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Husumer Nachrichten

25. September 2016 | 05:42 Uhr

Auftakt im Sonnenschein : St. Peter-Ording startet in die Saison

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Viele Besucher nutzten die Gelegenheit, einmal vor und hinter die Kulissen etlicher Anbieter im Badeort zu schauen. Unter anderem konnten sie dazu an einer Familien-Rallye teilnehmen.

Im Gegensatz zum Vortag wollte der Frühling gestern noch nicht so recht durchstarten. Diesig war es und minus ein Grad zeigte um 8 Uhr die digitale Anzeigetafel an der Strandpromenade von St. Peter-Ording an. Dennoch: Pünktlich um 10 Uhr, zum Beginn des Gottesdienstes anlässlich der Saisoneröffnung 2016, hatte sich die Kirche im Ortsteil Dorf bis auf den letzten Platz gefüllt. Einheimische und Gäste lauschten den festlichen Klängen des Posaunenchores und der Predigt von Pastorin Regine Boysen. „Wir freuen uns auf die Saison 2016 und auf die vielen Menschen, die für den Körper Erholung suchen und ihre Seele baumeln lassen möchten“, erklärte sie. Auch die Kirche im Ort trage mit ihrer Urlauberseelsorge, federführend Diakonin Andrea Streubier, mit ihren Angeboten in Kooperation mit der Tourismus-Zentrale (TZ) zum Wohlgefühl bei. Doch viel wichtiger, wie sie alljährlich feststelle, sei, dass die Besucher für alle Bürger auch eine Bereicherung im Sinne der Menschlichkeit sind. Es entstünde reger Austausch und so manche bleibende Freundschaft.

Die stellvertretende Direktorin der Tourismuszentrale (TZ), Constanze Höfinghoff, und Bürgervorsteher Boy Jöns, rührten gemeinsam die Werbetrommel für einen ereignisreichen Tag. Hatte doch das TZ-Veranstaltungsteam mit seiner Chefin zum dritten Mal in Folge wieder ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm mit vielen Aktionen für Jung und Alt zusammengestellt. Mit der gegen Mittag durchbrechenden Sonne kamen auch mehr Besucher in das Nordsee-Heilbad. Viele nutzten die Möglichkeit für einen Bummel durch die geöffneten Geschäfte in allen Ortsteilen am ersten verkaufsoffenen Sonntag des Jahres oder machten bei der Familienrallye „Jagd auf die Friesentorte“ mit, um dabei auch den Ort zu entdecken. Da gab es denn interessante Anlaufstellen, wie beispielsweise Führungen durch den Bauhof, das Gesundheits- und Wellnesszentrum oder die Dünentherme. Die Lütten konnten sich im Kinderspielhaus oder auf dem Reiterhof Immensee mit Ponyreiten und bei einem Geschicklichkeitsparcour vergnügen oder im Westküstenpark spannendes zum Thema heimische Tiere erfahren. Das Museum Landschaft Eiderstedt, die Gemeindebücherei und die Katholische Kirchengemeinde hatten ebenfalls geöffnet. Bäckerei Siercks, ein Familienbetrieb mit über 100-jähriger Tradition, hatte zum „Tag der offenen Backstube“ eingeladen.

„Tolle Aktionen“, fand Johanna Christiansen aus Bredstedt. Sie nahm sich vor, alle Stationen mit ihrem Fahrrad anzufahren. Das hatte sie extra mitgenommen. Nicht nur Manfred Friedrichsen aus Heide kam schlichtweg beim Blick in die „Unterwelt“ der Dünen-Therme ins Staunen. Deren technischer Leiter Bernd Hoppe erläuterte das computergesteuerte Innenleben modernster Machart und stellte Fakten in den Mittelpunkt. Allein für die drei Rutschen im Bad sind drei 40-PS-Motoren nötig, um das Wasser ständig umzuwälzen. Süßwasser wird durch Umwandlung von Seewasser selbst hergestellt, ebenso wie Chlor durch ein elektrolytisches Verfahren. Benötigte Energie produziert das hauseigene Betriebsheizkraftwerk (BHKW)zu zwei Drittel selbst. Der restliche Anteil muss dazugekauft werden. „Das spart Energiekosten“, so Hoppe. „Das hätte ich nicht gedacht, dass die Technik so aufwendig ist. Da wundern mich die Eintrittspreise nicht mehr“, so das Fazit des Gastes aus der Kreisstadt Dithmarschens. Er war einer der vielen Besucher.

Auch der Bauhof mit seinen 36 Mitarbeitern war ein beliebter Ort, um sich näher umzuschauen. Bauhofleiter Jürgen Reimers gab Interessierten gern Informationen. Besonders die Herren der Schöpfung faszinierte die Arbeit der Fachkräfte der hauseigenen Tischlerei. Tischlermeister Reinhard Plähn erzählte gern ein wenig mehr aus dem Arbeitsalltag. So sei er für sämtliche Reparaturen – vom Strandkorb, über Strandbrücken und Stege bis hin zu Pfahlbauten – zuständig. Allein 1200 Strandkörbe halte der Bauhof parat. Ein Höhepunkt war die Rettungsübung der Ehrenamtler der DLRG St. Peter-Ording gemeinsam mit der Freiwilligen Feuerwehr, nicht zuletzt unter dem Aspekt der Mitgliederwerbung. „War ein toller Tag“, fanden viele Besucher am Ende.






















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