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Husumer Nachrichten

10. Dezember 2016 | 10:01 Uhr

Westküste : St. Peter-Ording sagt Ja zur Nationalpark-Partnerschaft

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Der Umweltausschuss von St. Peter-Ording sieht in einer Nationalpark-Partnerschaft viele Vorteile und keine Nachteile. Bereits jetzt kooperieren Gemeinde und Nationalpark in vielen Bereichen.

Alles ist vorbereitet, damit Gemeinde und die Tourismus-Zentrale St. Peter-Ording bald zu den mehr als 30 Nationalpark-Partnern auf Eiderstedt zählen. Mit der offiziellen Aufnahme wird eine Zusammenarbeit besiegelt, die eigentlich schon seit vielen Jahren gepflegt wird. So befindet sich beispielseweise in der Dünen-Therme das Nationalparkhaus. Die Nationalpark-Ranger bieten Führungen im Vorland und am Strand an, es gibt ein Informationssystem und noch weitere Kooperationen. Wie stark die Zusammenarbeit ist, das wurde in der Sitzung des Umweltausschusses von St. Peter-Ording deutlich. Dort stellte die stellvertretende Tourismusdirektorin Constanze Höfinghoff den Antrag zur Nationalpark-Partnerschaft vor.

Dieses Angebot der Nationalpark-Verwaltung (NPV) existiert seit 2003 und steht für die Zusammenarbeit zwischen der NPV, Gemeinden, Naturschutzverbänden und touristischen Unternehmen und Einrichtungen der Region. Hauptziel ist, die natürliche Umwelt zu schützen und sie den Gästen der Westküste erlebbar zu machen. St. Peter-Ording mit seinen weiten Stränden, Salzwiesen, Dünen und Sandbänken inmitten des Nationalparkes Wattenmeer ist geradezu prädestiniert dafür. Im Veranstaltungskalender findet das schon seit Jahren seinen Niederschlag. Allein im vergangenen Jahr sind viele Dinge miteinander auf den Weg gebracht worden, darunter die Einrichtung des Besucherinformationssystems auf der Badbrücke, die Regelungen für das Kite-Surfen unter Einbeziehung der Wassersportverbände und die vor kurzem für zwei Jahre eingerichteten Auslaufgebiete für Hunde am Strand (wir berichteten).

Das wäre vor 23 Jahren nicht anzudenken gewesen. „Da waren es zwei Parteien, die einander gegenüber saßen“, erinnerte Ausschuss-Vorsitzender Jochen Rother (CDU), der schon ebenso lange dabei ist. Der stellvertretende Vorsitzende Reinhard Lucassen (AWG) ergänzte: „Vor fünf Jahren hätte ich noch Nein gesagt. Jetzt ist es ein Miteinander. Wir brauchen uns beide. Ich habe heute ein wesentlich besseres Gefühl, dass dieses von beiden Seiten so wahrgenommen wird.“ Ob es auch Nachteile gebe, fragte Oliver Grunau (CDU). Ein eindeutiges „Keine“, war die Antwort, „eher vorteilhaft“. Georg Werner Jensen (AWG) sah die positiven Aspekte einer Partnerschaft vor allem für künftige Regelungen, beispielsweise wenn 2019 das Strandparken zur Verlängerung anstehe. Bürgermeister und Tourismus-Direktor Rainer Balsmeier fasste es so zusammen: „Partnerschaft ist das eine. Das wirkt. Die gesetzliche Grundlage ist etwas anderes.“ Schlussendlich sprach sich das Gremium einstimmig für die Nationalpark-Partnerschaft aus. Man sieht der Zustimmung des Tourismus-Ausschusses am 1. November ebenso fröhlich entgegen wie der Möglichkeit, die Urkunde schon am 17. November in der Fachtagung des Landesbetriebs Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz (LKN) mit dem Thema „Naturerlebnis im touristischen Angebot“ im Dünen-Hus zu erhalten.

Zuvor hatte die Runde bereits einstimmig die Erneuerung des Besucherinformationssystems in Böhl beschlossen. Für die neuen Tafeln war von Ilse Stiewitt (SPD) die Kooperation mit der AG Ortschronik angeregt worden.

Im letzten Punkt der Tagesordnung ging es um den Grünabfallplatz der Gemeinde. Gemäß der neuen Grünabfallverordnung seien die existierenden kommunalen Plätze nicht mehr legal. Im Verbund mit dem Gemeindetag werde das im Lande diskutiert werden müssen, wie damit nun umzugehen ist, so Lucassen. Wenn Gemeinden einen solchen Platz dann nicht mehr vorhalten könnten, sei dieses ein Rückschritt, so Lucassen Das werde kein leichtes Thema, war man sich einig.

Bereits in der Einwohnerfragestunde war der Auftrag „Dünenmanagementplan“ vom April abgearbeitet worden. Seitens der Gemeinde sind in einer internen Arbeitssitzung des Umweltausschusses die Stellungnahmen erarbeitet, beim Land eingereicht und dort eingearbeitet worden. Der nun verbindliche Dünenmanagementplan liegt der Gemeinde seit kurzem vor. Jährliche Begehungen sind im August und September vorgesehen. Danach könnten dann für bestimmte Maßnahmen Finanzmittel beantragt werden. Die Anlieger werden demnächst informiert. Der Bürgermeister bat darum, der Verwaltung umgehend mitzuteilen, wo Handlungsbedarf bestehe, um diesen dann bei der Begehung ansprechen zu können.

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