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Husumer Nachrichten

03. Dezember 2016 | 22:53 Uhr

Campingplatz Simonsberg : Nabu kritisiert Ganzjahresbetrieb

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Der Campingplatz in Simonsberg soll ausgebaut werden. Naturschützer kritisieren jetzt, dass geplant ist, ihn durchgehend zu öffnen. Zudem werde das Landschaftsbild negativ verändert.

Mit dem beabsichtigten Ausbau des Campingplatzes ist in Simonsberg ist eine Änderung des Flächennutzungsplanes erforderlich. Darüber informierte die Architektin Ellen Jappsen vom Planungsbüro Jappsen-Todt-Bahnsen in Husum den Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung. „Vieles vom derzeitigen Bestand würde erhalten bleiben“, versicherte sie. Über die Planänderung wurden 30 Träger öffentlicher Belange angeschrieben, auf deren Antwort Jappsen detailliert einging. Viele der eingereichten Anmerkungen seien bereits in die Planungen mit aufgenommen worden. Auch der vorgeschriebene Ausgleich für die versiegelten Flächen sei bereits mit dem Campingplatz-Verwalter vertraglich geregelt worden.

Ausgiebig ging sie auch auf die kritischen Anmerkungen des Naturschutzbundes Deutschland ein. Viele Einwände wurden von einigen Gemeindevertretern mit Kopfschütteln quittiert. So kritisierte der Naturschutzbund den beabsichtigten ganzjährigen Betrieb und verwies in seinem Schreiben auf die weiteren Campingplätze in der Husumer Bucht, in Schobüll und am Dockkoog in Husum. Dies habe eine Ausweitung des Tourismus im Nationalpark Wattenmeer zur Folge. Außerdem werde mit dem Ausbau das Landschaftsbild negativ verändert, heißt es weiter in der Stellungnahme. „Die Hinweise werden zur Kenntnis genommen und wo nötig eingearbeitet“, lautete die Antwort von Bürgermeisterin Angela Feddersen.

In diesem Zusammenhang wurde außerdem auf die bevorstehenden Deichverstärkungs-Maßnahmen hingewiesen. Dort müsse während der Arbeiten mit viel Lärm und Staub durch die Materialtransporte hingewiesen werden“, gab die Architektin zu bedenken. Nach kurzer Beratung wurde die elfte Änderung des Flächennutzungsplanes einstimmig abgesegnet. Dies betrifft das Gebiet westlich der Schleuse und Lundenberg, zwischen dem Landesschutzdeich und dem Speicherbecken. Auch der damit verbundene Satzungsbeschluss für die siebte Änderung des Bebauungsplanes wurde vom Gemeinderat nach kurzer Beratung einstimmig gebilligt. Die Entwässerung entlang des Siedlungsweges soll neu hergerichtet werden. Bei Starkregen wird das Wasser nicht wie vorgesehen über die vorhandenen Rinnen abgeführt, sondern fließt gegenüber in das Kläranlagen-System. Mit dem Neubau der Entwässerung soll damit nun Schluss sein.

Wünschenswert hätten es die Gemeindevertreter zudem gefunden, wenn entlang der Dorfstraße Leitplanken eingesetzt würden. Doch der Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr in Flensburg hielt diese Sicherheitsmaßnahme nicht für angebracht. Als Untermauerung dieser für den Gemeinderat nicht nachvollziehbaren Einschätzung wurde in dem Schreiben des Landesbetriebes auf eine fehlende Verkehrszählung hingewiesen. Weiter sei dort die nötige Verkehrsdichte nicht gegeben, hieß es.

Die viel benutzte Turnhalle kam während der Sitzung ebenfalls zur Sprache. Das Problem: Sie ist nicht zu kalt, sondern wurde ständig geheizt – im Sommer wie im Winter. Über die Thermostate ließ sich dieses Problem bislang nicht lösen, berichtete die Bürgermeisterin. Mit einer neuen Steuerungsanlage sei dies nun behoben worden.

In jüngster Zeit sind innerhalb der Gemeinde an verschiedenen Stellen, wie zum Beispiel vor dem Feuerwehrgerätehaus oder beim Kirchspielkrug, Kisten aufgestellt worden. Angela Feddersen konnte das Rätsel um die Bedeutung dieser Kisten nun lösen: Bisher seien die Amtsblätter von Haus zu Haus zugestellt worden. Die immensen Zustellungskosten seien jedoch ins Uferlose gestiegen. „Daher haben wir uns entschieden, diese als Ausgabestellen einzurichten.“ Dort könne sich jeder Bürger der Gemeinde bedienen.

Mitglieder des Wegeausschusses berichteten über die jüngste Aktion, bei der die Gemeindewege inspiziert wurden. „Die Kosten für die notwendigen Reparaturen belaufen sich auf gut 34.000 Euro“, berichtete Sönke Knudsen, Vorsitzender des Wegeausschusses. Die Arbeiten seien bereits kurz vor der Fertigstellung. Ein weiteres Thema war die Grundschule Witzwort, über die Bürgermeisterin Angela Feddersen nur positiv berichten konnte. „Wir können uns glücklich schätzen, dass wir mit im Boot sind.“ Mehr als 90 Schüler würden im kommenden Jahr unterrichtet. „Bis 2022 ist der Fortbestand der Schule gesichert, da müssen wir uns keine Sorgen machen“, versicherte die Bürgermeisterin. Genauso positiv sehe es im Kindergarten aus. Es gäbe sogar eine Warteliste. Diesbezüglich habe der Haushalt allerdings einen ordentlichen Sprung nach oben gemacht, wie es Feddersen ausdrückte. Dies sei unter anderem der Gehaltsanpassungen geschuldet. Auch wurde über die Leihgebühr für eine Bankgarnitur Klarheit geschaffen: Der Tisch und die beiden Bänke werden für acht Euro ausgeliehen, stellte die Bürgermeisterin klar.

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