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Stellplatznot in Husum : Ordnungsamt auf Parkplatz-Suche

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Wie soll während der Bauzeit des Shopping-Centers Ersatz für fehlende Stellflächen geschaffen werden? Die Husumer Verwaltung hat konkrete Pläne

Parkraum ist knapper geworden in Husum, seitdem das City-Parkhaus fehlt. Und er wird knapp bleiben, bis das Husum Shopping-Center mit seinen großzügigen Stellflächen eröffnet ist. „Wir hatten daher von der Stadtpolitik den Auftrag erhalten, zu prüfen, wo man zusätzliche Parkmöglichkeiten generieren kann, und uns im Stadtgebiet gründlich umgesehen“, informierte Ordnungsamtsleiter Malte Hansen die Mitglieder des Bauausschusses.

Die schlechte Nachricht zuerst: „Alle begutachteten Großflächen haben wir verworfen“, so Hansen. Die Areale, wo früher Kongresshalle, Iven-Agßen-Schule und Volkshochschule standen, seien als temporäre Parkplätze ebenso wenig tauglich wie die Koppel am ZOB. „Denn die müssten alle schnell und bis zum Ende der Bauarbeiten zur Verfügung stehen – und das ist eben nicht der Fall.“

Also hätten er und ein Mitarbeiter vom Tiefbauamt sich andere Orte in der Stadt vorgenommen – mit mehr Erfolg: „Zum Beispiel den Bereich der Langenharmstraße, den die CDU vorgeschlagen hat. Da kann man das Parken mit Automaten regeln, und das werden wir auch machen.“ Am Damm sollen ebenfalls einzelne Stellplätze eingerichtet werden, hier allerdings zur zeitlichen Begrenzung per Parkscheibe. „Und im Bereich Norderstraße/ Markt, wo wir derzeit ein eingeschränktes Halteverbot haben, schlagen wir vor, einzelne Bereiche als Kurzzeitparkplätze auszuweisen, wo halbstündiges Parken mit Parkscheibe erlaubt ist – begrenzt auf die Bauzeit des Shopping-Centers“, so Hansen.

Auch die Grünen hatten sich des letztgenannten Bereichs angenommen und einen Antrag vorgelegt, für die Nordseite der Norderstraße zwischen Herzog-Adolf-Straße und Markt ein absolutes Halteverbot in Erwägung zu ziehen und zugleich zu prüfen, ob im Bereich Markt eine Ladezone und/oder ein Behindertenstellplatz ausgewiesen werden könne. Auch einige bewirtschaftete Kurzzeitparkplätze auf der Südseite der Großstraße westlich der Fahrradabstellanlage können sich die Grünen vorstellen. „Und wir sollten den im Mobilitätskonzept Innenstadt entaltenen Plan des Shared Space für Fußgänger, Radfahrer und Autos zügig vorantreiben, denn das würde alle Probleme in der City lösen“, mente Barbara Ganter. Da die Autofahrer sowohl das eingeschränkte Halteverbot auf der Nordseite des westlichen Teils der Norderstraße sowie die Maßgabe, dass dort eigentlich nur Anlieger durchfahren dürfen, „konsequent missachten“ würden, sei eine Änderung geboten. „Zumal die geringe Straßenbreite in diesem Abschnitt den Begegnungsverkehr von größeren Fahrzeugen und Radfahrern nicht zulässt, ohne letztere zu gefährden.“

Ein absolutes Halteverbot würde die Geschäftsinhaber in dem Bereich treffen, gab Ulf von Hielmcrone (SPD) zu bedenken. Und schlug eine andere Lösung vor: „Die Bürgersteige sind dort extrem breit. Man könnte auf jeder Seite 50 Zentimeter wegnehmen und den Kantstein versetzen.“ Ohne einen Umbau sei das Problem nicht zu lösen.

Seiner Einschätzung nach habe die Stadt ein „Riesen-Parkplatzproblem“, so von Hielmcrone weiter. Besonders im Süden, im Bereich der Schulen, herrsche ein „unglaublicher Druck“. Auch Konzepte wie Car Sharing – von Alfred Mordhorst (CDU) im Verlauf der Sitzung ins Spiel gebracht – würden allein keine Abhilfe schaffen. „Wir werden Geld in die Hand nehmen müssen, um Parkflächen zu schaffen“, war sich von Hielmcrone sicher. Und freute sich besonders darüber, dass die Neue Freiheit nun doch nicht bebaut werde und als Großparkplatz erhalten bleibe. Was von den Anwesenden mit beifälligem Nicken quittiert wurde.

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erstellt am 17.Mär.2017 | 13:00 Uhr

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