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Husumer Nachrichten

10. Dezember 2016 | 08:03 Uhr

Alarm in Tating : Reetdachhaus in Flammen

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Wieder hat ein Reetdachhaus auf Eiderstedt gebrannt. Drei Feuerwehren waren in Tating im Einsatz, um in der Nacht zu Freitag (12. August) Schlimmeres zu verhindern. Verletzt wurde niemand.

Großalarm am Donnerstag (11. August) um 23 Uhr: Im Hochdorfer Weg 2 stand ein Reetdachhaus in Flammen. Unter Leitung von Wehrführer Heinz-Dieter Hecke rückten alle drei Fahrzeuge und 24 Einsatzkräfte aus. Vor Ort schlugen die Flammen bereits hell aus dem Dach. Auch die St. Peteraner Feuerwehr eilte mit sechs Fahrzeugen und 35 Einsatzkräften herbei. Hecke ließ das Haus öffnen und in beiden Ferienwohnungen nach Bewohnern suchen. Sie waren jedoch unbewohnt. Mittels der ausgefahrenen St. Peteraner Drehleiter begaben sich Atemschutzgeräteträger hinauf zum Dach. Gegen 2 Uhr wurde die Tetenbüller Wehr nachalarmiert, denn es wurden dringend weitere Atemschutzgeräteträger benötigt. Sie rückte mit zwei Fahrzeugen und 23 Mann an. Der Wind spielte in dieser Nacht mit und blies so, dass die anderen Häuser im so genannten Reetdach-Viertel von Tating nicht in Gefahr waren. Die Bundesstraße 202 wurde vor Ort voll gesperrt. Außerdem war ein Rettungswagen aus der Wache Garding im Einsatz sowie die DRK-Bereitschaft aus Garding. Sie sorgte vor Ort für die Verpflegung der Feuerwehrleute. Denn diese arbeiteten die gesamte Nacht hindurch. Für die Tatinger Feuerwehr gab es dann am Freitagvormittag erneut Alarm: Handwerker, die in der Nähe des Brandortes arbeiteten, hatten den Notruf gewählt, denn aus dem Gebäude stieg Rauch auf. „Zunächst hatten wir vermutet, dass dort ein Glutnest wieder in Gang gekommen wäre, aber es war eine Matratze, die glimmte“, erklärt Hecke.

Die Wehren auf Eiderstedt sind derzeit gefordert. Bereits am Mittwoch vor einer Woche hatte es in St. Peter-Ording gebrannt, ebenfalls ein Reetdachhaus, ebenfalls am späten Abend. Das weckt Erinnerungen an die Serie im Herbst 2014, als drei Reetdachhäuser im westlichen  Eiderstedt abbrannten.

Die Schadenshöhe beläuft sich auf mehrere 100.000 Euro. Die Kriminalpolizei ermittelt. Sachdienliche Hinweise nimmt die Polizei unter Telefon 04841/8300 entgegen.


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