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Kein Selbstgänger : Simonsberg zeigt wenig Interesse am Glasfaser-Ausbau

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Bei der jüngsten Gemeinderats-Sitzung kam das Thema Glasfaser erneut auf. Laut der Bürgermeisterin konnten bisher nur 20 Prozent der Dorfbewohner für die moderne Technik gewonnen werden.

Warum gibt es nicht genügend Bürger, die sich für Glasfaser entscheiden können? So lautete ein Beitrag in der Einwohnerfragestunde der jüngsten Gemeinderats-Sitzung in Simonsberg. Bürgermeisterin Angela Feddersen gab eine einfache Antwort: „Die Menschen interessieren sich nicht dafür, sie sind mit dem zufrieden, was sie haben.“ Schon seit Jahren bemühe sich der Gemeinderat, zusammen mit dem Unternehmen Freikom die Gemeinde mit der modernsten Technik zu versorgen. „Wir haben auch schon Informationsveranstaltungen zu diesem Thema durchgeführt“, so Feddersen. Bereits vor fünf Jahren habe sie das Thema Glasfaser publik gemacht. „Damals bin ich davon ausgegangen, dass dies ein Selbstgänger ist.“ Doch sie sei erschüttert über die fehlende Resonanz. „Es erschließt sich mir nicht, aber es ist so.“ Derzeit konnten gerade einmal 20 Prozent für diese hochtechnische Möglichkeit gewonnen werden. „Es ist ein Trauerspiel und nicht zu glauben“, so die Bürgermeisterin weiter. Sollte dies nicht durchführbar sein, müsse man andere Wege ausloten.

Alle Gemeindewohnungen sind derzeit belegt. Darauf machte Feddersen in ihrem Bericht aufmerksam. Es gäbe sogar eine Warteliste. Zufrieden zeigte sie sich auch über die Nutzung der Fahrbücherei. „Wurden 2015 noch 242 Ausleihungen registriert, so waren es im vergangenem Jahr gut 430“, rechnete sie vor.

Eine lebhafte Diskussion löste der Antrag eines Bürgers aus, der schließlich einstimmig abgelehnt wurde. Er beantragte, Hundetütenspender aufzustellen. Feddersen appellierte an die Hundehalter, ihrer Verpflichtung nachzukommen und die Hinterlassenschaften ihres Vierbeiners wegzuräumen. Die Gemeinde könne nicht dafür zuständig sein, dass die Hundehalter ihrer Verpflichtung nachkommen, lautete ein Kritikpunkt aus dem Gemeinderat.

Bereits im Juni des vergangenen Jahres war der Beschluss über die 11. Änderung des Flächennutzungsplanes für das Gebiet westlich der Schleuse und Lundenberg, zwischen dem Landesschutzdeich und dem Speicherbecken (Campingplatz) sowie der Satzungsbeschluss über die Änderung des B-Plans Nr. 2 für dasselbe Gebiet gefasst worden. „Die abgegebenen Stellungnahmen der Öffentlichkeit und der Behörden und sonstigen Träger öffentlicher Belange wurde in die Planungen mit eingearbeitet“, berichtete Ellen Jappsen vom Architektur- und Ingenieurbüro Todt & Bahnsen in Husum. Doch mit der verspäteten Stellungnahme der Landesplanung wurde alles über den Haufen geworfen. Für die Gemeindevertreter hieß das, den bisherigen Beschluss sowie den Satzungsbeschluss zurückzunehmen. Alle von der Landesplanung vorgegebenen Eingaben mussten nachträglich eingearbeitet werden. „Dies führt unweigerlich zu Verzögerungen in der Planung und Ausführung“, kommentierte Jappsen. Hierbei handelt es sich um die Erweiterungsabsichten des „Nordseecamping zum Seehund“ in Simonsberg. „Damit sollen zusätzlich bis zu 150 neue Stellplätze entstehen“, so Jappsen. Dazu sollen eine Sportanlage, ein Spielplatz sowie ein Sanitärbereich geschaffen werden. Die geänderte Fassung wurde einstimmig gebilligt.

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erstellt am 19.Apr.2017 | 11:00 Uhr

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