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Husumer Nachrichten

08. Dezember 2016 | 23:18 Uhr

Bordelum : Neues Baugebiet kann erschlossen werden

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Bordelums Bürgermeister berichtet von hoher Nachfrage an Bauland. Auch sozialer Wohnungsbau soll mit einbezogen werden.

„Wir konnten inzwischen die weitere Koppel für das geplante Baugebiet erwerben. Deshalb sollten wir keine Zeit verlieren, in die weitere Planung einzusteigen. Bei mir melden sich fast täglich Interessenten“, verkündete Bordelums Bürgermeister Peter Reinhold Petersen in der jüngsten Gemeinderats-Sitzung. Grund genug also, den Auftrag an den Planer Frank Springer zu erweitern, auch das neue Areal mit zu überplanen. Einstimmig segneten die Vertreter das ab.

„Wir sollten dabei auch unbedingt an den sozialen Wohnungsbau denken und dafür Flächen vorsehen. Wo im Einzelnen, das sollten wir überfraktionell klären – und ebenso, ob eine Wohnungsbaugesellschaft eingeschaltet werden soll oder vielleicht ein privater Investor“, fand Vertreter Dirk Paulsen. Auch damit konnte sich die Runde identifizieren.

Wie berichtet, hatten die Mitglieder des Bauausschusses bereits im Rahmen eines Ortstermins vor wenigen Tagen den groben Rahmen abgesteckt: Vorgesehen für die Bebauung ist eine insgesamt etwa drei Hektar große Fläche, angrenzend an das Schul- und Kindergartengrundstück. Erschlossen werden soll das künftige Baugebiet, darüber waren sich alle einig, über den Fru-Metten-Weg. Anzufahren wäre es dann von der Koogchaussee aus, die von der Dorfstraße in Richtung Reußenköge führt.

Einstimmig folgte das Gremium auch der Empfehlung der Bauausschuss-Mitglieder, den Instandhaltungsvertrag für die Straßenbeleuchtung zu kündigen und neu auszuschreiben. Mit der Flexibilität des jetzigen Unternehmens bei kurzfristig nötigen Einsätzen besteht Unzufriedenheit. Zudem soll eine etwa acht Hektar große Rasenfläche („bekannt als Pastor-Jensen-Fläche“) im Ortsteil Büttjebüll, Leegeland, in eine Heidefläche umgewandelt werden. Auch das war dem Gemeinderat empfohlen worden. „Für die Kommune wird das kostenneutral“, so der Bürgermeister.

Der Finanzausschuss-Vorsitzende Dirk Paulsen erläuterte, dass die Bauhofmitarbeiter nötige Anschaffungen angemeldet hatten, wie beispielsweise eine Wildkrautbürste oder einen Dampfstrahler. Zudem sei bei einem Fahrzeug die Tüv-Untersuchung fällig und es werden noch Reparaturkosten anfallen. Insgesamt sollten 25.000 Euro in den Haushalt eingestellt werden, so Paulsen. Auch das winkten die Vertreter durch, ebenso wie die Jahresrechnung 2012 inklusive Eröffnungsbilanz. „Die Bilanz ist nun Grundlage für alle künftigen Haushalte. Das Vermögen der Gemeinde inklusive Abschreibungen ist bewertet worden“, erläuterte Paulsen. Bordelum hat ein Vermögen von 9,8 Millionen Euro. Dieses umfasst beispielsweise Grundstücke im Wert von 3,2 Millionen Euro und Maschinen im Bauhof im Wert von 337.000 Euro. Insgesamt kann ein Überschuss von 125.000 Euro auf Rücklagen verbucht werden. Diese belaufen sich dann auf insgesamt 2,5 Millionen Euro.

„Uns würde als umweltfreundliche Gemeinde die Anschaffung von zwei Elektroautos gut zu Gesicht stehen“, so Paulsen weiter. Dazu habe er ein Leasingangebot vorliegen, wonach jährlich 8000 Euro zu zahlen wären. Die Fahrzeuge sollen dann allen Bürgern zur Nutzung zur Verfügung stehen. „Damit soll die Akzeptanz für E-Mobile gestärkt werden“, so der Ausschuss-Vorsitzende. Technisch könne sich jeder per Smartphone oder Computer mit einem Code für geplante Fahrten anmelden. In der Gemeinde Klixbüll laufe das bereits gut. Grundsätzlich befürworteten die Gemeindevertreter das Projekt. Es soll eine Arbeitsgruppe aus allen Fraktionen gebildet werden, die die praktische Handhabung und Umsetzung abklärt.

Der Gemeinde-Chef berichtete außerdem über die Verkehrssituation auf der Dorfstraße. Insbesondere zu Spitzenzeiten müssen die betroffenen Fußgänger, insbesondere Schüler, lange warten, bis sie gefahrlos queren können. Oft werde auch schneller als die erlaubten 30 Stundenkilometer gefahren. Das stellt die Polizei regelmäßig bei Kontrollen fest. „Wir sollten dringend prüfen, wie wir die Situation entschärfen können. Ich fände eine Dauerblitzeinrichtung nicht verkehrt“, so Siegfried Puschmann. Die Verkehrsaufsicht des Kreises solle nun eingeschaltet werden.

Schließlich bedankte sich Petersen beim ehrenamtlichen Schwimmbadteam unter der Regie von Gönke Petersen sowie Dieter Johannsen und Peter Zöllner für die erfolgreiche Saison 2016. Außerdem wies der Bürgermeister noch einmal darauf hin, dass in der VR-Bank-Filiale an der Dorfstraße ein Defibrillator zur Verfügung steht. Er könne im Notfall von jedermann bedient werden und sei frei zugänglich.

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