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Husumer Nachrichten

10. Dezember 2016 | 15:41 Uhr

Leidenschaft Trecker-treck : Mit 16 Jahren schon ein Favoritenschreck

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Marek Pieper aus Behrendorf hat eine Leidenschaft: Trecker-Treck. Bundesweit geht er bei Veranstaltungen an den Start und beginnt bald eine Ausbildung zum Land- und Baumaschinen-Mechaniker.

Vor nunmehr sechs Jahren bekam Mirko Pöhlmann, der bei einem Lohnunternehmen arbeitet, einen alten Trecker geschenkt. Er motzte ihn auf, um an einem Trecker-Treck teilzunehmen. Das brachte so viel Spaß, dass Trecker Nummer eins gegen einen alten Deutz eingetauscht wurde. Damit ging es erstmals nach den Regeln der Deutschen Trecker-Treck Organisation an den Start. Nun war Mirko Pöhlmann vom Trecker-Virus befallen. Ein IHC 1246 wurde angeschafft und speziell für diese Sportart umgebaut. Doch das ist teuer. So langsam brauchte Pöhlmann Sponsoren, denn diese Sportart ist nur deutschlandweit auszuüben. Trecker-Treck ist von den USA nach Europa herübergeschwappt – mittlerweile gibt es auch immer mehr Fans in Deutschland, wobei der größere Teil eher im Süden Deutschlands angesiedelt ist.

Das Unternehmen Lorenzen-Nissen Bau aus Behrendorf ist so begeistert von dem Sport, der erfolgreich von ihrem Mitarbeiter betrieben wird, dass sie sich als Sponsoren zur Verfügung stellten. Es wurde das notwendige Transportfahrzeug, ein Bus, angeschafft. Neben Platz für acht Personen gibt es eine Küche und sogar vier Schlafplätze, ideal für die vielen Reisen zu den Veranstaltungen.

Der Motorsport auf Rädern hat mittlerweile die ganze Familie infiziert. Dank Oma und Opa kann ohne schlechtes Gewissen auf Reisen gegangen werden, sagt Ehefrau und Mutter Birthe, denn die beiden Kinder Mila und Mikael spielen Handball und müssen zu Training und Spielen gefahren werden.

Der 16-jährige Marek Pieper ist hingegen in die Fußstapfen seines Stiefvaters getreten. Mit auf Tour war auch er schon mehrfach, doch als erstes musste ein Trecker-Führerschein gemacht werden. Da je Fahrzeug zwei Fahrer gemeldet werden dürfen, ließ sein Stiefvater ihn das erste Rennen fahren. Die Überraschung: Marek schaffte auf Anhieb die 100-Meter-Marke und so durfte er auch das Stechen bestreiten. Von acht Fahrern erreichte er schließlich die größte Weite. Jetzt heißt das Ziel des Teams Deutsche Meisterschaft. Bei zwölf Rennen im Jahr werden die Punkte gezählt und wer am Ende die meisten auf seinem Konto hat, der ist Deutscher Meister. Augenblicklich führt das Team aus Behrendorf. Die nächsten Punkte sollen in Anholt in Nordrhein-Westfalen eingefahren werden.

Neben dem Motorsport beginnt Marek nun bald eine Ausbildung zum Land- und Baumaschinen-Mechaniker – denn Schrauben ist sein Hobby. Toll findet er bei den Veranstaltungen den großen Zusammenhalt der Teilnehmer, auch wenn es während des eigentlichen Rennens keine Freunde mehr gibt. Auf die Frage, wie er sich bei seinem ersten Rennen und natürlich auch Sieg gefühlt hat, sagt er, dass er erst einmal froh gewesen sei, überhaupt vorwärts gekommen zu sein. Von der 100-Meter-Marke allerdings hätte er nicht einmal zu träumen gewagt.

Nun hofft die ganze Familie auf einen großen Zuwachs an Pokalen, denn im Schrauberschuppen gibt es dafür noch ein wenig Platz.

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