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Husumer Nachrichten

29. September 2016 | 03:37 Uhr

Kultur auf Eiderstedt : Neue Angebote auf Hoyerswort

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Alfred Jordy plant eine Veranstaltungsfläche, ein Restaurant und die Ausstellung „Zeit der Renaissance“. Der Förderverein Herrenhaus Hoyerswort engagiert sich besonders für den Skulpturenpark.

Einen großen Aufschwung erlebte Alfred Jordy, seit 2011 Besitzer des Herrenhauses Hoyerswort bei Oldenswort, im vergangenen Jahr. „25.000 Café-Besucher und 5000 Museums-Gäste finde ich eine Hausnummer“, erklärte er in der Jahresversammlung des Fördervereins Herrenhaus Hoyerswort. Hinzu kämen die vielen Teilnehmer bei seinen Hausführungen. Kaum jemand gehe auch an seiner Keramik-Werkstatt der Marschentöpferei im Hause vorbei.

„Die Entwicklung ermutigt mich, die geplanten baulichen Maßnahmen im Haubarg anzugehen“, ergänzte der im Verein als Kassenwart aktive. Zunächst werde er eine etwa 40 Quadratmeter große Fläche für Veranstaltungen herrichten. Danach gehe es mit dem Ausbau eines kleinen Restaurants weiter. Die Baugenehmigung dafür habe er bereits in der Tasche. Eine weitere Fläche von etwa 100 Quadratmetern habe er langfristig für Ausstellungen eingeplant und als I-Tüpfelchen komme auf 300 Quadratmetern eine Ausstellung zum Thema „Zeit der Renaissance“ hinzu. „Mit der Renaissance liegst Du voll im Trend. Die Zahlen bestätigen mir auch, dass die Menschen nicht nur allein bespaßt werden oder Badeurlaub machen, sondern die Kultur der Region erleben“, erklärte Schriftführer und Mitbegründer des Vereins, Jürgen Rust. Da biete Hoyerswort genau die richtige Plattform.

„Wir sind ein kleiner Verein mit 29 Aktiven, aber wir haben seit unserer Gründung Ende 2013 viel bewirken können. Unsere Philosophie, Kultur fördern und unterstützen, geht auf“, stellte der Vorsitzende Rainer Klose fest. Elf Mitglieder waren übrigens erschienen, was, so der Vereins-Chef, einer erfreulichen Quote von 40 Prozent entspricht. Sein Rückblick fiel positiv aus. Mehr als 20.000 Euro seien mittlerweile in den vom Land Schleswig-Holstein im vergangenen Jahr anerkannten Renaissancegarten geflossen. Frauen- und Man-Power sei zudem von Mitgliedern eingebracht worden, ebenfalls im Zusammenhang mit der Installation des Skulpturenparks. Die Fundamente seien in Eigenleistung gegossen worden und auch die Transportkosten für die Werke habe der Verein übernommen. „Allen gilt mein Dank und besonders Elisabeth Schumann, die dafür gesorgt hat, dass dort nun Werke aus dem Nachlass ihres Vaters Pierre Schumann stehen“, so Klose. Alle seien verkäuflich. Provisionen fließen dem Verein zu, was wichtig sei und helfe, Projekte umzusetzen. Der Bildhauer Pierre Schumann hatte 2007 den Kulturpreis des Landes erhalten und war 2011 verstorben. Weitere Plastiken des international anerkannten Künstlers sind auch im Herrenhaus ausgestellt.

Jordy berichtete, dass im Sommer zwei Skulpturen hochkarätiger Künstler aufgestellt werden sollen. Auch Elisabeth Schumann wolle weitere Werke zur Verfügung stellen. Die Vereinsmitglieder erklärten sich einverstanden, die Transportkosten zu übernehmen. Auch um die Fundamente wollen sie sich wieder kümmern. Mitglied Heinz Peter Mielke kündigte an, auf seine Kosten eine Schrift über Pierre Schumann herausgeben zu wollen. Viele Gäste hätten nach entsprechender Lektüre gefragt.

Die Wahlen brachten keine Überraschungen. Jeweils einstimmige Wiederwahl hieß es für den ersten Vorsitzenden Rainer Klose, Kassenwart Alfred Jordy und Schriftführer Jürgen Rust.

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