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Husumer Nachrichten

06. Dezember 2016 | 17:05 Uhr

Umbau beendet : Marktplatz-Bäume sind gepflanzt

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Der Marktplatz in Viöl ist neu gestaltet, unter anderem wurden Parkbuchten gepflastert und Eichen gepflanzt. Nötig wurde die Umgestaltung, da die alten Ahornbäume mit ihren Wurzeln die Asphaltschicht durchbrochen hatten.

Nach gut einem Jahr ist der Marktplatz in Viöl wieder schick, besser gesagt hübscher denn je. Die Stellflächen vor den Häusern und Geschäften wurden neu gepflastert und die im Frühjahr entfernten Ahornbäume durch junge, aber schon relativ große, langsam wachsende und vor allem tief wurzelnde Eichen ersetzt, so dass sich das Gesicht des Geländes gegenüber der Gaststätte Gallehus deutlich zum Positiven verändert hat. So richtig sehen wird man das Ganze erst im nächsten Frühjahr, wenn dieBäume erstmals gründen sind. Über das neue Parkgefühl ohne die bisherigen Wurzelaufbrüche im Asphalt freuen sich Anwohner und Kunden aber jetzt schon sehr.

Froh darüber, das Vorhaben so schnell und erfolgreich über die Bühne bekommen zu haben, lud Viöls Bürgermeister Heinrich Jensen die Anwohner nach der Fertigstellung zu einem kleinen Umtrunk in die Gärtnerei ein. Dort ließ er die relativ kurze Entstehungsgeschichte noch einmal Revue passieren, angefangen beim Ortstermin mit den Mitgliedern des Bau-, Planungs- und Umweltausschusses vor gut einem Jahr. Damals wurde klar, dass die flach ausufernden Wurzeln der Ahornbäume nicht nur die dünne Asphaltdecke hochdrückten, sie hatten auch schon Wasserrohre beschädigt, waren zum Teil bis unter die Häuser gewandert. Da die betroffenen Stellflächen zur Landesstraße  190 gehören, musste die von der Gemeinde angestrebte Entfernung der Bäume samt Neugestaltung der Parkplätze mit dem Land abgestimmt werden. Geld gab es dafür zwar nicht von dort, zumindest aber grünes Licht für die Vorhaben.

Im Frühjahr informierte Jensen die Anlieger auf beiden Seiten der Straße über die Pläne und teilte mit, dass diese nicht mit Anwohnerbeiträgen zur Kasse gebeten werden. Wichtigstes Kriterium dabei: Die neuen Bäumen sollten auf keinen Fall Flachwurzeln entwickeln und auch nicht allzu schnell in die Höhe und Breite schießen. So fiel die Entscheidung auf Eichen. Auch bei der Neugestaltung der Stellflächen sollten die betroffenen Bürger ein Wörtchen mitreden. Ihre Zugeständnisse hingegen hielten sich im Rahmen: Einen Sommer lang sollten sie ohne das Grün vor ihren Häusern leben und im Herbst wegen der Bauarbeiten ein paar Wochen nicht direkt davor parken können.

Was in der Planung so unproblematisch wirkte, erwies sich dann doch als schwierig: Bei der Entfernung der Bäume stellte sich heraus, dass der Untergrund zu mager war, um ihn neu zu asphaltieren. „Die Alternative hieß Pflasterung und machte das Vorhaben unwesentlich teurer, was in der Praxis immer einen vierstelligen Betrag bedeutet“, so Heinrich Jensen. Einen Wunsch hatte der Bürgermeister allerdings noch an die Hausbesitzer: „Ich würde mich freuen, wenn Sie nun mit Lampen an ihren Hauswänden dafür sorgen, dass der Weg besser beleuchtet wird.“









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erstellt am 09.Nov.2016 | 12:45 Uhr

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