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Husumer Nachrichten

02. Dezember 2016 | 23:16 Uhr

Tönninger Schulen unter einem Dach : SPD Tönning schlägt Schulfusion vor

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Die Grund- und die Gemeinschaftsschule vereint am Standort Badallee – diese Vision stellt die SPD-Fraktion zur Diskussion. Ihr geht es um die Sicherung des Schulstandortes Tönning.

Das rüttelte den Schul- und Sportausschuss ordentlich auf, was SPD-Stadtvertreter Stefan Runge in der jüngsten Sitzung vorschlug: die Zusammenlegung von Grund- und Gemeinschaftsschule unter einem Dach mit entsprechenden räumlichen Veränderungen. Auch vom Abriss der Stadthalle war die Rede.

Wegen dieses Antrags der SPD zur Schulentwicklung in Tönning war zu der außerordentlichen Sitzung unter Leitung des Vorsitzenden Jan-Hendrik Deharde (SPD) eingeladen worden. Absolute Ruhe trat ein, als Stefan Runge die bereits im Vorfeld mit Spannung erwartete mündliche Antragsbegründung formulierte. „Die SPD unterstützt die zukunftsfähige Entwicklung der Schulen und möchte sie voranbringen“, erklärte er. Rückblickend und auf die Anschaffung der Schulbusse anspielend stelle er noch einmal fest, dass die SPD – wie ihr oft vorgeworfen worden sei – nie Gelder „zum Fenster hinausgeworfen“ habe. Wenn die Kreise Nordfriesland und Dithmarschen in Sachen Schülerbeförderung nicht mitspielten, hätten nun mal Lösungen zum Wohle der Kinder und ihrer Bildung geschaffen werden müssen. Das falle auch unter die Rubrik Weiterentwicklung und sei schließlich wie immer ausführlich und mit größter Sorgfalt in den Fachausschüssen abgewogen und demokratisch abgestimmt worden.

Er stelle folgende Eckpunkte zur Diskussion: Würde man die Grundschule am Ostertor mit der Gemeinschaftsschule (Eider-Treene-Schule) an der Badallee zusammenführen, könne für beide Einrichtungen eine Win-Win-Situation entstehen. Gemeinsam genutzte Fachräume, Sporthalle mit -platz, und in Zukunft nur ein Schulkomplex, der zu sanieren wäre, seien nur Stichworte. Im Bereich der Eider-Treene-Schule gebe es auch Platz zur räumlichen Weiterentwicklung, und es könnte die künftig fällig werdende Sanierung des alten Grundschulgemäuers im Hochsteg eingespart werden. Ein Verkauf des Domizils beispielsweise für ein Projekt Betreutes Wohnen sei denkbar. „Nostalgie ist nicht angebracht“, so Runge.

Dringend sollten die Sportanlagen am Rieper Weg überplant werden. Einen ersten Entwurf gebe es ja schon. In diesem Zusammenhang sollte auch an den Abriss der Stadthalle zugunsten baulicher Erweiterung gedacht werden. Sie spiele veranstaltungstechnisch für die Stadt eine immer kleinere Rolle. Ansonsten müsste sie moderner ausgebaut werden. „Das sollen nur Anregungen sein. Ich würde mich über sachliche Diskussionen freuen“, bat Runge.

Friedrich Busch (CDU) meldete sich als erster und rang ganz ungewohnt nach Worten. „Das können wir nicht entscheiden. Das müssen wir erst mal in den Fraktionen besprechen“, so sein Einwand. Es werde, so beschwichtigte Runge, auch nichts entschieden. Er habe das nur als kreative Ideen vorgetragen. Auch Mery Ebsen (AWT) bestand auf Klausur in den Parteien. Das sei zu weitreichend, und es gebe noch viel Informationsbedarf. „Ich finde die Gedanken toll. Wir müssen nach vorn denken. Die Ansätze sind gut. Jede Fraktion muss kreativ sein“, so Horst-Werner Knüppel (SSW). Schulen müssen – auch die dänische – zukunftsfähig bleiben. „Ich glaube, es wird spannend und ich finde, jede Fraktion sollte ihren Schulentwicklungsplan aufstellen“, betonte Jan Diekmann (SPD). Marc Harslem, stellvertretender Schulleiter der ETS, bat nachdrücklich darum, die Leitungen der Grund- und Gemeinschaftsschule als Berater bei den Fraktionssitzungen mit einzubeziehen. Ein pädagogisch sinnvolles Konzept dürfe nicht außer Acht gelassen werden.

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erstellt am 30.Jun.2016 | 15:00 Uhr

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