gesundheitliche Gefährdungen durch Legionellen, die sich entwickeln können, wenn Wasser länger in den Leitungen steht, auszuschließen. Damit alle nur frisches Wasser zum Duschen bekommen, stehen technische Veränderungen auf dem Plan. Seit 2011 laufen „ersatzweise Spülungen“, was nach Friedrichsen einen erheblichen Wasserverbrauch bedeutet, der nach der Modernisierung ein Ende findet. „Es gab eine Karenzzeit – und wir haben die Maßnahmen ans Ende dieser Zeit gelegt.“ Für diese sei zudem eine sogenannte beschränkte und keine öffentliche Ausschreibung erforderlich.

Bisher stehen nur die Kosten für die Klaus-Groth-Schule von etwa 300.000 Euro fest. 45.000 Euro für die Planung sind bereits in 2015 abgerechnet worden. 2017 soll vorbehaltlich der Zustimmung der Politik mit den Arbeiten in der Grundschule begonnen werden. Die erforderlichen Mittel für die anderen Einrichtungen entsprechen „groben Schätzungen“, wie die 50.000 Euro im nächsten Jahr für die Planung der Vorhaben in der Bürgerschule – 2018 könnte es an die Umsetzung des etwa 200.000 Euro-Projektes gehen. 2017 soll das Jahr für die Jahn-Sporthalle sein: Von insgesamt rund 140.000 Euro ist die Rede; etwa 50.000 Euro fließen in die Planung der notwendigen Verbesserungen in der Hermann-Tast-Schule – die Realisierung soll 2018 erfolgen: Mit etwa 310.000 Euro wird für das Gymnasium der Löwenanteil benötigt. Mit ebenfalls rund 50.000 Euro werden die Maßnahmen in der Theodor-Storm-Schule in zwei Jahren geplant und dann voraussichtlich 2019 für etwa 125.000 Euro umgesetzt.

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erstellt am 07.Jun.2016 | 15:00 Uhr

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