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Husumer Nachrichten

04. Dezember 2016 | 15:17 Uhr

Zugführer vor Gericht : Sexuelle Entgleisung

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Ein 35-jähriger Zugführer öffnet während der Bahnfahrt von Tönning nach Husum seine Hose – und wird zu sechs Monaten auf Bewährung veruteilt.

Wegen einer Sexualstraftat – begangenen an Heiligabend 2015 – hat das Amtsgericht Husum einen 35 Jahre alten Zugführer zu sechs Monaten Haft auf Bewährung verurteilt. Der Prozess fand unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt, das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Andere Fahrgäste im Zug saßen zu weit weg, um das Geschehen zu beobachten, und der Verurteilte bestritt den Tatvorwurf.

Wie die Justizpressestelle auf Anfrage mitteilte, folgte das Gericht der Aussage einer damals 18 Jahre alten Abiturientin. Danach hatte der Zugführer sie während der Bahnfahrt von Tönning nach Husum gegen 8 Uhr zu sich in den Fahrstand gebeten, weil er sich mit ihr habe unterhalten wollen. Tatsächlich jedoch habe der Angeklagte seine Hose geöffnet, die junge Frau gebeten, ihn sexuell zu stimulieren. Und als sie dies abgelehnt habe, habe er sich selbst befriedigt. Die junge Frau gab an, sie habe währenddessen den Fahrstand im Zug nicht verlassen, weil sie wie paralysiert gewesen sei und angenommen habe, dass die Tür im Zug verschlossen gewesen sei. Nach Darstellung des Verurteilten hatten er und die damals 18-Jährige sich gekannt – und zu solchen sexuellen Handlungen zwischen ihm und der jungen Frau sei es im Zug oder im Ruheraum am Bahnhof in Husum mehrmals gekommen. Die Anzeige habe die junge Frau aus Eifersucht erstattet, weil er ihre Frage, ob sie die einzige sei, verneint habe.

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