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Husumer Nachrichten

11. Dezember 2016 | 01:21 Uhr

Vier Hektar großes Baugebiet kommt : Mildstedt: Heiß begehrtes Bauland

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

In Mildstedt ist ein vier Hektar großes Baugebiet in Planung, das Interesse an Grundstücken ist riesig. Die Gemeinde könnte die doppelte Anzahl von Bauplätzen verkaufen, die vorrangig für Mildstedter reserviert sind.

Viele Zuhörer kamen zur Zusammenkunft des Mildstedter Bauausschusses in den Sitzungssaal des Amtsgebäudes. Der Grund: Erstmals erfuhren die Einwohner, wie das neue Baugebiet aussehen könnte. Entschieden ist noch nichts – die Beratungen sollen zunächst noch in den Fraktionen und Ausschüssen stattfinden. Ingenieurin Meike Marxen vom Planungsbüro Sven Methner aus Meldorf stellte vier Varianten zur Ausgestaltung des vier Hektar großen Baugebietes vor – in allen sind jeweils rund 50 Grundstücke vorgesehen. In der „Variante 1“ findet eine sogenannte Ring-Erschließung statt. Zum Erschließungsplan sagte die Planerin: „Das ist ein Klassiker.“ Es biete sich an, daraus eine Spielstraße zu machen. Die „Variante 2“ kommentierte die Planerin mit den Worten: „Sieht aus wie ein Kamm. Es gibt eine Haupterschließung über eine geradlinige Straße und davon gehen Querstraßen ab“. Die „Variante 3“ bezeichnete die Planerin als „etwas wilder“. Es gibt kleine, in sich geschlossene Wohnquartiere. Und dann wäre da noch die „Variante 4“ - die Meike Marxen als „Mäandrierende Erschließung“ bezeichnete. Die Straße zieht sich wie ein sich schlängelnder Fluss dahin. Apropos Größe, die Grundstücksgrößen bezifferte Bürgermeister Bernd Heiber (SPD) auf zwischen 500 und 1000 Quadratmeter. Der Gemeinde-Chef ließ aber auch durchblicken, dass es bereits eine riesige Menge Anfragen gebe. Die Preise stehen noch nicht fest, allerdings soll noch in diesem Jahr mit der Erschließung begonnen werden. Der Bürgermeister bat die Planerin darum, einen Spielplatz zu berücksichtigen. Heiber sagte, dass einige Grundstücke für Mehr-Generationen-Wohnen vorgesehen seien. Diese Wohnungen sollen vermietet werden. Mit der Firsthöhe von neun Metern konnte sich Gemeindevertreter Ernst-Julius Levsen (AWM) nicht anfreunden. Ausdrücklich betonte der Gemeinde-Chef aber: „Es wird keine Blöcke im neuen Baugebiet geben.“ Für einen Bauplatz bewerben können sich alle, die ihren Hauptwohnsitz oder ihren Arbeitsplatz in Mildstedt haben oder dort ein Ehrenamt ausüben. Zugelassen werden auch Bewerber, die einen Bezug zu Mildstedt haben, weil Eltern oder Kinder in Mildstedt wohnen. Bei der Reihenfolge der „einheimischen“ Bewerber finden zunächst diejenigen Berücksichtigung, die noch kein Wohneigentum in Mildstedt haben. Der Grund für diese Kriterien: „Wir sind noch nicht einmal in die Vergabe eingetreten, und ich könnte bereits die doppelte Anzahl von Grundstücken verkaufen“, so der Bürgermeister.

In seinem Bericht wies Heiber auch auf das Waldfest der Gemeinde und des Fördervereins Naturerlebnisraum hin, das morgen ab 18 Uhr stattfindet. Das Amtsblatt liegt jetzt zur Abholung in verschiedenen Geschäften aus. Innerhalb der Arbeitsgruppe ÖPNV ist die Gemeinde Mildstedt eingebunden. Dort sollen die relevanten Punkte für die Ausschreibung des Stadtverkehrs erarbeitet werden. In Mildstedt und im Ortsteil Rosendahl stehen umfangreiche Straßen-Baumaßnehmen an – einige Straßen werden daher komplett gesperrt.

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