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Husumer Nachrichten

09. Dezember 2016 | 01:04 Uhr

Pokémon Go : Pokémon-Ärger in Schobüll

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Fans des Handyspiels sorgten am Sonnabend für einen Polizeieinsatz in Schobüll.

Seit gut einem Monat ist das Handyspiel Pokémon Go in Deutschland verfügbar. In Husum scheint der Hype um die virtuelle Monsterjagd noch nicht abgeflaut zu sein. Zumindest sorgte eine Gruppe von Pokémon-Spielern am vergangenen Sonnabend für einen Polizeieinsatz in Schobüll. An den Sitzgelegenheiten nahe des Schobüller Stegs treffen sich die örtlichen Pokémon-Spieler regelmäßig – dort lassen sich die kleinen Monster besonders gut fangen.

Bei den Gästen und Betreibern des angrenzenden Campingplatzes rufen diese Zusammenkünfte nicht gerade Begeisterung hervor. Vor allem, weil die Spieler in den vergangenen Tagen mit ihren Autos bis zum Sitzplatz fahren konnten – der Poller, der den Weg eigentlich versperren soll, war kaputt.

„Es standen unten zu Beginn der Woche bis zu 15 Autos“, erklärt Campingplatz-Betreiberin Heike Jensen. Durch die ständige An- und Abfahrt, aber auch durch laute Musik und das Liegenlassen von Müll fühlen sich ihre Gäste gestört. Einige hätten schon angedeutet, aufgrund des Lärms wohlmöglich nicht wiederzukommen. Mehrfach hätten die Urlauber in den vergangenen Wochen die Polizei gerufen.

Die rückte zumindest am vergangenen Sonnabendabend auch an, nachdem sich Campingplatz-Besucher über vermeintlich falsch parkende Autos beschwert hatten. Die Beamten haben allerdings keine Verstöße feststellen können, heißt es von der Pressesprecherin der Polizei.

Die Fahrt zum Sitzplatz sollte zumindest seit Dienstag erschwert sein: Der Poller sei repariert, erklärte Thomas Leißner vom Kommunalen Servicebetrieb Husum.

Die Husumer Pokémon-Spieler müssen künftig also wieder etwas länger laufen – so sie es denn nicht schaffen, den Poller wieder selbst herunterzuklappen.

Die Betreiber des Campingplatzes hoffen vor allem darauf, dass der Pokémon-Hype in den kommenden Wochen wieder abklingt.

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