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Husumer Nachrichten

10. Dezember 2016 | 13:54 Uhr

Garding : Rockiger Ausklang des Sommers

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Bis zu 3000 Besucher lockte die Musikantenbörse pro Abend in die Innenstadt von Garding. Die Veranstalter sind sehr zufrieden mit der Resonanz.

„Die Musikantenbörse ist und bleibt eine Erfolgsgeschichte. Ich bin sehr zufrieden. Es waren wieder tolle Musiker da und ein gut gelauntes Publikum“, so das Fazit von Rainer Martens, Liedermacher und Chef des gemeinnützigen Vereins „Musik für Garding“ als Veranstalter. Noch einmal rockten die Musiker am letzten von insgesamt acht Abenden auf fünf Bühnen Gardings Innenstadt. Wieder zog Live-Musik verschiedener Genres tausende Menschen an. Wirkten die Straßen noch kurz nach Geschäftsschluss wie ausgestorben – nur die 20 ehrenamtlichen Helfer und Musiker bauten auf – strömten Punkt 19 Uhr die Besucher in die Stadt. Schnell waren die Bänke und Tische in der Engen Straße, vor der Offenen Bühne für die Nachwuchsmusiker, auf dem Hopfenmarkt, und in der Fahrtstraße voll besetzt. Selbst drinnen im Alten Rathaus, wo diesmal „Nomi & Mac“ mit Rags und Blues begeisterten, waren alle Stühle belegt. Zum Abschluss ließ Petrus nach den nicht immer trockenen Sommertagen auch die Sonne scheinen. „Ich habe nur fröhliche Menschen erlebt. Selbst die Regenschauer an einigen Abenden schreckten die Menschen nicht ab“, ergänzt Kassenwart Rolf Wienecke. Im Schnitt seien es pro Abend wohl, so Andreas Daniel vom Vorstandsteam, an die 2000 bis 3000 Menschen gewesen, die sich durch die Enge Straße geschlängelt hätten.

Im 20. Jubiläumsjahr 2017, kündigt Martens an, werde es am ersten Abend besondere musikalische Höhepunkte geben. Dass das für die Stadt sehr wichtige Sommer-Ereignis so reibungslos und friedlich verlaufe, sei nicht nur der eingespielten Helfer-Crew, so Bürgermeisterin Andrea Kummerscheidt, zu verdanken, sondern auch den Anwohnern. Sie würden schließlich ohne Murren jeweils fast fünf Stunden einen beachtlichen Geräuschpegel dulden. „Ich bin ein großer Fan der Musikantenbörse. Sie bedeutet für mich laue Sommerabende, gute Musik, Kommunikation in geselliger Runde, und sie ist über die Grenzen Nordfriesland hinaus bekannt“, sagte sie weiter. Auch den letzten Abend ließ sie entspannt und froh in trauter Runde auf der Meile ausklingen. Auch für Stadtvertreter Bernd Petersen gilt: „Die Musikantenbörse gehört zu Garding. Wir alle profitieren davon.“ „Das Event ist klasse“, so Stadtvertreter Torben Knutzen. Abwechslungsreich für alle Altersgruppen sei die Musik.

Unter den Besuchern waren auch viele Urlauber, so wie Fritz Amon aus München. „Eine tolle Sache. Ich fühle mich fast wie im Biergarten“, meinte er schmunzelnd. Er saß mit Ehefrau Elisabeth vor der Lütt-Matten-Bühne in der Engen Straße und amüsierte sich köstlich über den Auftritt des Trios „KuRaiChrischnas“, bei dem auch Matten-Wirt Rainer Martens mitspielte. „Die blödeln richtig schön rum“, freuten sich die Gäste aus der bayrischen Landeshauptstadt. Vor der Hopfenmarkt-Bühne hatte Renate Lauf aus Hamburg ihren Spaß. Sie liebe die Band „Bounds“ aus ihrer Heimatstadt. „Die sympathischen Jungs machen Spaß mit ihren Popliedern mit Indie-Einflüssen“, so ihr Kommentar. Mit eigenen deutschen Texten punkteten auf der Kontor-Bühne die Musiker der Flensburger Gruppe „VierPunktEins“, wobei die Musik einen gewissen Härtegrad an Metal gemixt mit Hardrock hatte. Das eher jüngere Publikum geizte nicht mit Applaus. „In2Parts“, dahinter verbergen sich die beiden Schwestern Julia Sophie (18) und Louisa Marie Mohr (15) aus Tönning, sangen sich schnell in die Herzen der Zuhörer. Zuweilen gab es kaum ein Durchkommen zur Offenen Bühne neben dem Alten Rathaus. „ Es ist einfach nur schön hier in Garding. Klasse Mucke, Essen und Trinken satt und tolle Atmosphäre“, fand Wolfgang Bethke aus Stuttgart. Die weiteren Bands des Abends waren „Hüttenfolk“, „Tom Jack & The Bigharmonicaman“ und „Megaklippo“.

Die einstige Idee, eine Sommermeile vor der Musikantenkneipe zu machen, stammte übrigens von dem bekannten Gardinger Liedermacher Knut Kiesewetter. Daraus entwickelte sich das heutige Event. Der Begriff spielt auf Musiker an, die früher beim Arbeitsamt Schlange gestanden haben, um für ihr Engagement vorzuspielen.

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