zur Navigation springen

Husumer Nachrichten

06. Dezember 2016 | 15:11 Uhr

Motorsport in Nordfriesland : PS-Monster am Start

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Dröhnende Motoren und Gummi-Geruch: Tausende Zuschauer erlebten beim „HotWheelz Husum“ auf dem Schwesinger Flugplatz spektakuläre Beschleunigungsrennen.

Schon zum fünften Mal gestaltete sich am Wochenende der Flugplatz bei Schwesing zum Anlaufpunkt für Motorsport-Begeisterte. Das HotWheelz-Dragster-Rennen ist ein Beschleunigungsrennen der Superlative. 150 Fahrer hochgetunter Motorräder und PS-Boliden aus dem In- und Ausland jagten minütlich über die Start- und Landebahn, um die eine Viertelmeile (402 Meter) lange Rennstrecke in möglichst kurzer Zeit hinter sich zu lassen. Dabei erreichten sie teilweise Geschwindigkeiten von mehr als 300 Stundenkilometern. Einige Fahrer werden beim Start derart in die Sitze gedrückt, dass das Vierfache des Körpergewichts auf sie einwirkt.

„Jeder, der einen fahrbaren Untersatz hat, kann an dem Beschleunigungsrennen teilnehmen, dazu zählen natürlich auch amtlich nicht zugelassene Fahrzeuge“, sagte Veranstalter Michael Ebsen. Um den unterschiedlichen Leistungen der Vehikel gerecht zu werden, sind die Teilnehmer in verschiedenen Wertungsklassen an den Start gegangen.

Doch nicht jeder erreichte die Ziellinie. Julian Rose mit seinem Altered-Dragster (siehe Foto Titelseite), der 5,7 Liter Hubraum hat und „irgendwo zwischen 800 und 900 PS haben dürfte“, kam schon nach wenigen Metern zum Stehen. „Die Kardanwelle ist abgedreht, es war wohl doch ein wenig zu viel Leistung, nun ist wieder schrauben angesagt“, so der 28-Jährige. „Aber das gehört bei diesem Hobby dazu, dass man wesentlich mehr schraubt als fährt“, erklärte der Hamburger, der vor 13 Jahren seinen Hang zum Motorsport entdeckt hat, den er wohl, wie er meint, von seinem Vater hat.

„Wir sind sehr zufrieden mit dem Verlauf der Veranstaltung, zu der einige tausend Besucher gekommen sind“, resümierte Michael Ebsen, der das Rennen zusammen mit Sven Franzen alias Hanson organisiert hat. Abgesehen von einem so genannten Rain-Out von gut eineinhalb Stunden am Sonnabend spielte das Wetter mit. „Wir haben eine Kooperation mit dem Dragracing Club Denmark (DCD), deshalb kamen 40 Prozent der Teams aus unserem nördlichen Nachbarland“, sagte der 50-Jährige aus Wacken. Sehr gut angenommen worden sei auch das Jedermann-Fahren. Das leistungsstärkste Fahrzeug war in diesem Jahr ein Pontiac mit mehr als 1500 Pferdestärken. „Aber es gab viele, die im Acht-Sekunden-Bereich lagen, und das ist natürlich bei eben über 400 Metern schon recht flott“, so Ebsen.

Abseits der Rennpiste wurde den Zuschauern ebenfalls einiges geboten. So konnten Technik-Fans einen Blick in die Fahrerlager werfen. Und beim intensiven Blick über die Schultern der Mechaniker kam es nicht selten zu Fachgesprächen unter Experten. Doch auch jene Gäste, deren Herzen für historische Fahrzeuge oder amerikanische Autos schlagen, kamen auf ihre Kosten.

Auch im kommenden Jahr will Ebsen mit seinen 34 Mitarbeitern für zwei Tage die Start- und Landebahn zu einer Rennpiste umgestalten.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen