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Husumer Nachrichten

06. Dezember 2016 | 23:00 Uhr

Tönning : Qual der Namenswahl

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Der Tönninger Fremdenverkehrsverein ist auf der Suche nach einem passenderen Titel. Er will sich künftig stärker um Veranstaltungen in der Stadt kümmern.

Der Fremdenverkehrsverein Tönning braucht einen neuen Namen. Darüber sind sich die 70 Mitglieder einig. „Mit Fremdenverkehr und Vermietung haben wir schon lange nichts mehr zu tun. Das machen die Profis von der Tourist-Info. Wir haben uns auf die Fahnen geschrieben, Veranstaltungen für Tönninger und Gäste auf die Beine zu stellen“, machte der einstimmig wieder gewählte Vorsitzende, Ralf Hinrichsen, in der Jahresversammlung deutlich. Zudem sei es wichtig, dann auch den Status der Gemeinnützigkeit vom Finanzamt zu erhalten. „Derzeit dürfen wir keine Spendenbescheinigungen ausstellen. Das verlangen aber immer mehr Sponsoren. Wenn wir das dürfen, habe ich die Hoffnung, neue Mitglieder, vor allem Gewerbebetriebe, zu gewinnen, aber auch den einen oder anderen Spender mehr zu motivieren“, führte er weiter aus. Mehr Sponsorengelder würden zudem der Veranstaltungsreihe „Musik am Markt“ gut tun.

Seine Idee sei, den Verein in „Unser Tönning“ umzubenennen. Er verbinde damit außerdem eine langfristige Vision: Er könne sich vorstellen, dass alle Vereine der Eiderstadt unter diesem Dach eine zusätzliche Info-Plattform bekommen. An der Aktualisierung der Homepage werde ohnehin gearbeitet. Die gemeinsame Bündelung aller Interessen hätte viele Vorteile.

Der ins Spiel gebrachte Name fand grundsätzlich breite Zustimmung. Aber: „Ich hätte ein Problem damit. Wir beschränken uns durch den Namen auf die Stadt“, wandte Mitglied Johannes Schornstein an. „Unser Tönning für Gäste und Eiderstedter“ wäre sein Vorschlag. Weitere Ideen aus der Runde waren „Tönning für Alle“ oder „Moin Tönning“. „Ich finde, wir sollten uns mehr Zeit zum Nachdenken geben. Unser Tönning wäre mir auch zu wenig“, so Mitglied Mery Ebsen. Die Anwesenden kamen überein, sich Gedanken zu machen und sie dem Vereins-Chef mitzuteilen. „Ich werde dann zu einer außerordentlichen Mitgliederversammlung einladen, um über das Thema zu beraten und zu entscheiden. Ich möchte das gern bald in Angriff nehmen“, so Hinrichsen.

Die Wahlen brachten eine Verjüngung des Vorstands mit sich. Zur neuen Kassenwartin wählte die Versammlung Bettina Delitzscher sowie zur neuen Schriftführerin Ortrud Schornstein, beide einstimmig. Am Jahresanfang hatten Ute Hansen als Schriftführerin sowie Martin Hansen als Kassenwart überraschend aufgehört. Spontan war Johannes Schornstein als Kassenwart eingesprungen. „Ich finde es toll, dass jüngere Damen die Verantwortung übernehmen“, so der Vorsitzende. Er blicke daher positiv in die Zukunft.

In diesem Jahr seien die fünf Veranstaltungen „Musik am Markt“ gut angenommen worden. Wegen steigender Kosten und höherer Auflagen werde alles zwar nicht einfacher, doch es sei wichtig, die Reihe kontinuierlich weiterzuführen. Für den 23. November ist ein Laternenumzug mit allen vier Kindergärten der Stadt geplant. Er startet um 17.30 Uhr auf dem Marktplatz und wird vom Spielmannszug Rödemis begleitet. Am 28. Oktober berichtet im Rahmen der „Erzähl-mir-was-Reihe“ Pastorin Gisela Mester-Römmer in der Katinger Kirche vom Leben auf dem Lande. Am zweiten Wochenende des Weihnachtsereignisses werden sich wieder Freiwillige aus dem Verein einbringen.

Der Vorsitzende bat Bürgermeisterin Dorothe Klömmer nicht nur um Grußworte, sondern gab ihr auch Kritik mit auf den Weg. Er sei von Bürgern im Rahmen der Feierlichkeiten zum 425. Stadtjubiläum im vergangenen Jahr angesprochen worden, die eine Fest-Nachlese vermisst hätten. Moniert worden sei auch, dass der externe Veranstalter im Bereich des Marktplatzes Bauzäune hatte aufstellen lassen, teilweise vor einem der Restaurants. „Ich finde es schade, dass das nicht zu mir vorgedrungen ist. Ich werde es aber besprechen“, sagte die Stadt-Chefin zu. Sie bedanke sich für die geleistete ehrenamtliche Arbeit zugunsten der Kultur der Stadt. „Ich finde es gut, dass sie den Namen ändern möchten“, so Klömmer.

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