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Husumer Nachrichten

07. Dezember 2016 | 21:25 Uhr

Gedenkstätte Husum-Schwesing : Neues Konzept greift erst im Frühjahr

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Aber die Umgestaltung der KZ-Gedenkstätte Husum-Schwesing mit kleinem Besucherzentrum und einer Außen-Ausstellung ist auf dem Weg.

Die KZ-Gedenkstätte Husum-Schwesing wird in ihrer neu konzipierten Form nicht, wie ursprünglich geplant, im September eröffnet. „Diesen Termin können und wollen wir nicht einhalten“, kündigte Johanna Jürgensen im Kuratorium der Stiftung Nordfriesland an. Mitte Oktober sei möglich, so die Geschäftsführerin der Stiftung: „Aber das wäre strategisch ungünstig, weil wir im Winter eh zumachen wollen.“ Also soll die dann sowohl baulich als auch konzeptionell attraktiver gewordene Gedenkstätte nun im kommenden Frühjahr, Ende April  /  Anfang Mai, für die Öffentlichkeit freigegeben werden – mit einem kleinen Besucherzentrum und einer Außen-Ausstellung (wir berichteten).

Unterdessen haben die Ergebnisse der Ausschreibung die Pi-mal-Daumen-Rechnung von Burkhard Jansen (lag bei 183.000 Euro) um zehn Prozent überschritten (tatsächlich: 200.000 Euro). In diesem Zusammenhang sprach der Leiter des Fachbereiches Kreisentwicklung, Bau und Umwelt des Kreises von „Kleinmaßnahmen“, bei denen er die Einheitspreise nach der Honorarordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI) nicht werde einhalten können. Entstanden seien die Mehrkosten beim Schulungsraum und den Sanitäranlagen.

Jürgensen berichtete noch von einer Planungslücke bei der inhaltlichen Arbeit im Besucherzentrum, für die sich allerdings eine Lösung abzeichne. Die Bürgerstiftung Schleswig-Holsteinische Gedenkstätten habe ihr Personal aufstocken können, so dass sich deren stellvertretender Vorsitzender Dr. Harald Schmid (Jürgensen: „Der beste Kenner der Gedenkstätten-Landschaft in Schleswig-Holstein!“) als wissenschaftlicher Mitarbeiter zur Verfügung stelle. Der Experte kümmere sich dann um die drei Themen im Besucherzentrum – die, so Jürgensen, mit der wissenschaftlich fundierten Ausstellung, die von der Hamburger Historikerin Nina Holsten für den Außenbereich konzipiert wird, „nicht sehr verzahnt sind“.

Wenn es nach Jürgensen geht, könnten Führungen in der KZ-Gedenkstätte und entsprechende Vorbereitungen in Schulen künftig auch von sogenannten FSJ-lern übernommen werden. Die Geschäftsführerin der Stiftung Nordfriesland machte dem Kuratorium deutlich, für wie sinnvoll sie zwei solcher Beschäftigungsverhältnisse („Damit wäre eine gegenseitige Vertretung und Unterstützung gesichert!“) auf der Basis eines freiwilligen sozialen Jahres im Bereich Kultur hält. Zu tun gäbe es genug, sagte Jürgensen und nannte neben dem Gedenkstätten-Projekt in diesem Zusammenhang auch Tätigkeiten im Kreisarchiv, Aufbau und Pflege eines Online-Event-Kalenders und die Begleitung von Veranstaltungen als Beispiel. Fachbereichsleiter Jansen taxierte die Kosten für die Einrichtung einer solchen Stelle, über die – wie es hieß – im Herbst entschieden werden müsse, auf rund 1000 Euro pro Arbeitsplatz.

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