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Husumer Nachrichten

08. Dezember 2016 | 05:09 Uhr

Husumer Speicher : Noren Fritsch gibt das Ruder weiter

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Die Geschäftsführerin des Kulturzentrums Speicher wurde verabschiedet. Ab September übernimmt Enzo Giovanni Panozzo.

„Kultur ist eine Herzensangelegenheit.“ Dieses Zitat von Enzo Giovanni Panozzo, dem neuen Geschäftsführer des Speicher, hätte auch als Motto in Husums alternativen Kulturzentrum stehen können. Dort verabschiedeten Speicher-Fans, Ehrenamtler und Vertreter von Stadt und Kreis Noren Fritsch mit Geschenken und herzlichen Worten des Danks. Fritsch gibt nach siebeneinhalb Jahren die Leitung ab.

Im Mittelpunkt stand nicht nur die künftige Berlinerin selbst – ihr Engagement und ihre besondere Fähigkeit, den Speicher weiter zu entwickeln, wurde ausdrücklich gelobt –, sondern auch die Bedeutung dieses Kulturzentrums für die Stadt: „Im Speicher ist Platz für kulturelle Vielfalt – lasst Euch darauf ein“, forderte Fritsch in ihrer Abschiedsrede, in der sie die Zuhörer auch dazu motivieren wollte, offen für „schwierige, sperrige Kunst“ zu bleiben.

Dass der Job als Speicher-Geschäftsführer nicht immer ganz einfach ist, erfuhr der 28-jährige Kulturmanagement-Student Panozzo unter anderem durch die Rede des Vorstandsmitglieds Kunobert Guderian, der den fünfköpfigen Vorstand und seinen Geschäftsführer mit einer Rudermannschaft verglich, bei der es fünf Steuermänner und nur einen Ruderer gebe.

Auf diese Situation ging auch Bürgermeister Uwe Schmitz in seiner Rede ein: „Dein Job ist meinem nicht ganz unähnlich. Wir sind beide irgendwie Geschäftsführer, das letzte Wort aber haben andere. Das sind Systeme, auf die wir uns bewusst eingelassen haben.“

Dass er sich vom basisdemokratischen Grundmodell des Kulturzentrums nicht schrecken lasse, und das Ruder im Speicher gerne übernehme, machte Panozzo dann in seinem Grußwort deutlich: Er freue sich sehr auf Husum und die Arbeit dort, er verbinde mit dem Speicher tolle Konzerte und ein vielseitiges Veranstaltungsprogramm, das in großen Teilen Noren Fritschs Engagement zu verdanken sei. „Du hast die Latte hoch gehängt“, erklärte er – auch deshalb sei er froh, dass seine Vorgängerin ihm in der Einarbeitungsphase im September noch zur Seite stünde.

Heike Büttger und Gunnar Thöle aus dem Speicher-Vorstand erinnerten an besondere Begebenheiten aus den vergangenen sieben Jahren. Beide lobten die neuen Veranstaltungen und den neuen Geist, den Noren Fritsch in dieser Zeit in das Kulturzentrum gebracht habe: „Die Hemmschwelle, in den Speicher zu gehen, ist durch Deine Arbeit bei vielen gesunken.“

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erstellt am 16.Jul.2016 | 15:00 Uhr

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