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Husumer Nachrichten

26. März 2017 | 20:59 Uhr

„Jugend forscht“ : Mit Ideen und Geschick

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Die Hermann-Tast-Schule bereitet sich auf den Regionalwettbewerb in Heide vor.

Der „Jugend forscht“-Wettbewerb wirft seine Schatten voraus – und in der Hermann-Tast-Schule (HTS) arbeiten 22 Schüler an elf Projekten, um zumindest mit einigen von ihnen die gewohnten Spitzenplätze für die Schule einzufahren. Gute Chancen hat dabei das Projekt von Lisa Paulsen und Erik Imgrund: Unter dem Motto „Ach Du dickes Ei“ arbeiten sie an der Entwicklung einer preiswerten Methode, mit der schon vor dem Ausbrüten festgestellt werden kann, ob das Küken im Hühnerei männlich oder weiblich ist – das „Kükenschreddern“ ungewollter männlicher Tiere könnte so der Vergangenheit angehören.

„An diesem Projekt wird mit Geräten im Wert von 30.000 Euro gearbeitet“, so Forschung-und-Technik-Lehrer Thomas Adler. Unter anderem mit einer Klimakammer, in der Eier bei einer Temperatur von exakt 38 Grad Celsius und 60 Prozent Luftfeuchtigkeit bebrütet werden. „Die Schüler messen vorher die Gase, die die Eier produzieren, und erstellen mit diesen Werten eine aussagekräftige Statistik“, sagt Adler. Ziel sei es, durch die abgesonderten Gase auf das Geschlecht des Kükens schließen zu können, das nach dem Ausbrüten schlüpfen würde.

Auch Melf Kammann, Bennet Meyer und Melf Boe hatten eine höchst erfolgversprechende Idee. „Wir entwickeln ein Lade-Kit für E-Bikes, mit dem ein Aufladen durch Solarenergie unabhängig von Ladestationen möglich ist“, erklärt Melf Kammann das Projekt „Sonne fürs Rad“.

Veit Jakobs und Sandra Jandt beschäftigen sich mit den Zähnen eines in der Region gestrandeten Wals, dessen Schädel sich das Gymnasium gesichert hatte. „Die Zähne haben so etwas wie Jahresringe“, sagt Veit Jakobs. „Wir erforschen, was man aus ihnen über das Leben des Wals herauslesen kann.“ Zur besseren Anschaulichkeit haben sie von den Zähnen im 3D-Druck-Verfahren täuschend echt aussehende Kopien hergestellt.

Breit ist die Palette, mit der die Schüler beim „Jugend forscht“-Regionalwettbewerb morgen in Heide aufwarten wollen. Das reicht vom Algometer – einer Boje, mit der für Algenzuchten vollautomatisch die Wasserqualität ermittelt werden kann – über die Chemie-Lern-App fürs Smartphone bis hin zur Festival-Dusche, die – in ein Dixi-Klo eingebaut und mit durch Photovoltaik erwärmtem Wasser gespeist – künftigen Besuchern des Wacken Open Airs die Reinigung vom Schlamm ermöglichen soll.

Den Gewinnern steht der Weg zum Landeswettbewerb in Kiel am 29. und 30. März offen. Und hoffentlich mehr – schließlich ist die HTS auch bundesweit auf vordere Plätze abonniert.

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erstellt am 03.Mär.2017 | 09:00 Uhr

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