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Husumer Nachrichten

09. Dezember 2016 | 06:56 Uhr

Ehemaliges Haus der Jugend : Neue Stadtunterkunft für Asylbewerber

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Nach nur drei Monaten Bauzeit sind sechs Wohnungen im ehemaligen Haus der Jugend fertig gestellt.

Im früheren Haus der Jugend sind sechs Wohnungen für Asylbewerber fertig gestellt worden. Die neuen Bewohner befinden sich im laufenden Asylverfahren und werden bis zur Entscheidung des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge in den 60 bis 80 Quadratmeter großen Wohnungen in der Hermann-Tast-Straße ein Zuhause auf Zeit haben. Ihr Einzug ist für demnächst vorgesehen. „Vier bis sechs Personen können wir in einer Wohnung unterbringen“, so Gabriele Holler-Iatropoulos vom Gebäudemanagement der Stadt, die sich mit ihrem Kollegen Uwe Petersen um die Umsetzung des Projektes kümmerte.

Die neuen Unterkünfte entsprechen dem einfachen Standard, die Einrichtung übernimmt die Neue Arbeit Nord aus Bredstedt, eine Gesellschaft, die das Kreisgebiet mit gebrauchten Möbeln versorgt und damit Menschen unterstützt, die sich in einer wirtschaftlich schwierigen Situation befinden. Die Betreuung der Asylbewerber durch ehrenamtliche Helfer wird durch die Fachstelle Migration im Diakonischen Werk koordiniert.

Das Gebäude, das sich in der Trägerschaft der Stadt befindet, beherbergt bereits eine Kindergartengruppe, die vom Kinderschutzbund betreut wird. Viele Nationalitäten treffen aufeinander und dementsprechend ist jede Menge los bei den Kleinen. Genügend Platz zum Austoben bietet ein Spielplatz gleich hinter dem Haus.

Der Umbau in einem Teil des Objektes dauerten drei Monate, die Entscheidung dafür fiel im Oktober/November 2015. Die Stadt dachte seinerzeit voraus, um dem Zustrom an Flüchtlingen vorzubeugen. „Deren Anzahl ist zwar inzwischen zurückgegangen, aber immer noch hoch“, so Ordnungsamtsleiter Malte Hansen. Mit Blick auf 2015 sei zwar mittlerweile nicht mehr von einem „Krisen-Niveau“ die Rede, aber es sei notwendig, Wohnungen für Flüchtlinge vorzuhalten. Für den Rest des ersten Halbjahres 2016 sei Husum damit gut aufgestellt, sagt Hansen.

Insgesamt 44 Jahre Kinder- und Jugendarbeit im Gebäude in der Hermann-Tast-Straße wurden vor zwei Jahren beendet. Das Haus der Jugend befindet sich seitdem unter dem neuen Namen BISS als Kinder- und Jugendforum der Stadt in der Norderstraße 15.

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erstellt am 10.Mai.2016 | 07:00 Uhr

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