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Auftrag vergeben : Radweg nach Sönnebüll wird preiswerter als gedacht

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Der 1,5 Kilometer lange Abschnitt soll 283.000 Euro kosten. Das Sind 70.000 Euro weniger, als zunächst berechnet wurde.

„Was lange währt, wird endlich gut“ – das Sprichwort gilt nun auch für die Gemeinde Vollstedt. Alle Zeichen für den lang ersehnten und vor allem der Sicherheit der Schulkinder geschuldeten Radwegebau zwischen der Kommune sowie Sönnebüll auf einer Länge von etwa 1,5 Kilometern entlang der westlichen Seite der Kreisstraße (K) 46 stehen auf Grün. In Zusammenarbeit mit der Nachbargemeinde Sönnebüll war es gelungen, eine Fördersumme aus der Nationalen Klimaschutzinitiative des Bundesumweltministeriums zu akquirieren. Die Hälfte der Baukosten wird bezuschusst. An der Restsumme ist Sönnebüll mit einem Drittel beteiligt.

In der jüngsten Sitzung vergaben Vollstedts Gemeindevertreter nach erfolgter Ausschreibung einen einstimmigen Auftrag an den günstigsten Anbieter – sechs waren im Rennen – mit einem Volumen von 283.000 Euro. „Das ist ein erfreuliches Ergebnis. Damit liegen wir 70.000 Euro günstiger wie vorausgeplant“, stellte Bürgermeister Hans-Jakob Paulsen fest. Die Vorarbeiten seien bereits gelaufen. Etwa 120 Bäume entlang der Straße wurden mit Genehmigung der Unteren Naturschutzbehörde (UNB) des Kreises Nordfriesland gerodet. Nach Abschluss der Arbeiten müssen Ersatzpflanzungen vorgenommen werden. Bis Mai 2018 muss der Bau vollendet sein, sonst verfallen die Fördermittel. „Wir liegen gut im Zeitplan“, so Paulsen.

Zum Regionalplan des Landes Schleswig-Holstein zur Windkraft erklärte der Bürgermeister: „Wenn der Plan so durchsteht, hätten wir erhebliche Einbußen. Viele Flächen würden für unsere Gemeinden nicht bleiben.“ Im Norden des Gemeindegebietes würden acht Windmühlen von insgesamt 13 „rausfliegen“, im Osten zwei von zwölf, insbesondere wegen der Abstandsregelungen. Paulsen: „Die Vollstedter stehen hinter der Windenergie. Wir sollten daher darauf drängen, dass die Flächen erhalten bleiben.“ Einstimmig folgte die Runde seinem Rat und beauftragte das Amt, eine entsprechende Stellungnahme abzugeben. Paulsen selbst stimmte wegen Befangenheit nicht mit ab. Er rechne damit, dass es mindestens noch eine zweite Runde im Verfahren gebe.

Hans-Jacob Paulsen informierte, dass die Evangelische Kindertagesstätte Struckum aus allen Nähten platzt. In den nächsten drei Jahren können keine Kinder mehr aufgenommen werden. Zunächst sei ein Anbau im Gespräch gewesen. Mittlerweile habe der Eigentümer des benachbarten Hauses angeboten, es zugunsten der Einrichtung zu verkaufen. Ein Umbau wäre günstiger. Der Kreis Nordfriesland als Aufsichtsbehörde wäre einverstanden. „Es gibt sogar Zuschüsse.“

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