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Husumer Nachrichten

05. Dezember 2016 | 01:36 Uhr

Friedrichstadt : Nachtragshaushalt stärkt Stadtkasse

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Höhere Erträge sorgen dafür, dass Friedrichstadt mehr Mittel zur Schuldentilgung einsetzen kann als erwartet. Und für die Sanierung der Gemeinschaftsschule gibt es wohl mehr Zuschüsse.

Die Gewerbesteuern sprudeln. Darüber freut sich der Friedrichstädter Bürgermeister Eggert Vogt, denn in der jüngsten Sitzung des Finanz- und Kommunalausschusses konnte er dem Gremium mitteilen, dass aller Voraussicht nach der Haushalt des vergangene Jahres in seiner bereinigten Form viel besser aussehen werde als anfangs berechnet. Vermutlich, so das Stadtoberhaupt, seien gut 400.000 Euro mehr erwirtschaftet worden, die zur Tilgung der hohen Schuldenlast eingesetzt werden können. Zwar nur ein Tropfen auf den heißen Stein, aber immerhin, drückte Vogt es aus.

Obwohl noch sehr sehr früh im Jahr, musste sich der Ausschuss bereits mit dem ersten Nachtragshaushalt 2016 befassen.Allerdings nicht aus einem negativen Grund, es gab stattdessen Positves zu vermelden. Der Gesamtbetrag der Erträge erhöhte sich nämlich um 414.300 Euro auf nunmehr 4,226 Millionen Euro. Der Gesamtbetrag der Aufwendungen erhöhte sich um 150.000 Euro auf 5,255 Millionen Euro und gleichzeitig verringerte sich der Jahresfehlbetrag um 264.300 auf jetzt 1,028 Millionen Euro. Damit wurden Kredite für Investitionen und Investitionsförderungmaßnahmen von bisher 1,360 Millionen auf 1,274 Millionen Euro festgeschrieben. Zugleich wurde der Stellenplan abgeändert – von 14,98 auf nunmehr 15,80 Stellen. Das liegt in erster Linie daran, dass die Stadt das neue Produkt Stadtmanagement eingeführt hat. Für die neue Stadtmanagerin wurde auf fünf Jahre eine Stelle geschaffen. Jährlich darf Friedrichstadt dafür 100.000 Euro für Personal- und Sachkosten ausgeben.

Und noch mehr Erfreuliches ist dem ersten Nachtragshaushalt 2016 zu entnehmen. Die Sanierung der Gemeinschaftsschule schreitet gut voran. Die Stadt kann mit einer Sonderbedarfszuweisung in Höhe von 400.000 Euro rechnen. „Die Gesamtkosten – ursprünglich geplant waren 1,3 Millionen Euro – belaufen sich nach der Submission allerdings auf 1,6 Millionen Euro“, stellte der Bürgermeister fest. Die Gesamtsumme sei nun aber in mehrere Einzelbereiche aufgeteilt worden, da das Land maximal pro Maßnahme 400.000 Euro zuschießen dürfe. Nun sehe es aber so aus, dass durch die Aufsplittung mindestens 800.000 Euro, vielleicht aber sogar 1,2 Millionen in das Holländerstädtchen fließen werden. Kein Wunder also, dass der Finanz- und Kommunalausschuss dem Stadtrat einstimmig den Nachtragshaushalt 2016 zur Annahme empfohlen haben.

Zweites Hauptthema der Zusammenkunft war der geplante Umzug der Stadtbücherei in das Rathaus im Stadtzentrum, der noch in diesem Sommer erfolgen soll. Das direkt an die Jugendherberge am Stapelholmer Platz angrenzende alte Gebäude der Bücherei wird dem Herbergswerk zur Verfügung gestellt. Es soll zu einem großen Mehrzwecksaal umgebaut werden, der der modernen Jugendherberge bislang fehlt. Das Rathaus selbst wird nach dem Einzug der Bücherei wieder belegt sein.

Nach der Vewaltungsstruktur-Reform, bei der die Stadt die eigenständige Verwaltung an das damalige Amt Treene (heute Nordsee-Treene) abgeben musste, gab es einen Leerstand. „Ich freue mich, dass das Rathaus nun wieder mit Leben erfüllt wird“, sagte Vogt in der Sitzung. Und ohne eine Gegenstimme wurde die Satzung über die Benutzung der Stadtbücherei, die Benutzerordnung für die öffentlichen Internetplätze in der Bibliothek und die Gebührenordnung dem Stadtrat zur Annahme empfohlen.

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erstellt am 06.Mai.2016 | 09:00 Uhr

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