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Husumer Nachrichten

08. Dezember 2016 | 09:01 Uhr

Klinik Husum : Meilenstein für Patienten-Versorgung

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Modernste Technik und kurze Wege: Nach 18-monatiger Bauzeit wurde die neue Intensivabteilung an der Husumer Klinik offiziell übergeben.

Nach knapp 18-monatiger Bauzeit ist jetzt die neue Intensiv-Abteilung an der Husumer Klinik offiziell übergeben worden. Rund 80 Gäste waren zu der Veranstaltung in den Erichsenweg gekommen. Die Abteilung mit modernster Technik sei ein Meilenstein für die Patienten-Versorgung im Landkreis Nordfriesland – da waren sich die Redner einig. Der Bereich im zweiten Obergeschoss umfasst zehn Intensivbetten mit Beatmungsmöglichkeiten und acht Betten in einem Patienten-Überwachungs-Bereich („Intermediate Care – IMC“). Die alte Intensiv-Abteilung stammte noch aus dem Jahr 1979.

Chefarzt Duncan Underwood und sein Team freuen sich vor allem darüber, dass ihre Abteilung nunmehr in unmittelbarer Nähe zu den Operationssälen liegt. „Das macht vieles einfacher, schneller und noch sicherer“, ist Underwood, der gleichzeitig Ärztlicher Direktor der Klinik Husum ist, überzeugt.

Großes Lob und viel Anerkennung ernteten die Handwerker der bauausführenden Firmen. Betont wurde besonders das zielorientierte, kreative und freundliche Klima auf der Baustelle und in den Bausitzungen. Stefanie Knoche, ausführende Architektin der Planungsgesellschaft HDR-TMK, zitierte einen Kollegen, der sie einmal vertreten hatte: „Das grenzt in Husum ja fast an Harmonie – das habe ich so noch nie erlebt.“

Das Ergebnis der Zusammenarbeit brachte Jörg-Friedrich von Sobbe, stellvertretender Landrat, auf den Punkt: „Diese neue Intensiv-Abteilung ist ein Leuchtturm in der medizinischen Versorgung der Menschen in unserem Landkreis. Er sorgt dafür, dass wir nachts noch ruhiger schlafen können.“

Mit der Eröffnung der Intensiv-Abteilung neigt sich die größte Baumaßnahme an der Klinik Husum in den vergangenen Jahren langsam ihrem Ende entgegen. „Insgesamt kosten die neuen Operationssäle und die neue Intensiv-Abteilung rund 14 Millionen Euro“, berichtet Geschäftsführer Frank Pietrowski. „Davon übernimmt das Land 10,9 Millionen.“ Den Dank für diese Unterstützung nahm Silke Seemann, Referatsleiterin Krankenhauswesen im schleswig-holsteinischen Sozialministerium, entgegen.

Respekt zollte Pietrowski auch den Mitarbeitern und allen Patienten, die zum Teil über Wochen den nicht unerheblichen Baulärm ausgehalten haben. „Mir wurde der oft schon nach einer halben Stunde zu viel“, so Pietrowski, „umso höher schätze ich die Geduld und die dabei fachlich aufrechterhalte hohe Professionalität der direkt Betroffenen ein.“

Zum Höhepunkt der offiziellen Einweihung wurde die Schlüsselübergabe für die neue Abteilung durch Architektin Knoche an Pietrowski. Im Anschluss daran konnten sich die Besucher die neuen Räumlichkeiten anschauen. Im Mittelpunkt stand dabei ein Intensivbett mit einer Reanimationspuppe als Patient. An diesem Bett wurde die gesamte neue Technik präsentiert: von den Geräten, die die Vitalparameter des Patienten überwachen, über neue Spritzenpumpen und Infusionsautomaten bis hin zu den nagelneuen Beatmungsgeräten.

Nach der Festveranstaltung konnte die Öffentlichkeit die neue Abteilung unter die Lupe nehmen. Das Team der Intensivstation begrüßte rund 300 Besucher, zeigte ihnen die Räume und erläuterte die Behandlungsmöglichkeiten.

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