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Husumer Nachrichten

06. Dezember 2016 | 11:11 Uhr

Straßensanierung in Garding : Probleme mit dem Regenwasser

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

In Garding verläuft die Kanalisation an der B 202 teilweise auf privatem Grund und muss verlegt werden. Im kommenden Jahr soll die Hauptverkehrsader saniert werden.

Zwischen Katharinenheerd und Tating soll die Fahrbahn der B  202 erneuert werden. Garding liegt mitten in diesem Sanierungsbereich. Es wurden bereits durch die Ingenieurgemeinschaft Sass & Kollegen in Albersdorf die Schmutz- und Regenwasserkanäle gefilmt. Arndt von Drathen stellte dem Gardinger Bauausschuss in seiner jüngsten Sitzung nun das Ergebnis der Untersuchungen der über zwei Kilometer langen Kanaltrasse vor. Während im Schmutzwasserbereich nur kleinere Mängel festgestellt worden seien, sei der Schaden an den Regenwasserkanälen beträchtlich. „Gut 80 Prozent der Anschlüsse sind marode oder schadhaft“, erklärte von Drathen. Doch es gebe noch ein weiteres Problem. „Manche Kanalbereiche verlaufen auf privatem Grund.“ Diese müssten in den öffentlichen Raum verlegt werden. Die Arbeiten seien bereits in Gang. Die gesamten Baukosten bezifferte von Drathen auf gut 840.000 Euro. Das gesamte Vorhaben würde in zwei Abschnitten ausgeführt.

Mit der Straßendeckensanierung, die im kommenden Jahr begonnen werden soll, dürften erhebliche Verkehrsprobleme auftreten, so der Ausschuss-Vorsitzende Bernd Petersen (CDU). So werde es seiner Meinung nach weiträumige Umleitungen über die Landstraßen geben. „Wenn es tatsächlich soweit kommt, müssen wir mit den Anliegern sprechen, da mit Störungen zu rechnen ist“, forderte Petersen.

Gute Nachrichten hatte Bürgermeisterin Andrea Kummerscheidt. „Mit dem geplanten Baumarkt Schröder geht es weiter.“ Es soll eine Halle errichtet werden, erklärte sie in der Einwohnerfragestunde.

Weiter beschäftigte sich der Ausschuss mit der ehemaligen Landesberufsschule für Heizungs- und Klimatechnik, die 2006 geschlossen wurde. Anfangs sei keine dauerhafte Nachnutzung gefunden worden, berichtete Sven Methner vom gleichnamigen Planungsbüro in Meldorf. Erst im vergangenem Jahr ist der ehemalige Internatsteil zu einem Wohngebäude mit Appartementwohnungen umgebaut worden. Doch die Nachfrage nach kleinflächigem und günstigem Wohnraum sei ungebrochen sehr groß, wie auch die Bürgermeisterin bestätigte. Dies gelte insbesondere für die im Tourismus Beschäftigten in der Region, für die es kaum entsprechende Angebote gebe. „Aufgrund der hohen Nachfrage haben wir uns entschlossen, dass auch das leerstehende Schulgebäude entsprechend umgebaut werden darf und zusätzlich ein Neubau errichtet werden kann“, so Kummerscheidt weiter. Hierfür hat der Vorhabenträger, die UVU Schulte GmbH in Berlin, bereits ein Vorhaben- und Erschließungsplan vorgelegt. Nach kurzer Beratung wurde der geänderte Entwurf des vorhabenbezogenen Bebauungs-Planes Nr. 34a einstimmig abgesegnet.

Der Bebauungsplan Nr. 34b beschäftigte das Gremium ebenfalls. Hierbei handelt es sich um die Fläche zwischen der ehemaligen Landesberufsschule und der Herrenmühle. Während der frühzeitigen Beteiligung der Öffentlichkeit hatten Anwohner der Herrenmühle einen Katalog von Anregungen vorgelegt. Dabei setzten sie sich dafür ein, dass ein Fußgängerweg im südöstlichen Teil des Geländes eingerichtet werden solle und die Erschließung und der Baustellenverkehr nicht über die Herrenmühle führen dürfe. Auch die Firsthöhe war Gegenstand der Diskussionen. So setzten sich Bewohner der Herrenmühle dafür ein, dass sich die Höhe an der Oberkante der Fahrbahn orientiere. Das Gremium stimmte diesem Ansinnen zu und entschied außerdem, dass die Bezugshöhe gemessen von der Straßenhöhe auf 9,40 Meter festgesetzt werde. Hingegen wurde der Wunsch nach weiteren öffentlichen Parkplätzen nicht befürwortet. In diesem Gebiet gebe es genügend, hieß es. Auch über die Nutzung des allgemeinen Wohngebietes wurde gesprochen. Dabei wurde klar gestellt, dass die Errichtung von Schank- und Speisewirtschaften, kirchlichen Einrichtungen und Hotels nicht gestattet werde.

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