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Husumer Nachrichten

03. Dezember 2016 | 14:51 Uhr

Nordstrand : Mehr Platz für kleine Kinder

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Auf Nordstrand wurde der Neubau für die evangelische Kindertagesstätte und für die Mensa der Herrendeichschule eingeweiht. 750.000 Euro hat die Gemeinde dafür in die Hand genommen.

Grund zu feiern gab es auf Nordstrand. Die Kinder und Erzieherinnen des Odenbüller Kinnergoorn mit ihrer Leiterin Gesa Petersen haben nämlich ihr neues Domizil im Innenhof der Herrendeichschule bezogen. Dank vieler fleißiger ehrenamtlicher Helfer ging der Umzug der Einrichtung der Evangelischen Kindertagesstätte Nordstrand von der Odenbüller Kirchwarft zur Schule ohne Probleme über die Bühne. Weil die Kita nun direkter Nachbar der Schule ist, hat sie einen neuen Namen bekommen: Odenbüller Kinnergoorn an de School. Das entsprechende Schild hängt direkt über dem Haupteingang des Neubaus. Der wurde inklusive Mensa für die Schule binnen sechs Monaten errichtet. 750.000 Euro investierte die Kommune selbst, dazu kamen Fördergelder aus Bundes- und Landesmitteln in Höhe von 1,1 Millionen Euro. Gemeinsam mit seinem Kollegen von der Römisch-Katholischen Kirchengemeinde, Pastor Peter Moskopf, sowie der Alt-Katholischen Gemeinde, Pfarrer Jens Schmidt, feierte Pastor Thorsten Wiese eine ökumenische Andacht in der Sporthalle der Schule. Fröhlich sangen die Lütten die Danklieder unter dem Motto „Mit Gott auf dem Weg“ mit und auch die zahlreichen Gäste, darunter Bürger sowie Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Vereinen, stimmten mit ein. Die Kinder seien nun noch näher an der Schule dran und durch die gemeinsam genutzte Mensa gebe es noch intensivere Begegnungen und damit Synergieeffekte, sagte Pastor Wiese.

Vor Grußworten, Besichtigung und Imbiss in der Mensa überreichte Architekt Hargen Johannsen vom Husumer Planungsbüro Johannsen und Fuchs den symbolischen Schlüssel an Bürgermeister Werner-Peter Paulsen, der ihn wiederum an die Einrichtungsleiterin weitergab. Der Gemeinde-Chef lobte die gute Arbeit von Architekt, Handwerkern, Mitarbeitern der Amtsverwaltung, Lehrkräften, Erzieherinnen und Eltern. Sie alle seien mit an der Planung beteiligt gewesen. Begonnen habe das Projekt zunächst mit der Mensa für die Offene Ganztagsschule bis dann der Lehrer Ulrich Rosemann die zündende Idee für einen Neubau der Kita gehabt habe. Am alten Standort sei eine derartige Erweiterung nicht möglich gewesen. Schulleiterin Dörte Woydack erklärte dazu: „Für uns Lehrkräfte und Kinder ist ein Traum in Erfüllung gegangen. Es ist ein Höhepunkt in der Schulentwicklung der vergangenen zehn Jahre.“ Christian Kohnke, Geschäftsführer des Evangelischen Kindertagesstättenwerks Nordfriesland, das Träger der Kita ist, stellte heraus, dass es in keinem anderen sozialen Bereich derartige Veränderungen gegeben habe, wie in der frühkindlichen Erziehung, Bildung und Betreuung. Damit sei nicht nur das Personal, die Öffnungszeiten und die Serviceleistungen gemeint, sondern auch strukturelle und räumliche Anforderungen. „Vor 20 Jahren war ein Gruppenraum und ein Waschraum inklusive Toilette für alle ausreichend. Heute müssen wir individueller auf jedes Kind eingehen“, so Kohnke. Kleingruppenräume zur differenzierten Bildung und Betreuung seien vorgeschrieben. Alle Anforderungen erfülle der Neubau mit ausreichend Platz für die derzeit 52 Kinder in drei Gruppen inklusive der Krippe. „Nordstrand hat nun eine Kita an einem einzigen Standort“, so Kohnke weiter. Auf der Kirchwarft sei ja eine Gruppe extern im Untergeschoss des Gemeindehauses untergebracht gewesen. Die Arbeit auf Odenbüll sei schon etwas Wunderbares gewesen. Die Atmosphäre auf dem Kirchengelände habe etwas Beschützendes gehabt, doch bei allem Abschiedsschmerz gebe es nun Grund zur Freude über das Neue. „Danke an die Gemeinde für den Mut zur Investition in die Kita und damit in den Schulstandort sowie in die Kinder“, so Kohnke Glückwünsche gab es auch vom Landtagsabgeordneten Klaus Jensen, von Amtsvorsteher Ralf Heßmann und Ute Clausen, Bürgermeisterin von Elisabeth-Sophien-Koog.

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