zur Navigation springen

Hattstedt investiert in die Zukunft : Mehr Platz für den Nachwuchs

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Für die Hattstedter Brückengruppe soll an der Schule angebaut werden. Die Investitionssumme beträgt nach einem ersten Entwurf rund 320.000 Euro.

Nicht nur die kommunale Kindertagesstätte „Arche Noah“ hat angesichts steigenden Betreuungsbedarfs von Kindern Platzprobleme, sondern auch die in der Jens-Iwersen-Schule beheimatete weitere kommunale Kindertagesstätte „Brückengruppe“. Dort fehlt ein Raum für die Hortbetreuung. Während der Kita-Anbau „Arche Noah“ bis August Realität werden soll, gibt es für die „Brückengruppe“ lediglich eine erste grobe Planung auf dem Papier. Die hatte Gemeindevertreter Ralf Jacobsen erstellt, nachdem die Gemeindevertretung mehrheitlich eine Grundsatzentscheidung für einen Anbau beschlossen hatte. Ein Antrag auf Sonderbedarfszuweisung für das Projekt wurde bereits gestellt.

Für die weitere Durchführung ist nun der Schulverband Hattstedt als Hausherr zuständig. Jacobsen stellte den Gremiumsmitgliedern in der jüngsten Schulverbandssitzung seinen Entwurf vor. Angedockt werden kann direkt an das Schulgebäude, in westlicher Richtung an die Aula. Vorgesehen sind zwei Gruppenräume, je 50 Quadratmeter groß, zwei dazu vorgeschriebene Nebenräume und sanitäre Anlagen. Zu rechnen sei mit Investitionskosten von rund 320.000 Euro. „Ich habe bewusst großzügig geplant. Es ist der erste Entwurf, und er kann verändert werden“, betonte Ralf Jacobsen.

Kritisch äußerte sich Jürg Petersen als Vertreter der Nachbargemeinde Wobbenbüll. Es stelle sich die Frage, ob nicht auch ungenutzte Klassenräume in der Schule umgebaut werden könnten. „Das haben wir schon mehrfach im Fachausschuss diskutiert“, erinnerte die Verbandsvorsteherin Christel Schmidt. „Jeder Raum wird von der Schule benötigt. Unterricht wie früher findet nicht mehr statt. Zu jedem Klassenzimmer gehört mindestens ein Raum für differenzierten Unterricht.“ Weiter warf Petersen den Gedanken in den Ring, dass vielleicht ein etwas größerer Anbau an die Schule die Platzprobleme in der „Arche Noah“ gleich mit gelöst hätte. Die Idee sei auch erörtert worden, aber von Erzieherinnen und Eltern, so Schmidt, wegen der verschiedenen Konzepte beider Einrichtungen verworfen worden.

„Ich habe Bauchschmerzen damit, meinen Gemeindevertretern beide Projekte zu verkaufen. Wir als Nachbarkommunen müssten ja zustimmen“, merkte Jan Ingwersen, Gemeinde-Chef Hattstedtermarsch, an. Im Übrigen, so Stefan Nissen (Wobbenbüll), habe er das Gefühl, nicht richtig mitgenommen worden zu sein, denn so wie es aussehe, sei ja den Hattstedtern bereits klar, „wo der Hase langlaufen müsse“. Werner Meyer, Kindergarten-Ausschussvorsitzender der Gemeinde Hattstedt, betonte, dass die Vertreter aller drei Kommunen im Ausschuss dabei gewesen seien. Jeder sei also sehr wohl über alles informiert gewesen. „Wir sind in beiden Einrichtungen an bauliche Grenzen gestoßen und müssen auch vom Gesetzgeber her was tun“, so die Meinung von Mitglied Rolf Stechmann (Hattstedt). „Wir diskutieren das erste Mal über eine Lösung für die Brückengruppe und werden uns weiter damit befassen müssen“, brachte es die Verbandsvorsteherin auf den Punkt.

Weiter berichtete Christel Schmidt zum Thema Mensa, dass die beschlossenen ergänzenden Schallschutzmaßnahmen umgesetzt worden sind. Die neuen Lamellen an den Fenstern sowie die an der Decke befestigten Schaumwürfel haben schon einiges gebracht. Der einzige Wermutstropfen: Die Fördersumme sei auf 5000 Euro gekürzt worden. Somit blieben derzeit am Schulverband rund 12.000 Euro an Investitionskosten hängen. Es werde aber noch einmal Gespräche mit den zuständigen Akteuren der AktivRegion Südliches Nordfriesland geben.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen