zur Navigation springen

Sektkühler als Lostrommel : Losverfahren entscheidet Pachtvertrag

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

In der Gemeindevertreter-Sitzung von Wittbek entschied das Los, wer Grundstücke pachten kann. Der Amtsvertreter betätigte sich als Glücksfee, denn es gab zwei Pacht-Interessenten für Gemeindeland.

Bereits in der Bibel und Geschichtsbüchern ging es darum, Wege für gerechte Entscheidungen zu treffen. Vor einer solchen Frage stand jetzt auch Bürgermeister Johannes Jürgensen in Wittbek. Er traf dabei eine geradezu salomonische Entscheidung. Doch worum ging es? Die Gemeinde hat 7,5 Hektar Grünland zu verpachten – und gleich zwei Interessenten meldeten sich beim Gemeinde-Chef. Er entschied sich für ein Losverfahren. Der zweite stellvertretende Bürgermeister Hans-Jürgen Hansen überzeugte sich vom ordnungsgemäßen Zustand der beiden Lose, Jürgensen betätigte sich als „Loseimer-Halter“, Amtsvertreter Uwe Kürten als Glücksfee und der Vize-Bürgermeister Olaf Thomsen gab den Glücklichen öffentlich bekannt. Die gemeindeeigene 7,5 Hektar große Grünfläche darf fortan von Rainer-Hildebrandt Thomsen genutzt werden.

Die Wehr, die über zwei große Einsatzfahrzeuge verfügt, bat darum, die Kosten für einen weiteren Führerschein der Klasse „C“ zu übernehmen – Kosten 1400 Euro. Ohne Diskussion befürwortete dies das Gremium einstimmig. In einem weiteren Antrag bat die Wehr um ein Hydrantenstandrohr mit Rückflussverhinderer. Zur Kostenermittlung wählte Gemeindevertreterin Anja Clausen ihren Ehemann Thomas Clausen – er ist Wehrführer – per Handy an und konnte 450 Euro nennen. Einstimmig genehmigt. Da in der Gemeinde augenblicklich ein sogenanntes „Trennsystem“ unter die Straßenoberfläche verlegt und zur Fertigstellung noch Zeit benötigt wird, entschied der Gemeinderat, dass das neue Baugebiet bis zur Fertigstellung der neuen Kläranlage zunächst über eine Kleinkläranlage entsorgt wird. Später wird das Neubaugebiet dann an den Neubau angeschlossen. Ein Einwohner hatte das bemängelt. Amt und Kreis waren tätig geworden, doch es bleibt bei der Entscheidung. Zum Baugebiet sagte der Bürgermeister: „Gang und Redder sind endlich wieder befahrbar. Die Arbeiten im Kuhlenweg – eigentlich für 2016 vorgesehen – folgen erst 2017. Olaf Thomsen berichtete aus dem Schulverband und sagte: Der Architektenwettbewerb sei beendet, „ein Ausschuss wird nun entscheiden, wer den Zuschlag erhält.“ Aus dem Bauausschuss berichtete er: „Die Abwassersache wird uns noch bis Ende 2018 begleiten. Mitte Dezember soll die Asphaltdecke aufgetragen werden – damit wir nicht mehr über Umwege nach Ostenfeld fahren müssen.“ Die Straßenbeleuchtung bleibt auch – anders als in anderen Gemeinden – nachts eingeschaltet – „das trägt zur Sicherheit bei.

Mehrere Klagen dann aus der Einwohnerschaft zum vom Landrat verhängten Landschaftsschutzgebiet – und der Hinweis des Bürgermeisters: „So geiht dat ok nich! Alle 27 Gemeinden des Amtes haben beim Kreis Nordfriesland interveniert. Die Einschränkungen betreffen nicht nur Windkraftanlagen, sondern gehen weit darüber hinaus.“ Wittbek ist von diesem Einschränkungen betroffen. Einstimmig wurde der Neuregelung zur „Kameradschaftskasse der Feuerwehr“ zugestimmt.

zur Startseite

von
erstellt am 29.Nov.2016 | 12:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Themen zu diesem Artikel:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen