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Husumer Nachrichten

05. Dezember 2016 | 03:29 Uhr

Gefährliche Verhältnisse : Oldenswort fehlt ein Bürgersteig

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Gemeindevertreter plädieren für eine schnelle Lösung in der Osterender Chaussee und schreiben Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr an.

„Muss erst etwas passieren, bevor die Straßenbauverwaltung reagiert?“, fragte Wilfried Massow (CDU) in der Sitzung der Oldensworter Gemeindevertreter und leitete damit eine Diskussion über einen notwendigen Gehweg entlang der Osterender Chaussee in Richtung Ortsausgang ein. Bürgermeister Frank-Michael Tranzer (SPD) erinnerte an die jahrelangen erfolglosen Bemühungen um die Landesstraße 32 unter Beteiligung der Behörden und Anwohner. Er brachte einen behelfsmäßigen Fußweg ins Gespräch, der in Eigenregie gebaut werden könnte. Für den Vorsitzenden des Bauausschusses, Rainer Dobbertin (CDU), wäre der Bau eines Bürgersteigs mit einer gleichzeitigen Erneuerung der stark beschädigten Straße die Ideallösung. Einstimmig sprachen sich alle dafür aus, das Amt mit einem Schreiben an den Landesbetrieb für Straßenbau und Verkehr (LBV) zu beauftragen. Darin soll die Behörde erneut auf die Situation hingewiesen und um eine schnelle Lösung gebeten werden. Außerdem wird dabei der Zustand der westlichen Dorfstraße und die dort weiterhin fehlende Entwässerung der Oberfläche zu reklamieren sein.

Grünes Licht von allen Beteiligten gab es für die Anlage eines Parkstreifens entlang der Harbleker Chaussee bis zur Brücke am Königskampweg (wir berichteten). Es bestehe nach Auskunft von Fachleuten keine Gefahr, dass die dazu verwendeten Rasengittersteine dank einer besonderen Unterkonstruktion in den Sielzug abrutschen können, teilte der Gemeindechef mit. Mit dem gleichen Votum stimmte die zehnköpfige Runde dem Vorschlag des Kreises zur Ausbesserung der Oldensworter Wege zu. Der Kostenanteil für die Gemeinde beträgt rund 54.  000 Euro. Ein Unternehmen erhält zusätzlich den Auftrag, die Grandbeläge des Lohgerberwegs, des Carsten-Hans-Wegs sowie des Bodderwegs einmal jährlich instand zu setzen. Kostenpunkt: insgesamt 1400 Euro.

Einvernehmen bestand über den Kauf einer weiteren kleinen Windmühle, die auf dem Gelände des Klärwerks errichtet werden soll. Die sechs Kilowatt-Anlage wird so groß sein wie die Mühle, die dort seit Jahren in Betrieb ist. Diese leistet rund 12.500 Kilowatt jährlich. Davon werden 10.000 Kilowatt vor Ort verbraucht – der Rest wird ins Netz eingespeist. Die neue Anlage kostet ohne Fundament 22.  500 Euro. „Eine sinnvolle Investition“, so Jürgen Adolf Jebe (WVO). „Die Bagger rollen bald“, freute sich der Bürgermeister, als es um die neuen Baugebiete ging. Dem Antrag der SPD-Fraktion folgend stimmten alle für die von Hauke Koopmann vorgeschlagenen Straßennamen. So soll der Weg durch das Gewerbegebiet „An de Schützenwarft“ heißen, weil hier während des Nordischen Krieges, Mitte des 17. Jahrhunderts, auf einer unbewohnten Warft Schießübungen vorgenommen wurden. Die Straße im Wohngebiet bekommt den Namen „Norddahl“. Gegen weitere Aktienkäufe bei der Schleswig-Holstein Netz AG sprachen sich neun Gemeindevertreter aus. Einer enthielt sich der Stimme. Das bisherige Wertpapierpaket soll jedoch erhalten bleiben. Angesichts wirtschaftlicher Unsicherheiten hatten zuvor Massow und Jebe zur Vorsicht gemahnt.



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