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Husumer Nachrichten

06. Dezember 2016 | 11:21 Uhr

Diskussion im Schulverband Ostenfeld : Schul-Neubau kann günstiger werden

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Mitglieder des Schulverbands Ostenfeld bilden eine Kommission. Die Gruppe soll abwägen, ob Kosten minimiert werden können.

Geplant wurde der Neubau der Schule bereits seit einiger Zeit – aber neue Ideen erhielt der Schulverband Ostenfeld direkt vor der jüngsten Sitzung. Eine Mitarbeiterin des Instituts für Qualitätsentwicklung an Schulen Schleswig-Holstein (IQSH) stellte den elf Schulverbands-Mitgliedern weitere Möglichkeiten für das geplante Bauvorhaben vor. „Nun können wir die Pausenhalle in den Unterricht einbeziehen“, freute sich Schulverbandsvorsteherin Jutta Rese.

Im öffentlichen Teil der Zusammenkunft nahmen neben dem Gremium Schulleiterin Maren Rohloff, Bauamts-Mitarbeiterin Diana Meyer von der Amtsverwaltung Nordsee-Treene, Ute Babbe von der Betreuung der Schule sowie der Vorsitzende des TSV Ostenfeld-Wittbek-Winnert, Bernd Petersen, teil. „Wir müssen umdenken“, signalisierte die Schulverbandsvorsteherin. „Wenn wir in unseren bisherigen Raumplan einbeziehen, dass die Pausenhalle mit ihren 480 Quadratmetern zusätzlich genutzt werden kann, dann entstehen andere Kosten“, rechnet Rese ins Unreine. Nun will die Schulleiterin die neue Situation zunächst in ihrem Kollegium beraten. Danach soll der Schulverband erneut zusammenkommen. „Jetzt liegen wir bei vier Millionen Euro Baukosten“, rechnete Rese detaillierter, „wenn wir dadurch Kosten minimieren könnten, käme der Bau günstiger. Wir sollten vor der Ausschreibung erneut über eine andere Raumplanung beraten.“

Die Teilnehmer diskutierten den Vorschlag: „Dann hätten wir uns den Entwurf des Architekten Jürgen Dethlefsen auch sparen können“, intervenierte Yvonne Roloff. „Das ist ein neuer Sachstand, den wir damals nicht gewusst haben“, entgegnete dazu Olaf Thomsen. Schulleiterin Maren Rohloff versuchte beruhigend einzuwirken: „Wir wissen nicht, was die Kinder in 20 Jahren können müssen – und worauf wir sie vorbereiten müssen.“ Laut der Bauamtsleiterin Diana Meyer sind nach dem bisherigen Plan 2376 Quadratmeter angesetzt. „Damit müssten wir europaweit ausschreiben – was lange dauert. Wenn wir das neue Raumkonzept von heute ausarbeiten, dann kommen wir in einen Bereich, wonach wir unterhalb der Schwelle bleiben und nicht europaweit ausschreiben müssen“, informierte Diana Meyer die Teilnehmer über einen weiteren Aspekt. Geplant werde ein reiner Schulhausneubau mit Nachmittagsbetreuung – Mensa, Bühne und Musikraum seien nicht dabei.

„Ich möchte auf keinen Fall einen Flur, von dem aus alle Räume abgehen. Grundidee ist ein Zentrum, von dem aus alle Räume abgehen“, betonte die Schulleiterin. Wittbeks Bürgermeister Johannes Jürgensen unterstützte sie: „Das ist beim römischen Kolosseum schon so – da gehen auch alle Räume von der Mitte ab.“

Die Bauamtsleiterin signalisierte, dass sie darum bitten möchte, aus diesem Gremium eine Gruppe zu bilden, um schnellstmöglichst eine Entscheidung herbeizuführen. „Wenn es eine günstigere Möglichkeit gibt, sollten wir darüber beraten“, befürwortete Rese die Bildung einer zusätzlichen Gruppe. Die drei Bürgermeister Eva-Maria Kühl (Ostenfeld), Jutta Rese (Winnert) und Johannes Jürgensen (Wittbek) wurden ebenso in die Kommission gewählt wie die drei Schulverbandsmitglieder Gunnar Krokowski (Winnert), Yvonne Roloff (Ostenfeld) und Carsten Thomsen (Wittbek) sowie Schulleiterin Maren Rohloff und Ute Babbe.

Die Schulverbandsvorsteherin berichtete unter anderem noch, dass die Stelle der Schulassistenz zum 1. August vom Land ausgeschrieben wird. Ferner feiert der Schwimmbadförderverein am 16. Juli sein 15-jähriges Bestehen, weil gleichzeitig das Schwimmbad dann 50 Jahre alt wird – dessen Träger ebenfalls der Schulverband ist. Jutta Rese berichtete anschließend, dass ein Teil der Schüler mit dem Revierförster Christoph Rabeler im Wald war, andere besuchten das Tierheim in Ahrenshöft.

Die über- und außerplanmäßigen Ausgaben in Höhe von 33.548 Euro wurden ebenso einstimmig abgesegnet wie der Jahresüberschuss 2015 in Höhe von rund 98.670 Euro. Dieser wird der Ergebnisrücklage zugeführt, die dann einen Bestand von knapp 180.000 Euro aufweist. Abgerissen wird der auf dem südlichen Teil stehende größere Pavillon, weil an dieser Stelle das neue Schulgebäude entstehen soll. Die dort bisher untergebrachten Klassen werden in den jetzt aufgestellten Containern daneben unterrichtet.


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