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Husumer Nachrichten

05. Dezember 2016 | 15:41 Uhr

Gesundheitsreport : Nordfriesen selten krankgeschrieben

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Die Techniker Krankenkasse hat Daten von knapp 207.000 Versicherten ausgewertet. Das Ergebnis: In Nordfriesland gab es 2015 deutlich weniger Fehlzeiten als bei den Kreis-Nachbarn.

Mit durchschnittlich 16,1 Fehltagen waren Arbeitnehmer im Kreisgebiet im vergangenen Jahr seltener krankgeschrieben als die meisten Schleswig-Holsteiner. Das geht aus dem aktuellen Gesundheitsreport der Techniker Krankenkasse (TK) in Schleswig-Holstein hervor.

Im Vergleich zu den Nachbarn im Kreis Schleswig-Flensburg (17,5 Tage) und Dithmarschen (17,9 Tage) gab es im Raum Nordfriesland deutlich weniger Fehlzeiten aufgrund von Krankheit. Und mit einer Differenz von 0,7 Fehltagen liegt der Kreis unter dem Landesschnitt. Schleswig-Holstein-weit am seltensten krankgeschrieben sind die Arbeitnehmer aus dem Kreis Stormarn mit nur 15,9 Fehltagen. In Neumünster ist die Zahl der Fehltage mit 19,7 am höchsten. Doch auch wenn Nordfriesland im Landesvergleich gut abschneidet, sollte der Wert durchaus kritisch betrachtet werden, erklärt Dr. Johann Brunkhorst, Leiter der TK-Landesvertretung Schleswig-Holstein. Schließlich sind die Krankheitstage 2015 im Vergleich zum Vorjahr um fast einen Tag angestiegen.

Diesen Trend beobachtet die Krankenkasse in fast allen Regionen Schleswig-Holsteins. Nur Neumünster und Flensburg konnten einen leichten Rückgang verzeichnen. „Betriebliches Gesundheitsmanagement wird mit Blick auf die steigenden Krankheitstage zunehmend wichtiger“, sagt Brunkhorst zu der Entwicklung. „Die Anforderungen im Berufsalltag steigen stetig. Die Digitalisierung bringt zwar viel Erleichterung mit sich, gleichzeitig bekommen die Mitarbeiter immer mehr neue Aufgaben. Das belastet viele Men-schen, genauso wie die zunehmend schwieriger werdende Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

Unternehmen sollten daher die Gesundheit ihre Mitarbeiter aktiv fördern. Brunkhorst: „Wir dürfen nicht nur darüber sprechen, was Beschäftigte krank macht, sondern auch darüber, welche Ressourcen wir fördern können, damit sie lange gesund bleiben. Dabei geht es um viel mehr als ergonomische Arbeitsplätze. Es geht um gute Strukturen und darum, die Mitarbeiter einzubeziehen und vor allem um Wertschätzung.“

Zu den Hauptursachen für eine Arbeitsunfähigkeit zählten im vergangenen Jahr Erkrankungen des Muskel-Skelett-Systems, psychische Probleme sowie akute Infekte der oberen Atemwege.

Für den Gesundheitsreport 2016 wertet die Techniker Krankenkasse die Krankschreibungen und Arzneimittelverordnungen der 4,6 Millionen bei der TK versicherten Erwerbspersonen aus. Dazu zählen sozialversicherungspflichtig Beschäftigte und Empfänger von Arbeitslosengeld I. In die schleswig-holsteinische Auswertung flossen somit die Daten von 206.903 Versicherten.

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erstellt am 11.Aug.2016 | 12:00 Uhr

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