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Husumer Nachrichten

04. Dezember 2016 | 17:25 Uhr

Schneller zur Schule : Schulverband schickt mehr Busse los

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Der Schulverband Eiderstedt hat seine Schülerbeförderung geändert – am 14. November tritt der Fahrplan in Kraft. Er sieht fast doppelt so viele Fahrten vor.

Seine Schulen sollen attraktiver werden, hat sich der Schulverband Eiderstedt zum Ziel gesetzt. Dazu gehört auch eine an die modernen Bedürfnisse angepasste Schülerbeförderung. Zudem hatte es in der Vergangenheit Beschwerden von Eltern gegeben, dass ihre Kinder zu lange im Schulbus unterwegs oder nach der Schule zu lange auf ihn warten müssten. Ab Montag (14. November) sollen die Jungen und Mädchen nun schneller und direkter zu ihren Schulen und wieder nach Hause kommen, wie der Schulverband mitteilt. Dafür wurde der Fahrplan komplett verändert. Zudem sollen die Busse wesentlich häufiger fahren.

„Kern der Umstellung ist der Wechsel vom derzeitigen Ringsystem auf einen zentralen Knotenpunkt“, sagt Rainer Balsmeier, Vorsitzender des Schulverbandes Eiderstedt. „Garding wird zur zentralen Anlaufstelle für die Busse, die eng aufeinander abgestimmt die Schüler aus ganz Eiderstedt zu allen Schulstandorten befördern.“ Dabei sei es das oberste Ziel, die Qualität der Beförderung zu verbessern. „Zudem wird auch gerade in den Stoßzeiten die Bahn entlastet“, so Balsmeier.

Statt bislang einmal morgens und zweimal nach Schulende am Nachmittag werden jetzt sowohl zur ersten wie zur zweiten Stunde sowie nach der Schule zusätzliche Beförderungs-Möglichkeiten geschaffen. Dazu wird die Zahl der Fahrten nach Schulende in einigen Bereichen verdoppelt, so dass auch nach der 5. und nach der 9. Stunde Schüler mit den Bussen nach Hause kommen. „Manche Orte auf Eiderstedt, die bislang gar nicht angebunden waren, können zudem jetzt mit den Bussen erreicht werden“, so Balsmeier. Dazu gehören Tetenbüll, Oldenswort und Witzwort. So biete der Verband erstmals auch für Schüler aus St. Peter-Ording und Tönning, die die Grundschule in Tetenbüll besuchen, eine Busverbindung an. Insgesamt verringerten sich die Fahrzeiten für die Mehrheit der Jungen und Mädchen deutlich, ebenso die Wartezeiten nach dem Untericht.

„Wir investieren hier viel in die Entwicklung unserer Schulstandorte“, sagt Balsmeier. Bislang kostete die Beförderung rund 250.000 Euro je Jahr. „Mit dem neuen Angebot verdoppeln sich die Fahrten beinahe und damit natürlich auch die Kosten.“ Bislang wurde die Schülerbeförderung zu zwei Dritteln vom Kreis unterstützt. Da der Kreis jedoch nur die Standardbeförderung bezuschusst, nimmt der Schulverband die zusätzlichen Kosten ganz auf seine Kappe. „Der Beschluss dazu war einstimmig, daran ist abzulesen, wie wichtig dieses Thema auf Eiderstedt genommen wird“, sagt Balsmeier.

Der neue Fahrplan gilt ab dem 14. November. Bis zum 13. November fahren die Busse nach den bisherigen Fahrplänen. „Die betroffenen Eltern und Schüler haben die Informationen bereits erhalten“, sagt Marion Bernhardi vom Schulverband. „Es kann sein, dass sich in den Fahrplänen bis zum 14. November noch die eine oder andere Abfahrtzeit aus organisatorischen Gründen minimal ändert.“ Eltern und Schüler können sich deshalb auf der Webseite des Amtes über die aktuellen Fahrzeiten informieren. Für die Beförderung nach der 9. Stunde (15.40 Uhr) von der Nordseeschule in St. Peter-Ording werden Busse im freigestellten Schülerverkehr eingesetzt. Daher gibt es für diese Busse keine offiziellen Fahrpläne. Informationen über deren Linienführung erhalten alle Betroffenen in der Schule. „Es ist in jedem Fall sichergestellt, dass alle Schüler der Nordseeschule, die mit dem Bus fahren, nach der 9. Stunde nach Hause kommen“, so Bernhardi. Die Beförderung zu den Schulen außerhalb des Verbandes ist von diesen Veränderungen nicht betroffen. Diese Linien bleiben weiterhin in gewohnter Weise bestehen.

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erstellt am 09.Nov.2016 | 07:00 Uhr

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