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Husumer Nachrichten

03. Dezember 2016 | 20:53 Uhr

Tönning : Neues Leben für historisches Gebäude

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Das Landschaftliche Haus in Tönning soll umfangreich saniert werden, auf dem hinteren Grundstück sollen neun Wohnungen entstehen.

Vier Bauvorhaben standen im Fokus der jüngsten Sitzung des Bauausschusses von Tönning. Zu neu war die vorgetragene Idee des Architekten Gerhard Hinrichs, als dass schon der nötige Bebauungsplan Nr. 30 hätte in Angriff genommen werden können. Dabei geht es um das ehemalige, mittlerweile verkaufte Landschaftliche Haus in der Schleusenstraße. Der Altbau direkt an der Straße soll umfangreich saniert und zweigeschossig ausgebaut werden. Dort will die Besitzerin mit ihrer Familie danach selbst wohnen. Im hinteren Grundstücksbereich soll ein zweigeschossiger moderner Bau mit Dachgeschoss entstehen. Geplant sind neun Wohnungen, etwa zwischen 60 und 80 Quadratmeter groß, die meisten davon barrierefrei und damit besonders geeignet für Senioren. Im Innenhofbereich können dann noch ausreichend viele Stellplätze eingerichtet werden. „Dafür wäre aber ein Bebauungs-Plan erforderlich“, so Hinrichs.

Der Ausschuss-Vorsitzende Hauke Schmidt (AWT) gab den Ring frei zur Diskussionsrunde. „Das kann man nur gut heißen“, stellte Stefan Runge (SPD) fest. Auch Helge Harder (SSW) beurteilte das Vorhaben grundsätzlich positiv. Es komme insbesondere im Hinblick auf die geplanten Wohnungen der innerstädtischen Entwicklung zugute. Die ehemalige Gaststätte sei ja längst kein Hingucker mehr. Allerdings müsse sich ein Neubau auch in das Stadtbild einfügen. „Es dürfen keine Bauklötze entstehen. Ich brauche deshalb mehr Input und Modellzeichnungen“, so Harder. Die künftige Ansicht, so Peter Tetzlaff (CDU), müsse von allen Seiten stimmig sein. Mit drei Stimmenthaltungen beauftragte das Gremium den Planer, weiter an dem Projekt zu arbeiten und es in der nächsten Sitzung detaillierter vorzustellen. Eine Kostenübernahme-Erklärung der künftigen Investorin liegt, darauf wies Büroleiter Matthias Hasse hin, bereits vor. Das Landschaftliche Haus hat historisch große Bedeutung für die Landschaft Eiderstedt. Dort tagte seit Ende des 17. Jahrhunderts die Landesversammlung, sozusagen das Parlament von Eiderstedt. Zuletzt wurde es als Hotel und Restaurant genutzt. So war es Gildelokal der Ringreiter.

Auch an dem Projekt Weiterentwicklung des Fünf-Sterne-Campingplatzes Comfort-Camp-Eider am Freizeitpark soll der Architekt – laut einstimmigem Votum – weiter planen. „Dafür brauchen wir die erste Änderung des B-Planes Nr. 16“, so Hinrichs. Der Eigentümer der Anlage möchte im vorderen Bereich – in der Nähe der Anmeldung – eine öffentliche Sauna bauen. Das sei der Tatsache geschuldet, weil es im nahen Freibad keine mehr gibt. Zur Anlage gehöre außerdem die gegenüberliegende etwas vertieft liegende Grünfläche. Dort werde auf lange Sicht der Bau eines Gartenhauses sowie einiger Einzelhütten für Übernachtungsgäste geplant. Auch diesbezüglich gehe es, so Hinrichs, in die Feinplanung.

Auch der Betreiber des Strandhotels Fernsicht möchte seinen Betrieb zukunftsfähig ausbauen und um einen Hotelkomplex erweitern. Der bestehende Altbau soll innen wie außen nach neuestem Standard aufgepeppt werden. Hierzu liegt dem Kreis Nordfriesland ein Bauantrag vor. Die Baubehörde habe, so informierte der Büroleiter, signalisiert, dass eine zunächst geplante Änderung des B-Planes Nr. 31 wegen einer zum Einsatz kommenden Ausnahmeregelung nicht erforderlich ist. Alles Weitere hänge nun vom Kreis ab.

Schließlich empfahl der Ausschuss der Stadtvertretung die Aufstellung der ersten Änderung des B-Planes Nr. 18 – Sonderfläche Multimar Wattforum. Auf dem Außengelände soll wie bereits berichtet ein Fischottergehege gebaut werden. Eine solche Anlage durfte laut bisherigem Baurecht nicht installiert werden.

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