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Husumer Nachrichten

03. Dezember 2016 | 01:23 Uhr

Zehn Aktive fehlen noch : Pflichtwehr: 20 Bürger erhalten Post

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Mitte Oktober kommt es in Friedrichstadt zur zweiten Einberufungswelle für die Pflichtfeuerwehr. Noch fehlen zehn Aktive, um die Sollstärke zu erreichen. Der Brandschutz in der Stadt ist gewährleistet.

Damit der Brandschutz in der Stadt Friedrichstadt auch den gesetzlichen Anforderungen genügt, die Mannschaftsstärke der seit Anfang des Jahres bestehenden Pflichtwehr auch dem Feuerwehrbedarfsplan entspricht, muss die Amtsverwaltung Nordsee-Treene in Mildstedt wieder Briefe verschicken. 20 Schreiben an Bürger im Alter zwischen 18 und 50 Jahren werden Mitte Oktober eingeworfen. Der Inhalt: Verpflichtungserklärungen für die Pflichtwehr.

Bei den Brandbekämpfern in der Stadt zwischen Eider und Treene versehen gegenwärtig 41 Aktive Dienst, es müssten aber 50 sein. Und anders als bei einer Freiwilligen Feuerwehr, wo die Mannschaftsstärke durchaus sehr flexibel sei, sollte sie bei der Pflichtwehr schon eingehalten werden sagt Bürgermeister Eggert Vogt auf Anfrage. Daher, so unterstreicht er, werde nun auch nachgeordert, denn insgesamt seien bislang schon 67 Bürger „einberufen“ worden, doch viele von ihnen hätten nicht dienen können. Dafür gibt es manigfaltige Gründe, angefangen von der beruflichen Unabkömmlichkeit, über private Motive bis hin zu körperlichen Beeinträchtigungen. Zudem hätten einige der Angeschriebenen gar nicht mehr im Holländerstädtchen gewohnt.

Die für die Pflichtwehr im April dieses Jahres Zwangsverpflichteten haben größtenteils ihre Feuerwehrausausbildung absolvieret. „Niemand in der Stadt muss sich Sorgen machen, der Brandschutz ist gewährleistet. Wir sind auch nicht mehr zwingend in jeder Situation auf die Hilfe der Nachbarwehren angewiesen, dennoch werden Koldenbüttel und Seeth weiterhin alarmiert“, beschreibt das Stadtoberhaupt die Lage.

Bereits 2014 schrammte Friedrichstadt ganz knapp an einer Pflichtwehr vorbei. Grund für die Gründung im April dieses Jahres: Austritte von Aktiven und arbeitsplatzbedingte Wohnortwechsel hatten dazu geführt, dass bei Weitem nicht mehr genügend Feuerwehrleute ihren Dienst in der Freiwilligen Stadtfeuerwehr Friedrichstadt verrichteten. Der Personalbestand war auf nur 23 Aktiv abgesackt, 50 hätten es aber nach den Vorschriften des Landes-Brandschutzgesetzes mindestens sein müssen.

Übrigens, alle die Mitte Oktober das Schreiben vom Amt zugestellt bekommen, müssen darauf reagieren. Denn nach Paragraf 19 der Gemeindeordnung Schleswig-Holstein ist jeder Bürger verpflichtet, Ehrenämter und ehrenamtliche Tätigkeiten für die Gemeinde zu übernehmen und auszuüben. Nur gewichtige Gründe, wie bereits genannt, können als Ablehnungsgrund akzeptiert werden.

Die Friedrichstädter Feuerwehr steht gut da, denn neben einem neuen Einsatzfahrzeug soll sie auch eine neue Wache erhalten. Allerdings steht noch nicht fest, wann es so weit sein wird. Die Stadt beharrt nämlich auf ihrem Vorkaufsrecht für ein Grundstück neben der alten Eidermühle. Der Käufer des Geländes sieht dies aber nicht ein. Nun muss ein Gericht darüber entscheiden. Nach Vogts Angaben wäre das neue Areal ideal für die Feuerwache, denn von dort wären die Fahrzeuge sehr schnell an jedem Ort in der Stadt. „Die Entscheidung über das Grundstück kann sehr schnell fallen, womöglich aber auch erst in Jahren“, sagt der Bürgermeister.

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erstellt am 25.Sep.2016 | 12:00 Uhr

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