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Husumer Nachrichten

07. Dezember 2016 | 23:18 Uhr

Vorführung ruft Staunen hervor : So werden Eingangstüren geknackt

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Die Rantrumer Feuerwehr demonstrierte in der Wehrführerversammlung des Amtes Nordsee-Treene das schnelle Öffnen von Türen im Notfall. Dabei kam keine Axt zum Einsatz, die Türen blieben heil.

Grundsätzlich ist es streng verboten, die Feuerwehr darf es. Sie muss es sogar manchmal – die Rede ist vom Öffnen fremder Türen. Denn neben der Feuerwehr stehen häufig Notarzt und Rettungsteam vor verschlossener Tür. Meist kommt die Hilfe gerade noch rechtzeitig, doch immer wieder gibt es auch andere Fälle – nämlich jene, bei denen jede Hilfe zu spät kommt. Wie Türen fachgerecht geöffnet werden – das demonstrierte Rantrums stellvertretender Wehrführer Marko Lorenzen jetzt auf der 13. Wehrführerversammlung des Amtes Nordsee-Treene vor vielen Aktiven im vollbesetzten Kirchspielkrug. Sein Chef, Gemeindewehrführer Karl-Heinz Hansen, hatte dazu gleich mehrere Türen mit unterschiedlichen Schlosskombinationen knacken lassen. Etliche Feuerwehren verfügen dazu über eine ganz spezielle Ausrüstung. „Und wir arbeiten so, dass die Tür bis auf das Schloss heil bleibt“, bestätigt Hansen, „die Axt kommt dabei nicht zum Einsatz.“ Staunen: maximal zwei Minuten dauerte es, bis auch das hartnäckigste Sicherheitsschloss ausgebaut war. Unter den Teilnehmern auch Nordfrieslands Kreiswehrführer Christian Albertsen, Amtswehrführer Tim Petersen, Amtsvorsteher Ralf Heßmann, Ostenfelds Bürgermeisterin Eva Maria Kühl, Ordnungsamtsleiter Thomas Magnussen und die neue Sachbearbeiterin für Feuerwehrangelegenheiten Inke Nissen.

Zunächst informierte Joachim Lampe vom Kreisfeuerwehrverband ausführlich über den Digitalfunk, dann folgte Kritik vom Kreiswehrführer: „Bei der jüngsten Kettensägen-Ausbildung wurde zu lange über die Ausrüstung diskutiert – diese 45 Minuten hätten besser für die praktischen Übungen verwendet werden können.“ Hernach kritisierte Witzworts Wehrführer Dierk Hansen „dass das Ordnungsamt außerhalb der Dienstzeiten nicht über eine Handynummer zu erreichen ist.“ Magnussen teilte dazu mit: „Die Handynummer ist beim Kreis hinterlegt – bei der zentralen Leitstelle nicht.“

Insbesondere ging es darum, welche zusätzlichen zivilen Fahrzeuge – beispielsweise ein Bagger zum Einreißen von Mauern bei einem Großbrand – ein Wehrführer anfordern darf, ohne auf den Kosten sitzen zu bleiben. Dazu die unüberhörbare Aussage von Mildstedts Wehrführer Hartmut Jessen: „Der Wehrführer muss sich eine Sicherheit von seinem Bürgermeister holen – dann kann er bestellen, was er will.“ Auch Mildstedts stellvertretender Wehrführer Holger Funk unterstrich laut: „Wenn du etwas bestellen musst, dann kannst du das auch bestellen.“ Zusage von Ostenfelds Gemeindechefin: „Die Bürgermeister wissen schon, wie sie das Ordnungsamt außerhalb der Dienstzeiten erreichen.“

„Zweimal hat der Feuerwehrtag am 11.2. (in Anlehnung an den Notruf 112) stattgefunden“, sagte Christian Albertsen. „Beim ersten Mal haben 60 Feuerwehren mitgemacht, beim zweiten Mal 70. Ich weiß nicht, ob andere Kreise da auch mitziehen werden“

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