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Husumer Nachrichten

09. Dezember 2016 | 05:03 Uhr

Nordstrand : Nachfolger für Inselarzt gesucht

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Ende des Jahres gibt Dr. Thomas Dörwald seine Praxis auf Nordstrand auf. Bürgermeister Werner-Peter Paulsen berichtet bereits jetzt von einer Überlastung des zweiten Mediziners auf der Insel.

Gleich mehrere Fragen hatte der Nordstrander Bernd Müller im Rahmen der jüngsten Gemeindevertreter-Sitzung an Bürgermeister Werner-Peter Paulsen zu stellen: Welche Maßnahmen von der Gemeinde wegen der Ärztesituation getroffen würden, wollte er wissen. Einer der beiden praktizierende Ärzte gehe schließlich demnächst in den Ruhestand. Außerdem wollte er wissen, wie der aktuelle Stand zum Bauvorhaben des Imbissbetriebs am Süderhafen sei, wann mit der Fertigstellung des Klimadeichs zu rechnen ist und ob das Tankstellen-Projekt weiterkommt.

Die Sache mit den Ärzten sei momentan tatsächlich schwierig, berichtete daraufhin der Bürgermeister. Dr. Thomas Dörwald werde seine Praxis definitiv zum Jahresende schließen. Sein Haus sei schon verkauft, an den Eigentümer zahle er nun Pacht. Dieser wolle durchaus an neue Ärzte vermieten, so Paulsen. Der zweite Inselarzt, Dr. Uwe Krüger, sei hoffnungslos überlastet. Neue Patienten nimmt er daher nicht mehr an. „Ich habe mit der Kassenärztlichen Vereinigung Kontakt aufgenommen. Dort laufen bereits Bemühungen, eine Nachfolge für Dr. Dörwald zu organisieren“, so Paulsen. Das Problem sei allerdings weiterhin, dass es kaum junge Ärzte gebe, die auf dem Lande arbeiten möchten. „Ich bemühe mich weiter“, versprach der Bürgermeister.

Wegen des Deichbaues könne, so erklärte Paulsen, eine Teilabnahme in diesen Tagen erfolgen – zumindest im Bereich der Gaststätten am Norderhafen sowie auf Höhe der Brücke zum Kurmittelhaus. Die Arbeiten hätten sich um einige Tage verzögert. Inzwischen werde aber an der Asphaltfläche im Bereich des Norderhafen gearbeitet. Die Baugenehmigung für den Imbiss sei vor wenigen Tagen erteilt worden, berichtete der Bürgermeister anschließend. Nur ein Neubau der Tankstelle müsse leider zurzeit zu den Akten gelegt werden, da der Eigentümer die hohen behördlichen Auflagen nicht erfüllen könne: „Das Betriebsgelände wird platt gemacht, das Wohnhaus vermietet.“

Schließlich segneten die Gemeindevertreter einstimmig verschiedene Auftragsvergaben ab: Für das Bauvorhaben Kita- und Mensa-Anbau an die Herrendeichschule sollen die Außenanlagen laut günstigstem Angebot für 177.500 Euro hergerichtet werden. Zudem sei eine neue Kläranlage für Schule und Sporthalle erforderlich: Diese soll netto 58.666 Euro kosten. Wie alljährlich stehen zwei weitere Klassenzimmer zur Sanierung an. Für 15.000 Euro sollen Akustikdecken eingebaut werden.

Für die Freiwillige Feuerwehr der Gemeinde soll eine Wärmebildkamera angeschafft werden. Sie kostet 6091 Euro brutto. Auch die Änderung der Betriebssatzung der Kurverwaltung winkten die Vertreter durch. Dabei ging es unter anderem um die Namensänderung in „Nordstrand Tourismus“.

Pro forma war der Antrag auf Verstärkung der Warft „Halberweg“ für das LKN erforderlich. Dafür votierten nun alle Gemeindevertreter. Aufgrund der kürzlich stattgefundenen Begehung der Warften auf Lüttmoor durch Vertreter der Freiwilligen Feuerwehr und des Kreisfeuerwehrverbandes müssen überall die Hydranten versetzt werden – gezielt weiter entfernt von den Häusern. Außerdem sollen wetterfeste Stauräume für das Schlauchmaterial in den Häusern der Halligbewohner geschaffen werden. Vertreterin Ruth Kruse regte einen Workshop mit den Feuerwehrleuten zum Thema Brandschutz auf der Hallig an, damit jeder wisse, was im Falle eines Falles zu tun ist. Das sei, so Wehrführer Dirk Peters, eine gute Anregung. Er werde sich um das Thema kümmern.

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