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Husumer Nachrichten

05. Dezember 2016 | 19:47 Uhr

Nadelöhr in Husum : Leitungen verursachen Umleitungen

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Mit den Druckwasserrohren im Baubereich hatte keiner gerechnet – und daher dauern die Arbeiten in der Ostenfelder Landstraße viel länger.

Für die Autofahrer ist die Baustelle in der Ostenfelder Landstraße ein großes Ärgernis. Und die Ankündigung, dass die Arbeiten jetzt noch weitere drei Wochen bis Ende September in Anspruch nehmen werden, bevor dieser Knotenpunkt des Husumer Verkehrs wieder befahrbar ist, dürfte für sie und die Anwohner eine besonders schlechte Nachricht gewesen sein.

Der Deich- und Hauptsielverband Eiderstedt mit Sitz in Garding hat das Husumer Ingenieurbüro Holst mit der Planung und Ausführung der Arbeiten beauftragt. „Grund für die umfangreichen Baumaßnahmen ist der Austausch der Regenwasserleitungen“, sagt Thomas Holst. Das betreffe die Ostenfelder Landstraße, den Mauweg, den Langsteven und den Rosendahler Weg. „Im derzeit laufenden ersten Bauabschnitt werden die Leitungen in der Ostenfelder Landstraße und im Einmündungsbereich zum Mauweg ausgetauscht“, so Holst weiter.

Bei den Planungen habe man aber nicht mit den Druckwasserleitungen der Stadtwerke gerechnet. „Wir sind davon ausgegangen, dass sich diese außerhalb unseres Baubereichs befinden.“ Dem war aber nicht so. Nun stünden die Mitarbeiter der Stadtwerke parat, um eingreifen zu können: „Wenn es nötig wird, eine Druckwasserleitung aus dem Baufeld zu entfernen, damit wir die neuen Regenwasserleitungen verlegen können, sind sie sofort zur Stelle“, lobt Holst die Zusammenarbeit.

„Im Zuge dieser Baumaßnahme haben wir auch gleich die Trinkwasserleitungen in diesem Bereich erneuert“, ergänzt Sönke Eggers, Technischer Leiter der Stadtwerke Husum Netz GmbH. Die alten Betonrohre seien durch neue Trinkwasserdruckrohre ersetzt worden. Diese zeichneten sich durch hohe Flexibilität und größere Beständigkeit aus. Eggers betont ausdrücklich, dass die Anwohner für diese Maßnahme nicht zur Kasse gebeten würden.

„Die Gesamtkosten für den Austausch der Regenwasserleitungen belaufen sich auf gut 900.000 Euro,“ sagt Jan Bonse, Geschäftsführer des Deich- und Hauptsielverbandes Eiderstedt. Wobei die Kosten genau aufgegliedert würden – für die Stadt Husum und für die Gemeinde Mildstedt. Die hierfür anfallenden Kosten übernimmt zur Hälfte die Gemeinde Mildstedt. „Die restlichen 50 Prozent werden über die Regenwasser-Hebesätze finanziert“, erläutert der Mildstedter Bürgermeister Bernd Heiber. Für diese Regelung gebe es auch eine nachvollziehbare Begründung, denn 50 Prozent der Gemeindeflächen in Mildstedt seien im Besitz der öffentlichen Hand. Dazu zählten Straßen sowie Schulen und andere öffentliche Gebäude. „Hierfür können wir die Bürger nicht belangen“, so Heiber. Die Kosten für diese Flächen übernehme somit die Gemeinde.

Am Ende bekommt die Straße eine neue Teerdecke. Doch damit sind die Arbeiten in diesem Bereich leider noch nicht abgeschlossen. „Danach nehmen wir uns die Rosendahler Straße vor“, kündigt Holst an. Im zweiten Bauabschnitt, der 2017 in Angriff genommen werden soll, würden die Arbeiten dann im Mauweg und Langsteven fortgeführt. „Aber da wir jetzt schon die Arbeiten im Einmündungsbereich zum Mauweg durchführen, muss die Ostenfelder Landstraße nächstes Jahr nicht nochmals gesperrt werden“, so der Ingenieur weiter.









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