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Husumer Nachrichten

05. Dezember 2016 | 03:31 Uhr

Internationales Musikfest in Hattstedt : Schmissige Klänge auf dem Mikkelberg

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Beim Internationalen Musikfest in Hattstedt räumte der Spielmannszug Rödemis ordentlich ab. 22 Gruppen aus drei Nationen nahmen teil.

Zu einer schweißtreibenden Angelegenheit wurde das dreitägige internationale Musikfest in Hattstedt am Wochenende. Bei hochsommerlichen Temperaturen gaben die Musiker von 22 Vereinen aus Deutschland, Polen und Ungarn auf dem Mikkelberg ihr Bestes – und das in Uniformen, die für kühlere Temperaturen gedacht sind. Einmal mehr stand die Veranstaltung des Spielmannszugs Hattstedt unter dem Motto „Musik kennt keine Grenzen“.

„Tolle Kulisse hier“, waren sich Hannelore und Walter Fritz aus Bremen einig. Sie schauten und hörten am Sonnabendnachmittag den Auftritten zur Marsch- und Showwertung zu. Zufällig hatten die Urlauber davon erfahren. Beim Bummel durch Husum waren sie Zaungäste, als sich acht der Bands und Spielmannszüge auf der Schiffbrücke vorstellten.

Trotz des sehr warmen Wetters waren viele Zuschauer nach Hattstedt gekommen. Mit Applaus geizte niemand. „Für einen Sonnabend ist das richtig gut“, freute sich Vereins-Chef Rune Quint, der zum ersten Mal das Fest hauptverantwortlich und gemeinsam mit rund 100 Helfern organisierte. Auch eine Premiere war die tatkräftige Hilfe von 15 in Hattstedt lebenden Asylbewerbern. So ging es darum, sich um die mehr als 1000 Spielleute zu kümmern, Parkplatz-, Kassen- und Tresendienste zu stellen, und ein Auge darauf zu haben, dass der straffe Zeitplan eingehalten wurde.

Die Gäste aus Polen vom Orkiestra Deta Gminy Zytno und dem Wind Orkiestra Liepaja waren das erste Mal in Hattstedt. „Wir sind sehr gut aufgenommen worden, und ich freue mich, dass so viele Zuschauer Interesse zeigen“, so Krzysztof Jablonski, Leiter des Orkiestra Deta Gminy Zytno aus der Nähe von Kattowitz in Südpolen. Die Musikgruppe sei erst 2010 gegründet worden und bestehe hauptsächlich aus Schülern. Zum zweiten Mal dabei war die Schalmeienkapelle Sülldorf 1964 aus Sachsen-Anhalt, wo es viele dieser Gruppen gibt. Sie erregte wieder wegen der fast exotisch anmutenden Instrumente Aufsehen. 2010 ist die Truppe Deutscher Meister geworden.

Dass das Musikfest auch Dorffest-Charakter hatte, wurde beim Internationalen Konzertabend in der Hattstedter Sporthalle deutlich. Schirmherr und Bürgermeister Ralf Heßmann moderierte. Höhepunkt war der gestrige Sonntag. Während vormittags die Konzertwertungen in der Turnhalle stattfanden, ging es auf dem Mikkelberg mit den Marsch- und Showwettbewerben weiter. Nach dem Sternmarsch durch Hattstedt und dem Einzug auf den Festplatz genossen noch mehr Besucher das anspruchsvolle Programm. Die Musiker gaben noch einmal alles – diesmal ohne Wertungsdruck. „Das ist hier das Wacken der jungen Musiker“, sagte der Bürgermeister in seinen Grußworten. Dank gebühre allen Ehrenamtlern des Spielmannszuges und den freiwilligen Helfern aus dem Ort. „Sie haben das Musikfest zu einem friedlichen Miteinander gestaltet“, so Heßmann weiter. Dank gelte Henry Buhl für die Nutzung der Anlage Mikkelberg.

Der Spielmannszug Rödemis I sahnte ab. Er heimste die Pokale Marsch der Klasse Ib und Show III jeweils mit Auszeichnung als tagesbester Zug ein. Stabführerin Silja Pairott errang zudem die Benotung tagesbeste Dirigentin in der Show-Klasse III, Marsch- und Standspielbewertung. Platz eins in der Klasse IIa Konzert holte das Wind Orchestra Liepaja. Tagesbester Dirigent in dieser Klasse wurde Dirigent Valerijs Sestilovskis. Sieger in der Klasse IIc Konzert wurde der Spielmannszug Bredstedt sowie dessen Dirigent Thore Klein. Platz 1 in der Klasse II d Konzert errang die Schalmeienkapelle Sülldorf. Platz eins mit Auszeichnung in der Klasse Ia Marsch ging an die Show-Brassband Heikendorf und deren Dirigentin Madline Lentins.

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