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Husumer Nachrichten

10. Dezember 2016 | 11:53 Uhr

Bredstedter Markttage 2016 : Lob und Kritik halten sich die Waage

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Das Programm der Markttage und der neue Standorte der Bühne sorgen für Gesprächsstoff. Große Besuchermassen blieben aus.

Der Wettergott meinte es dieses Mal gut. Fast durchgehend waren die Bedingungen so, wie es sich die Veranstalter des Handels- und Gewerbevereins wohl für die 34. Ausgabe der Bredstedter Markttage gewünscht haben. Nur ein kurzer, aber heftiger Regenschauer entlud sich ausgerechnet im Rahmen der beliebten Fundsachenversteigerung – doch auch das tat der Sache keinen Abbruch. Diejenigen, die selbst keinen Schirm dabei hatten, suchten Schutz unter den Vorzelten der Getränkestände oder schlugen kurzerhand bei der Auktion zu: Neben unter anderem 44 Fahrrädern hatte Auktionator Dirk Andresen-Paulsen vom Amt Mittleres Nordfriesland auch zahlreiche verlorgengegangene Regenschirme im Angebot.

Nach wenigen Minuten war der nasse Spuk dann vorbei und die Sonne brach durch die Wolken. Und die blieb auch meist während der vielen musikalischen Höhepunkte erhalten. Nur die Besucher schien es in diesem Jahr nicht ganz so zahlreich nach Bredstedt zu ziehen.

Am Nachmittag heizte auf der Hauptbühne die Band Spiegelverkehrt des Breklumer Jugendzentrums ein. Mit Power brachten Thyra Dahl, Anton und Paul Volquardsen Titel von Nirvana oder David Bowie rüber – und die Zuhörer geizten nicht mit Applaus. Die hätten allerdings noch mehr Beachtung verdient, kommentierte der Bredstedters Werner Nicolaisen. „Besser geht Jugendarbeit nicht.“

Zeitgleich tanzten – vor etwas mehr Publikum – die Damen und ein Herr der Trachtengruppen aus Bredstedt und Stapelholm vor der Bühne der Osterstraße, anschließend gab es Rock und Blues von der Gruppe Ludwig Fun. „Ich hätte mir alles auf einer Bühne gewünscht. Das hätte mehr Leute auf den Markt gezogen“, kommentierte Hans Eberl aus dem bayrischen Altötting das Geschehen. Er war mit Ehefrau Rosemarie und der vierjährigen Tochter Pia für ein paar Tage nach Nordfriesland gekommen – und die beiden unterhielten sich bei den zahlreichen Kinderaktionen, wie der Spielwiese, Hüpfburg oder Karussell – und vor allem dem Kasperle-Theater. Die Oldtimer-Ausstellung des MC „Rund um den Stollberg“ ließ die Altöttinger staunen. „Das waren noch Autos“, so Hans Eberl.

Auch der Bredstedter Udo Grützmacher hätte eine Bühne besser gefunden, sagte er. Und diese solle nicht – wie in diesem Jahr erstmalig – am Schweinebrunnen aufgebaut werden, sondern, wie gehabt, direkt vor dem ehemaligen Rathausgebäude. „Das würde das Bild des Marktplatzes nicht zerreißen und es gäbe wieder mehr Platz.“ Auch das Markttagegeschehen sollte komprimierter sein und schon direkt nach dem Wochenmarkt am Freitagnachmittag könne das Programm beginnen. „Vielleicht würden sich Vereine gern vorstellen und Aktionen machen“, so seine Anregung.

Ansonsten waren den ganzen Tag über einmal mehr die Damen des Landfrauenvereins Bredstedt-Reußenköge vertreten. Sie sorgten für kulinarische Leckerbissen, an denen es nicht mangelte. Auch der Flohmarkt entlang der Osterstraße und rund um den Markt zog viele Sammler an. Am Freitagabend hatte nach der Eröffnung und den musikalischen Vorträgen des Shanty-Chores Margit un de Freesenjungs sowie die Kieler Gruppe Soulfinger mit Soulmusik der 1960er Jahre eingeheizt. Offensichtlich war aber auch das nicht massentauglich, denn die sonst für den ersten Abend übliche große Besucherzahl blieb aus. „Das hat uns schon Kritik eingebracht. Aber wir wollten mal etwas anderes ausprobieren. Ich persönlich fand die Soulmusik gut“, so der HGV-Vorsitzende Michael Thomsen. Doch am Konzept lasse sich immer wieder feilen. Auch der Standort der Marktbühne komme noch einmal auf den Prüfstand. Auf jeden Fall sei die Nospa wieder als Hauptsponsorin dabei und das gebe Planungssicherheit.

Gut kam auf der Hauptbühne zur Kaffeezeit der Auftritt der Gruppe Farvenspeel an. Die Musiker sorgten mit ihren Folk- und Rocksongs in Deutsch und Platt für gute Atmosphäre. Nach dem Auftritt von Cathrine Jauer heizte denn abends als krönender Abschluss die Band Das Fiasko mit Deutschrock und Schlager ein. Bis weit nach Mitternacht diente der Marktplatz als Tanzparkett und dann wurden die Veranstalter auch noch einmal mit besonders vielen Besuchern belohnt.

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