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Husumer Nachrichten

11. Dezember 2016 | 14:58 Uhr

Landesbetrieb plant neu : Neue Hoffnung für den Schafberg

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Die Gemeinde Westerhever soll nach Protesten gegen den geplanten Abtrag des Schafbergs, im Vorland vor dem Leuchtturm, nun doch Stellung zum Planfeststellungsverfahren beziehen.

Nach einem langen Tag mit einer zehnstündigen Sichtung auf einer Strecke von fast 70 Kilometern lautete die einhellige Bilanz „die Deiche befinden sich in einem guten und wehrfähigen Zustand“. Vom Sperrwerk am Eiderdamm bis zur Finkhaushallig wurde im Rahmen der Herbstdeichschau des Landesbetriebs für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz (LKN) auf der Halbinsel Eiderstedt das Bollwerk gegen die See in Augenschein genommen.

Im Bereich der Überfahrt zum Leuchtturm Westerhever wurden die Teilnehmer von einer Gruppe demonstrierender Einwohner aus der Gemeinde erwartet. Sie forderten den Erhalt des Schafbergs im Vorland. Der soll nach Plänen des LKN abgetragen und als Ausgleichsfläche für die derzeitige Deicherhöhung Wobbenbüll (wir berichteten) und für weitere Küstenschutzmaßnahmen genutzt werden. „Dieses Thema bewegt die Gemeinde sehr. Wir betrachten den Schafberg als Kulturgut und sehen ihn auch als Wellenbrecher vor dem Deich“, machte Westerhevers Bürgermeister Olav Dircks deutlich. Die Nichtberücksichtigung der Gemeinde beim Planfeststellungsverfahren hätte zu Irritationen geführt. Ausführlich erläuterte LKN-Direktor Dr. Johannes Oelerich den Sinn und Zweck von Ausgleichsmaßnahmen. Dass die Gemeinde im Planfeststellungsverfahren nicht gehört wurde, führte er darauf zurück, dass dem LKN nicht die alten Pläne aus den 1920-Jahren zur Verfügung gestanden hätten. Da gehörte der Bereich des Schafbergs noch zur Gemeinde. Nach den aktuellen Unterlagen gehöre das Vorland um den Berg nicht dazu. Jetzt aber werde man die Gemeinde in einem Nachtrag anhören, kündigte Oelerich an. „So kriegen sie den Schafberg nicht weg, dann werden wir klagen“, gab der Westerhever Karsten Alberts dem Direktor mit auf den Weg.

Vor dem langen Halt am Leuchtturm informierte LKN-Baubetriebsleiter Stefan Möller über den Stand der geplanten Maßnahmen am Deich des Eidersperrwerks. „Voraussichtlich werden die Arbeiten zur Deichverstärkung 2019 beginnen“. Im Grothusenkoog schreiten die Planungen zum Bau des Deichverteidigungsweges voran. Am Deichsiel Tümmlauerkoog hieß es, dass der Bau einer neuen Hafen-Spundwand im Zusammenhang mit der geplanten Deichverstärkung nicht vor 2020 beginnen werde.

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